Warum gibt es eigentlich so seltsame USB-Anschlüsse wie USB Typ B?

Habt ihr euch schon einmal gefragt, warum es so merkwürdige USB-Stecker wie USB Typ B, Mini- oder Micro-USB gibt? Wir haben die Antwort!

von Alexander Köpf,
22.04.2022 07:04 Uhr

Moment, ausgerechnet USB Typ B fehlt doch in dem Bild. Den findet ihr weiter unten, im nächsten Bild. Moment, ausgerechnet USB Typ B fehlt doch in dem Bild. Den findet ihr weiter unten, im nächsten Bild.

Wenn es um die Verbindung zwischen dem PC und externen Geräten wie beispielsweise Festplatten oder Druckern geht, ist in den meisten Fällen USB, der Universal Serial Bus, die Verbindungsart der Wahl. An dieser Stelle eine Schweigeminute für von uns gegangene Übertragungsstandards – ruhe in Frieden, FireWire.

Zurück zum Thema: Wenn es um USB geht, habt ihr bestimmt sofort ein Bild eines Steckers im Kopf. Vermutlich denkt ihr an den klassischen USB-A-Anschluss. Neben USB-A gibt es aber auch noch andere Formate wie zum Beispiel USB-C, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut und eine Reihe Vorteile mit sich bringt.

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Die seltsamen Launen des USB

Zwischen USB-A und -C gibt es jedoch auch noch USB-B, auch USB Typ B genannt. Der USB-B-Anschluss unterscheidet sich in seiner Bauart deutlich von den anderen beiden, da er nicht symmetrisch ausfällt, sondern auf der einen Seite breiter und auf der anderen entsprechend schmaler ist:

Hier, das ist USB 3.0 Typ B. Hier, das ist USB 3.0 Typ B.

Neben USB-B gibt es aber noch eine ganze Reihe anderer ungewöhnlicher USB-Anschlüsse: Micro- und Mini-USB sind davon die wohl bekanntesten, aber es gibt weitere, wie zum Beispiel USB-3.0-Micro-B. Zu den ganzen Steckern gesellen sich dann auch noch die verschiedenen Nummerierungen wie 1.0, 2.0, 3.0, 3.1, 3.2, 4.0 – um die geht es heute aber nicht. Die Frage ist vielmehr:

Warum gibt es so viele unterschiedliche USB-Stecker?

Und direkt vorweg: Es geht dabei nicht darum, dass die Industrie sich die verschiedenen Standards hat einfallen lassen, um euch das Geld zusätzlich aus den Taschen zu ziehen. Es hat einen ganz pragmatischen Grund.

USB-B, egal ob 2.0 oder 3.0, findet ihr, wie eingangs bereits erwähnt, in der Regel an Druckern, externen Gehäusen für Festplatten oder auch an Digital-Analog-Wandlern. Gleiches gilt für die anderen merkwürdigen USB-Anschlüsse. Dabei ist an einem Ende des Kabels ein USB-A-Anschluss, das immer an den Rechner gehört und am anderen Ende beispielsweise der USB-B-Anschluss, der seinerseits immer an das externe Gerät angeschlossen wird.

Der Grund hierfür ist, dass USB auch Strom leitet und externe Geräte mit Energie versorgt. Aber eben nicht in beide Richtungen, sondern nur in eine. Damit es hier nicht zu Verwechslungen kommt, gibt es unterschiedliche Stecker. Oder besser gesagt: Gab es, denn die seltsamen Anschlüsse sterben langsam aus.

USB Typ C räumt mit dem Chaos auf

Heute gibt es stattdessen USB-C. Der Standard ist in der Lage ist, Strom in beide Richtungen fließen zu lassen. Das Übertragungsprotokoll regelt in dem Fall, von welcher zu welcher Seite das geschieht. Wenn ihr euch nun fragt, warum es das nicht schon früher gab: Nun, das musste erst einmal erfunden werden. Mehr spannende Fragen beantworten wir euch hier:

Der ungewöhnliche USB-3.0-Micro-B-Anschluss ist übrigens eine Kombination aus USB-2.0-Mirco-B und zusätzlichen Datenleitungen, um höhere Übertragungsgeschwindigkeiten zu realisieren.

Habt ihr gewusst, warum es so viele USB-Standards bei den Steckern und Buchsen gibt oder ist euch das völlig neu? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

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