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Adler, Hühnchen, Katapult - Fans von Der Herr der Ringe sind richtig kreativ bei der Frage, wie man den Ring leichter zerstören könnte

Schon seit Jahren überlegen sich Fans (meist scherzhaft) wie Frodo leichter den Ring hätte zerstören können. Hier sind einige der häufigsten »Ideen«.

Wäre ein Huhn ein besserer Begleiter für Frodo als Sam gewesen? Bildrechte: Warner Bros. Wäre ein Huhn ein besserer Begleiter für Frodo als Sam gewesen? Bildrechte: Warner Bros.

»Worauf warten wir dann noch?«

Sprach Gimli selbstbewusst, bevor er seine Axt schwang, um den Einen Ring zu zerschmettern. Dieser Plan hat freilich nicht funktioniert. Doch Gimli ist nicht der Einzige, der nach effizienteren Methoden gesucht hat, um den Ring zu zerstören. Immerhin war der Plan des Rats von Elrond durchaus waghalsig. Eine Gruppe aus Gefährten sollte den Ring bis nach Mordor tragen und ihn dort in die Flammen des Schicksalsberges schleudern, wo er geschaffen wurde.

Das Ergebnis dieses Plans war eine der bekanntesten und geliebtesten Geschichten, die wir kennen. Aber vor allem für Ringträger Frodo wäre eine Alternative sicherlich erstrebenswert gewesen.

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Fans von Der Herr der Ringe überlegen deshalb schon seit Jahren, was man anders hätte machen können. In den meisten Fällen kommt dabei aber nur ziemlich Humbug raus. Wir sammeln mal ein paar dieser »genialen« Ideen.

»Wir werfen ihn einfach ins Meer!«

Aus den Augen, aus dem Sinn! Wieso den Ring nicht einfach versenken? Bildrechte: Warner Bros. Aus den Augen, aus dem Sinn! Wieso den Ring nicht einfach versenken? Bildrechte: Warner Bros.

Diesen Vorschlag liest man immer wieder im Internet und von allen, die in diesem Artikel noch kommen, ist es der vernünftigste. Er ist sogar so vernünftig, dass er als einziger Vorschlag tatsächlich von den Charakteren der Geschichte in Erwägung gezogen wird!

Wer nur die Filme gesehen hat, wird überrascht sein – denn der Vorschlag kommt lediglich in den Büchern vor. Bei Elronds Rat sitzen einige schlaue Leute beisammen und bringen durchaus noch andere Vorschläge vor, außer »wir werfen den Ring ins Feuer«.

Der Elb Glorfindel fragt, wieso sie ihn nicht einfach ins Meer werfen. Doch Gandalf weist den Vorschlag zurück. Hauptsächlich, da das keine dauerhafte Lösung sei, es in der Tiefe viele Kreaturen gebe und Meere sowie Länder sich mit der Zeit verändern könnten. Gandalf will eine endgültige Entscheidung.

Einige Fans schlagen alternativ zum Meer einen anderen Vulkan als den Schicksalsberg vor. Aber das Problem wäre hier dasselbe, vielleicht abzüglich der Kreaturen. Zerstören würde das den Ring nicht.

»Wir tragen Frodo mit den Adlern nach Mordor!«

Die Adler konnten Frodo doch auch in Mordor abholen, warum nicht hinbringen? Bildrechte: Warner Bros. Die Adler konnten Frodo doch auch in Mordor abholen, warum nicht hinbringen? Bildrechte: Warner Bros.

Das ist sicherlich der bekannteste Vorschlag, den jeder schon einmal gehört hat. Einige Fans sind von der Idee derart überzeugt, dass die Adler häufig als Plot Hole bezeichnet werden. Als würden sie die Logik der Geschichte aushebeln, weil niemand an sie gedacht hat. Am lustigsten ist die Vorstellung, dass Gandalf das sogar vorschlägt, kurz bevor er vom Balrog in die Tiefe gezogen wird. Auf Englisch sagt er »fly, you fools!«. Was auch mit »fliegt, ihr Narren« übersetzt werden könnte.

Wieso Gandalf mit dieser brillanten Idee bis dahin gewartet hat? Zauberer halt.

Aber im Ernst. Es wirkt oft so, als könne Gandalf die Adler als bequemes Transportmittel herbeirufen, das ist aber nicht wirklich der Fall. Die Adler sind nicht einfach nur große Tiere, sondern vom obersten Valar (gottgleiche Wesen) gesandte Wächter. Sie sind stolz und folgen einem göttlichen Auftrag.

Sie hätten sich nicht als Flugzeuge missbrauchen lassen. Und selbst wenn, wäre das nicht sicherer gewesen, als sich heimlich nach Mordor zu schleichen. Auch die Nazgûl können fliegen und einen Schwarm riesiger Adler hätte Sauron sicherlich früh kommen sehen.

Obendrein wären auch die Adler von der korrumpierenden Aura des Rings nicht immun gewesen. Vielleicht sind sie als stolze und mächtige Wesen sogar besonders anfällig. Sie hätten im schlimmsten Fall Frodo einfach fallengelassen und den Ring für sich beansprucht.

»Wir ketten den Ring an ein Huhn!«

Wäre ein Huhn der bessere Ringträger gewesen? Wäre ein Huhn der bessere Ringträger gewesen?

Langsam werden die Vorschläge spürbar alberner! Aber ja, es wurde auch schon mal die Idee vorgebracht, dass die Gefährten den Ring an ein Huhn hätten binden können, das Frodo mit sich herumträgt. Der Gedanke dahinter: Wenn nicht Frodo den Ring trägt, sondern ein Huhn, dann kann Frodo vom Ring nicht korrumpiert werden. Zwar geht man die Gefahr eines bösen Hühnchens ein, aber welche Gefahr wäre ein einzelnes böses Huhn für Mittelerde schon?

Das macht den Weg nach Mordor vielleicht nicht leichter, aber nimmt Frodo doch einiges an Last und Leid ab. Zudem erhöht es die Chance, dass Frodo den Ring am Schicksalsberg dann auch wirklich ins Feuer wirft, da er nicht von ihm korrumpiert wurde.

Soviel zur Theorie ... in der Praxis ist das natürlich hanebüchen. Immerhin kann der Ring durchaus auch korrumpierend auf seine Umgebung wirken. Und wenn Frodo das Huhn die ganze Zeit trägt oder führt, wäre der Ring sicherlich ebenfalls verlockend. Zudem macht ein dauerhaft zu bewachendes Huhn die Reise durch Mittelerde nicht leichter. Das Huhn könnte jederzeit verloren gehen, abhauen oder sterben.

Obendrein wissen wir, dass der Ring einen eigenen Willen hat. Ihn einfach an ein Huhn zu binden, erhöht das Risiko, dass der Ring sich verselbständigt. Am Ende trägt das Huhn den Ring womöglich sogar freiwillig zu Sauron. Böses Federvieh!

»Wir schießen den Ring mit einem Katapult ins Feuer!«

Ein Meisterwerk menschlichen Erfindungsgeistes! Der Tribok! Ein Meisterwerk menschlichen Erfindungsgeistes! Der Tribok!

Japp, selbst diese komplett wirre Idee ist schon das eine oder andere Mal irgendwo genannt worden. Mal komplett aus Spaß, mal scheinbar ernst gemeint. Viel komplexer als das, was in der Überschrift steht, ist die Idee auch nicht. Anstatt mühsam bis zu den Schicksalsklüften zu wandern, will man den Ring einfach mittels Torsionsgeschütz über die Vulkanöffnung an der Spitze in die Magma fallen lassen.

Das kann ein Katapult sein, aber auch das allseits beliebte Trebuchet wird genannt. Immerhin können letztere 90-kg-Geschosse über 300 Meter weit schleudern! Wieso also nicht von dieser überlegenen Belagerungswaffe Gebrauch machen?

Na, weil das völlig Mumpitz ist! Selbst wenn man den Ring an einem großen Brocken befestigt, damit die Wurfmechanik solcher Waffen überhaupt funktioniert, könnte der Ring maximal 300 bis 500 Meter weit fliegen. Der Orodruin an sich ist schon 1300 Meter hoch und man müsste überhaupt erstmal in die Reichweite des Berges kommen, der etwa 160 Kilometer vom Schwarzen Tor entfernt liegt.

Man müsste sich also Zugang zu Morder verschaffen, das ganze Land durchqueren und dann ein Katapult in Reichweite bauen. Und selbst wenn etwa die Elben während der Schlacht des Letzten Bündnisses so etwas gewagt hätten, wäre die Chance mikroskopisch gewesen, mit einer solchen Waffe wirklich präzise den Ring in den Feuerschlund zu katapultieren.

Es scheint also wirklich so, als hätten Gandalf, Elrond und Co. sich für den besten Weg entschieden. Alles andere als die heimliche Reise zum Schicksalsberg, wäre zum Scheitern verurteilt gewesen. Und wir hätten eine grandiose Geschichte verpasst!

Vielleicht habt ihr aber ja eigene Ideen, die Frodos Reise ein wenig leichter gestalten? Schreibt sie gerne in die Kommentare!

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