In Deutschland drängt der chinesische Automobilhersteller BYD mit günstigen Elektro-Modellen auf den Markt. Jetzt kündigte das Unternehmen ein neues Hybrid-System an, um die Reichweiten drastisch zu erhöhen.
Vor rund einem Monat kündigte BYD auf der Beijing Auto Show neue Modelle an, aber hielt eine wichtige Information zurück: Die neueste Generation der Plug-in-Hybrid-Plattform DM-i 5.0 soll BYD zufolge Reichweiten von bis zu 2.100 km ermöglichen – ohne Zwischenladen oder Tanken. Allerdings gibt es, wie immer, einen Haken.
In aller Kürze
- BYD hat ein Hybrid-System entwickelt, um Reichweiten von bis 2.100 km zu erlauben
- Das neue System heißt DM-i 5.0 und soll nur 2,9 l auf 100 km verbrauchen
- Fahrzeuge möchte BYD in China schon ab umgerechnet 12.700 Euro verkaufen
Warum ist das wichtig? Im April meldeten die chinesischen Behörden, dass erstmalig mehr elektrifizierte Fahrzeuge zugelassen wurden als reine Verbrenner. Damit kamen im vergangenen Monat unzählige neue Elektrofahrzeuge sowie Plug-in-Hybriden auf die chinesischen Straßen.
Auch wenn BYD bereits günstige Elektro-Modelle anbietet, möchte das Unternehmen nun den aktuellen Trend nutzen, um auch verbesserte Hybrid-Fahrzeuge zum noch kleinerem Preis anzubieten. Dem Unternehmen zufolge soll der kürzlich vorgestellte Qin L auf die überarbeitete Plug-In-Hybrid-Plattform DM-I 5.0 setzen.
Gut und günstig: Die fünfte Generation der Dual-Mode-Hybrid-Technologie wurde umfassend aktualisiert, um Systeme wie das Energiemanagement, die Klimaanlage, das In-Car-Infotainment und vieles mehr direkt zu integrieren und effizienter zu gestalten.
Dem Hersteller zufolge soll das Fahrzeug auch bei leerer Batterie kaum Benzin benötigen. Man geht von einem Verbrauch von 2,9 l auf 100 km aus, wenn die Batterie bereits entladen ist. Die rein elektrische Reichweite wird voraussichtlich zwischen 80 und 120 km liegen, wodurch eine Gesamtreichweite von bis zu 2.100 km möglich sein soll.
Besonders ist jedoch das Preisversprechen von BYD: Der Qin L soll nämlich für umgerechnet 12.800 Euro verkauft werden, während der Höchstpreis wohl bei 17.800 Euro liegen wird.
Dicker Haken: Das Fahrzeug wird wohl vorerst nur in China verfügbar sein.
Der Blick über den Tellerrand: Anders als etwa Tesla versucht sich BYD gar nicht erst als rein elektrischer Hersteller, sondern setzt stattdessen auch auf andere Alternativ-Antriebe wie die Plug-In-Hybrid-Technologie. Die neue Generation ist anderen Hersteller um Längen voraus.
Etwa der Lexus ES Hybrid, der im vergangenen Jahr als eines der Fahrzeuge mit der größten Reichweite galt, wird um rund 800 km übertroffen.
Reine Elektrofahrzeuge sind von solchen Reichweiten noch weit entfernt. Dazu muss die Batterie-Technologie noch etwas aufholen.
Dennoch fährt unser Autor Benjamin Otterstein schon jetzt gerne EVs. Warum, verrät er euch hier:
Ich bin nach 3 Jahren vom Tesla 3 aufs Model Y gewechselt – meine Meinung nach vier Wochen
Wie sieht es bei euch aus? Fahrt ihr schon elektrisch – egal ob E-Scooter oder E-Auto – oder steht ihr dem Thema noch skeptisch gegenüber? Würden euch höhere Reichweiten und niedrigere Preise überzeugen? Welcher Bereich der E-Mobilität würde euch am meisten interessieren? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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