Nicht jeder von euch benötigt zwingend schnelle und teure Thunderbolt 5 Geräte. Aber die entsprechende Hardware ist nicht grundsätzlich eine teure Spielerei, die nur Profis gebrauchen können.
Eine solche externe SSD eignet sich perfekt als dauerhafte Speichererweiterung, wenn das interne Laufwerk nicht getauscht werden kann. Ich denke da beispielsweise an die Geräte von Apple.
Statt die absurd hohen Upgrade-Preise zu bezahlen, fahrt ihr mit einem guten Thunderbolt-5-Gehäuse und einer passenden M.2-SSD in vielen Fällen besser. Nicht jedes Gehäuse ist auch für den Dauereinsatz tauglich, aber vielleicht ist ja das Terramaster D1 Pro aus diesem Test ein passender Kandidat.
Transparenzhinweis: Terramaster hat mir das D1 Pro Thunderbolt 5 Gehäuse für den Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor dem Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Verkaufspreis und Lieferumfang
Eines direkt vorweg: Das D1 Pro ist nicht günstig. Der Hersteller möchte rund 270 Euro von euch haben, nur für das Gehäuse. Eine passende SSD kommt noch on top.
Entsprechend hoch sind auch die Erwartungen. Diese werden nach dem Auspacken erst einmal nicht enttäuscht. In der Schachtel befindet sich neben dem D1 Pro Gehäuse:
- Transporttasche
- kurzes Thunderbolt 5 Kabel
- Schraubendreher
- Wärmeleitpad
Das mitgelieferte Case ist robust und wirkt durchaus hochwertig verarbeitet. Damit könnt ihr das Gehäuse sicher von A nach B transportieren. Im Inneren gibt es hinter einem kleinen Netz noch ausreichend Platz, um das Kabel zu verstauen.
Massiv und hervorragend verarbeitet
Was sollte man von einem externen SSD-Gehäuse verlangen können, das 270 Euro kostet? Ich würde im ersten Schritt sagen: eine perfekte Verarbeitung, eine hochwertige Haptik und ein durchdachtes Design.
Genau das bekommt ihr hier auch. Das Gehäuse wurde aus einem Block Alu gefräst. Die Oberseite kann nach dem Lösen einer Schraube abgenommen werden.
Wird das Gehäuse geöffnet, wird der Blick auf eine sauber verarbeitete Platine frei.
Sehr schön und längst nicht bei jedem externen SSD-Gehäuse üblich: Auf der Rückseite besitzt der Controller-Chip ein eigenes Wärmeleitpad und hat direkten Kontakt zur Aluminiumhülle. Das sollte auch bei längerer Belastung für einen stabilen Betrieb sorgen.
Die Leistung überrascht
Für die Benchmarks verwende ich eine Corsair MP600 Pro, die laut Hersteller beim sequenziellen Lesen eine Geschwindigkeit von bis zu 7.000 MB/s erreichen kann.
Terramaster verspricht beim D1 Pro Geschwindigkeiten von bis zu 7061 MB/s. Das reicht aus, damit die Corsair SSD problemlos mit ihrer maximal möglichen Leistung arbeiten kann.
Das tut sie zumindest in unseren Tests allerdings nicht. Im AS SSD Benchmark erreicht die SSD beim sequenziellen Lesen 4.791,26 MB/s, während wir beim CrystalDiskMark 5.993,84 MB/s ermitteln konnten.
Zum Vergleich: Die gleiche SSD kommt in einem guten USB4-Gehäuse auf 3.003,82 MB/s (AS SSD) beziehungsweise 3.739,82 MB/s (CrystalDiskMark). Auch wenn der vom Hersteller versprochene Wert nicht erreicht wird, ist der Geschwindigkeitszuwachs deutlich.
Das D1 Pro bleibt auch unter Last kühl
Während der Benchmarks haben ich auch die Temperaturen gemessen. Letztlich sind diese für einen stabilen Dauerbetrieb am Rechner entscheidend. Wird die SSD zu heiß, führt das zu einer Drosselung der Leistung.
Temperaturen
Terrmaster D1 Pro
- °C
- 0
- 12
- 24
- 36
- 48
- 60
Um die SSD an ihre Grenzen zu treiben, habe ich eine 300 GB große Testdatei auf den Datenträger kopiert und anschließend mit dem Tool HWMonitor die Temperatur ausgelesen.
Zusätzlich wurde mit einem Infrarot-Thermometer bei einer Raumtemperatur von 20,1 °C die Oberflächentemperatur des Gehäuses gemessen.
Damit ihr einen Vergleich habt, haben wir zum Vergleich die Werte des OWC Express 1M2 USB4-Gehäuses hinzugefügt.
Bereits die Temperaturen des Gehäuses von OWC waren top, das D1 Pro kann es allerdings noch etwas besser. Die SSD wird unter Last 46 °C warm, ein sehr guter Wert. Die Oberflächen erreichen maximal 37 °C, auch das ist eine tolle Leistung.
Fazit der Redaktion: Ein empfehlenswertes Thunderbolt 5 Gehäuse
Das Terramaster D1 Pro hat im Test eine gute Leistung gezeigt. Die vom Hersteller versprochenen 7.000 MB/s beim sequenziellen Lesen werden aber zumindest bei den von mir eingesetzten Benchmarks klar verfehlt, dafür ziehen wir einen Stern ab.
Dennoch handelt es sich um ein gutes Gehäuse. Das liegt insbesondere an den wirklich herausragenden Temperaturen.
Sowohl die SSD selbst als auch die Oberflächen des Gehäuses werden selbst unter länger anhaltender Last nicht wirklich heiß. Die Oberfläche ist während des normalen Betriebs unter Windows sogar nur handwarm.
Und das Beste dabei ist: Diese Temperaturen werden ganz ohne nervigen Lüfter erreicht. Insgesamt ist das Terramaster D1 Pro ein gutes Thunderbolt 5 Gehäuse, das auch optisch perfekt mit MacBook oder Mac Mini verträgt. Lediglich der hohe Preis von 270 Euro strapaziert den Geldbeutel doch ziemlich arg.
Interessant ist es nur für Menschen mit Notebooks, die einen entsprechenden Anschluss besitzen. Außerdem muss Bedarf für zusätzlichen Speicherplatz und die Datenübertragung mit derart hohen Geschwindigkeiten bei euch vorhanden sein.


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