USB-Anschluss am Router: Das könnt ihr alles damit machen

Euer Router kann mehr, als ihr vielleicht denkt. Nutzt den USB-Anschluss für Backups, Medienfreigabe und mehr. Wir zeigen euch, wie es funktioniert.

Ein unscheinbarer USB-Port an eurem Router mit vielen Möglichkeiten. Lasst uns einen Blick auf den versteckten Port eures Routers werfen. Ein unscheinbarer USB-Port an eurem Router mit vielen Möglichkeiten. Lasst uns einen Blick auf den versteckten Port eures Routers werfen.

Habt ihr euch schon gefragt, was der USB-Anschluss an eurem WLAN-Router alles kann? Oft wird dieser kleine Anschluss übersehen, dabei steckt eine ganze Menge Potenzial darin.

Über die USB-Buchse könnt ihr euer Netzwerk um praktische Funktionen erweitern: Dateien für alle Personen im Haushalt freigeben, einen Drucker für mehrere Geräte verfügbar machen oder automatische Sicherungen einrichten, die euch Zeit und Mühe sparen.

In dieser Anleitung zeigen wir euch, wie ihr den USB-Port an eurem Router clever nutzt, um euer Heimnetzwerk effizienter und vielseitiger zu gestalten.


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Was kann ich mit USB-Anschluss am Router machen?

Was ihr mit dem USB-Anschluss eures Routers machen könnt, hängt maßgeblich von eurem Modell ab. Ein USB-Anschluss am Router bietet euch viele praktische Möglichkeiten:

  1. Mediaserver: Ihr könnt einen USB-Stick oder eine externe Festplatte anschließen und diese als Netzwerkspeicher (NAS) nutzen. So könnt ihr Dateien zentral speichern und von allen Geräten im Netzwerk darauf zugreifen. Manche Router ermöglichen euch sogar, Filme, Musik oder Fotos direkt im Netzwerk zu streamen. 
  2. Drucker: Habt ihr einen USB-Drucker, könnt ihr ihn über den Router für das gesamte Netzwerk freigeben. Dadurch wird er zum Netzwerkdrucker und kann von mehreren Geräten genutzt werden.
  3. Ladebuchse: Einige Router ermöglichen es euch, Geräte wie Smartphones oder Tablets über den USB-Anschluss aufzuladen. Das ist besonders praktisch, wenn gerade keine andere Steckdose in der Nähe ist.
  4. Dongle-Schnittstelle: Falls euer Router es unterstützt, könnt ihr einen mobilen LTE-Dongle anschließen, um darüber eine Internetverbindung herzustellen. Das ist ideal als Backup, wenn euer Hauptinternet mal ausfällt.
  5. IoT-Stromversorgung: IoT-Geräte oder andere kleine Geräte lassen sich manchmal direkt über den USB-Port mit Strom versorgen.
  6. VPN: Für diejenigen von euch, die mit VPNs arbeiten, kann der USB-Anschluss genutzt werden, um angeschlossene Geräte auch aus der Ferne verfügbar zu machen.
  7. Backups: Wenn euer Router es unterstützt, könnt ihr auch automatische Backups von euren Geräten im Netzwerk auf einem angeschlossenen USB-Speicher einrichten.

Wir empfehlen euch einen Blick in euer Router-Handbuch, wenn ihr euch unsicher seid, welche Funktionen euer Router bietet. 

Der USB-Anschluss ist mit den übrigen Anschlüssen meist auf der Rückseite, so wie hier beim AVM FRITZ!Box 7590 AX. Quelle: Amazon. Der USB-Anschluss ist mit den übrigen Anschlüssen meist auf der Rückseite, so wie hier beim AVM FRITZ!Box 7590 AX. Quelle: Amazon.

Welche Geräte kann ich an den USB-Port anschließen?

Wie zuvor beschrieben, kann der USB-Anschluss eures Routers für verschiedene Geräte genutzt werden. 

  • Drucker: Schließt einen USB-Drucker an, um ihn als Netzwerkdrucker für alle Geräte im Netzwerk verfügbar zu machen.
  • Speichermedien: USB-Sticks oder externe Festplatten können als zentraler Netzwerkspeicher dienen.
  • 4G/5G-Dongles: Einige Router unterstützen mobile Datensticks als Backup-Internetverbindung.

Die unterstützten Gerätetypen variieren je nach Router-Modell. Konsultiert das Handbuch oder die Herstellerwebsite für spezifische Informationen.

Wie nutze ich den USB-Port für automatische Backups?

Die Einstellungen sind bei den Routern oft ähnlich. Um den USB-Port eures Routers für automatische Backups zu nutzen, könnt ihr folgendermaßen vorgehen:

  1. Schließt eine externe USB-Festplatte an den USB-Port eures Routers an. Die meisten Router, die Netzwerkspeicherfunktionen unterstützen, erkennen die Festplatte automatisch.
  2. Loggt euch in die Benutzeroberfläche des Routers ein. Sucht nach einer Funktion wie „Sicherungsmanager“, „Backup“ oder „Speicher“. Bei einigen Routern, wie QNAP NAS-Geräten, findet ihr diese Option unter einem Menüpunkt wie „Sicherungsmanager/External Backup/Externer Datenträger“.
  3. Wählt „Neuen Auftrag erstellen“ oder eine ähnliche Option. Ein Assistent führt euch durch die Einrichtung. 
  4. Entscheidet euch für eine Backup-Methode: Zeitgesteuertes Backup mit einem festen Zeitpunkt oder eine Echtzeitsynchronisation, die Dateien sofort sichert, sobald sie erstellt oder geändert werden.
  5. Aktiviert sinnvolle Regeln, wie zum Beispiel „Überschüssige Dateien löschen“, um Speicherplatz zu sparen.
  6. Führt das erste Backup manuell durch, um sicherzustellen, dass alles funktioniert. Danach laufen die Backups automatisch nach den von euch definierten Einstellungen.

So könnt ihr euren Router für Backups nutzen. 

Hinweis: Dieser Artikel ist in einer früheren Version bereits auf GameStar.de erschienen.

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