Es schadet zwar nicht, das Kopfrechnen zu üben, doch wenn man mit einer Gruppe von Freunden unterwegs ist, oder mit mehreren Familienmitgliedern auf Reisen geht, dann kann das Stückeln der Ausgaben aufwendig werden.
Einfach macht es einem die App »Tricount«, die es für Android und iOS gibt. In dieser könnt ihr eine Liste anlegen, Personen hinzufügen und sogar einen Faktor einstellen, um zu ermitteln, wie hoch der Anteil ist, welchen jeder Beteiligte zahlen muss.
Schnell startklar auf dem Smartphone
»Tricount« ladet ihr einfach über den Google Play Store oder den Apple Store herunter und installiert es auf eurem Smartphone. Danach geht es los:
- Erstellt eine Liste, einen »Tricount«, und benennt sie.
- Fügt die Teilnehmer eures Ausflugs oder Urlaubs hinzu und gebt ihnen Namen.
- Stellt bei Bedarf für jede Person einen Anteil am Gesamtbetrag ein. Dies geschieht mit Vielfachen Ganzen, also »1x«, »2x« »45x« und so weiter.
Nach dieser kurzen Einrichtung seid ihr schon startklar.
Ein Rat: Wenn ihr »100x« als höchstmöglichen Anteil einer Person anseht (man kann auch über »100x gehen, was aber wenig sinnvoll ist), dann entspräche das 100 Prozent, wenn ihr den Anteil aller anderen Personen auf »0x« stellen würdet. Somit ist es am einfachsten, wenn ihr die Anteile aller Personen so einstellt, dass die Summe der Anteilspunkte »100x« ergäbe.
Beachtet eine Unannehmlichkeit der App: Wenn einer Person »100x« zugeschlagen werden, aber einer weiteren »1x«, dann gibt »Tricount« keinen Fehler aus, sondern verteilt die Anteile mit 99 zu 1 Prozent auf die beiden Personen. Achtet also stets darauf, die »100x« nicht zu verfehlen.
Reisekosten anteilig verrechnen lassen
In der Praxis kann das so aussehen: Person A soll nur mit 25 Prozent, Person B mit 45 Prozent und Person C mit 30 Prozent an allen Ausgaben beteiligt werden, weil ihr Einkommensunterschiede berücksichtigen wollt. Ihr stellt ein:
- Person A: Anteil 25x.
- Person B: Anteil 45x.
- Person C: Anteil 30x.
So lassen sich die Kosten ungleich verteilen. Wollt ihr bei gleichen Anteilen bleiben, dann müsst ihr übrigens nichts einstellen, denn »Tricount« geht bei jeder Eintragung zunächst von gleicher Verteilung aus.
Das ist gleichzeitig ein Manko, denn einerseits müsst ihr bei jeder Ausgabe die Anteile erneut einstellen und andererseits könnt ihr diese nur mit einer Plus- und einer Minustaste in Einser-Schritten erhöhen oder verringern, was umständlich ist.
Positiv dagegen: Die Währung lässt sich frei ändern, in jedes Geld der Welt, ob Euro, Franken oder Yen - für jede neue Ausgabe gesondert.
Alle Transktionen jederzeit im Blick
Unter »Salden« seht ihr stets alle Aufschlüsselungen. Wenn zum Beispiel Person B sehr häufig für die anderen mitbezahlt hat, dann erkennt ihr schnell, wie viel Person A und C ihr schulden (erkennbar an einem negativen Betrag neben deren Namen) und wie viel Person B zu viel gezahlt hat (erkennbar am positiven Betrag neben ihrem Namen).
Sogar eine verzweigte Verschuldung, wenn also Person A an Person B noch etwas zahlen muss, Person B aber wiederum an Person C, wird hier angezeigt. Einfacher lässt sich eine gerechte und individuelle Verteilung kaum erreichen.
Nun kommen zwei Kniffe:
- Ihr könnt bei jeder Ausgabe Personen ausschließen, wodurch ihr jede Eintragung nur bestimmten Personen zuordnen könnt, falls eine Ausgabe Person A und B, aber nicht Person C betrifft.
- Gelder lassen sich auch als »Einnahmen« für Personen festlegen, oder als »Transfer« von einer Person an eine andere. So könnt ihr sogar Direktschulden verrechnen lassen, oder Rückgeld aufteilen.
Ihr seht: »Tricount« erleichtert euch in wenigen Schritten eure künftige Reisekostenabrechnung – kostenlos. Nie mehr Kopfrechnen, auch, wenn es natürlich geistig fit hält.
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