Tschüss, Rasentrimmer! Der wichtigste Mähroboter-Trend für das nächste Jahr

Auf der IFA 2026 zeigen Navimow, Mammotion & Co. ausfahrbare Arme für Mähroboter. So soll der ungemähte Rand verschwinden.

Mammotion stellt eine der möglichen Lösungen in Form eines ausschwenkbaren Schneidwerkzeugs auf der IFA 2026 aus und zeigt sie auch in Aktion. (Bildquelle: GameStar Tech, Mirco Kämpfer) Mammotion stellt eine der möglichen Lösungen in Form eines ausschwenkbaren Schneidwerkzeugs auf der IFA 2026 aus und zeigt sie auch in Aktion. (Bildquelle: GameStar Tech, Mirco Kämpfer)

Dass Mähroboter mit der Zeit immer besser werden, verwundert kaum. Dennoch ist es erstaunlich, was die kleinen Gartenhelfer mittlerweile alles können.

Viele aktuelle Modelle navigieren längst ohne Begrenzungskabel durch den Garten, erkennen Hindernisse und manche kommen selbst mit unebenem Gelände zurecht.

Allerdings gibt es eine Stelle, an der der Fortschritt nur allzu oft an seine Grenzen stößt: am Rand.

Wer einen Mähroboter sein Eigen nennt, kennt das wahrscheinlich: Bei Mauern, Zäunen und Beeten bleibt häufig ein schmaler Grasstreifen stehen. Letztlich bleibt dann nur der Griff zum klassischen Rasentrimmer.

Auf der IFA 2026 stellen deshalb gleich mehrere Hersteller potenzielle Lösungen des Problems vor.

Video starten 0:38 Mähroboter: Auf der IFA zeigen Hersteller den wohl wichtigsten Trend des kommenden Jahres

Das Messer sitzt normalerweise weit innen

Das Problem an sich ist schnell erklärt.

Denn bei klassischen Mährobotern liegt der Messerteller innerhalb des Gehäuses. Das schützt einerseits Messer und Umgebung, sorgt andererseits aber auch dafür, dass die Klingen einige Zentimeter von der Kante entfernt bleiben.

Mammotion bietet für den neuen LUBA 4 AWD ein zusätzliches Kantenschneid-Modul an. Navimow geht beim H5 Pro beziehungsweise beim H510 Pro noch ein Stück weiter – H5 Pro ist vermutlich die gesamte Baureihe und der H510 Pro das konkrete erste Modell.

Der Schneidteller fährt zur Seite

Beim sogenannten EdgeMaestro-Arm sitzt der Schneidteller auf einem beweglichen Arm und kann laut Hersteller bis zu 7,7 Zentimeter ausgefahren werden.

Damit soll es dem H5 Pro gelingen, deutlich näher an Mauern und Beeten zu mähen.

Bild #1 Der Mommotion LUBA 4 AWD samt Kantenschneid-Modul – Ansicht 1. (Bildquelle: GameStar Tech Mirco Kämpfer)

Bild #2 Der Mommotion LUBA 4 AWD samt Kantenschneid-Modul – Ansicht 2. (Bildquelle: GameStar Tech Mirco Kämpfer)

Bild #3 Der Navimow H510 Pro samt EdgeMaestro-Arm – Ansicht 1. (Bildquelle: GameStar Tech Mirco Kämpfer)

Bild #4 Der Navimow H510 Pro samt EdgeMaestro-Arm – Ansicht 2. (Bildquelle: GameStar Tech Mirco Kämpfer)

Auch andere Hersteller wie Ecovacs, Eufy, Dreame und Anthbot stellen auf der IFA eigene Lösungen aus. Die reichen von zusätzlichen Kantenschneidern und Trimmern bis zu ausfahrbaren oder ausschwenkenden Schneidarmen.

Doch diese Lösungen werfen neue Fragen und potenzielle Probleme auf.

Die letzten Zentimeter brauchen mehr Präzision

Denn ein Messer einfach nur näher an den Rand zu bringen, reicht allein nicht. Der Mähroboter muss genau wissen, wo dieser Rand liegt – und das möglichst präzise.

Dabei helfen Kameras, LiDAR und andere Positionierungssysteme wie NRTK (Network Real-Time Kinematic). Mindestens ebenso wichtig ist eine akkurate Lenkung, um Mauern, Beete und andere Hindernisse genauer anzufahren.

eufy C15
eufy C15
Mähroboter ohne Begrenzungskabel
Ohne Draht oder RTK-Antenne startet der C15 von eufy sofort mit der Arbeit und kartiert eure Flächen auf Wunsch in verschiedenen Zonen selbstständig und zuverlässig.

Dazu kommen Allradantrieb und Fahrwerk. Sie sorgen dafür, dass Roboter selbst auf unebenem Gelände ihre Spur halten können.

Bei ausfahrbaren Schneidwerken wird aber noch etwas anderes wichtig: Sicherheit.

So kombiniert Navimow beim H5 Pro/H510 Pro etwa Kameras, LiDAR und einen Infrarotsensor. Dabei geht es vor allem darum, kleine Tiere zu erkennen und nicht zu verletzen. Der H5 Pro (vermutlich konkret der H510 Pro) ist offiziell für Anfang 2027 angekündigt.

Ob der Rasentrimmer wirklich verschwindet, müssen Tests zeigen

Die einzelnen Hersteller versprechen natürlich viel: null Millimeter Randabstand, kein manuelles Nachtrimmen, saubere Kanten.


Mehr von der IFA 2026:


Das klingt alles wunderbar und nach einem wahren Gamechanger. Doch wie gut und zuverlässig sich die neuen Erweiterungen in einem echten Garten mit Wurzeln, unebenem Boden, schiefen Beeten und kleinen Hindernissen wirklich schlagen, und welchen Einfluss sie auf die Akkulaufzeit haben, können nur unabhängige Tests zeigen.

Trotzdem zeichnet sich der Trend klar ab.

Den Großteil der Wiese beherrschen moderne Mähroboter längst erstaunlich selbstständig. Nun geht es um die letzten Zentimeter, derentwegen der Rasentrimmer noch nicht aus dem Geräteschuppen verschwunden ist.


Kommentare(0)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.