Woher kommen eigentlich die Namen Geforce und Radeon bei Nvidia und AMD?

Wir nutzen sie fast täglich, ob in Gesprächen oder zum Spielen: Geforce und Radeon sind feststehende Begriffe für Spieler - doch woher kommen sie?

von Alexander Köpf,
23.03.2022 17:05 Uhr

Woher kommen die Namen »Geforce« und »Radeon«? Woher kommen die Namen »Geforce« und »Radeon«?

Grafikkarten sind bei PC-Spielern eigentlich immer ein heißes Thema. Sei es aufgrund ihrer Leistung oder wie zuletzt wegen der hohen Geldbeträge, die dafür aufgerufen wurden. Nvidia Geforce und AMD Radeon sind uns deshalb allen ein Begriff. Doch was bedeuten Geforce und Radeon eigentlich? Woher kommen die Namen? Und seit wann nutzen wir sie?

Nvidia: Woher kommt der Name Geforce?

Im März 1999 erblickte die Nvidia RIVA TNT2 das Licht der Welt. Sie war die letzte Grafikkarte vor der uns mittlerweile fast 23 Jahre begleitenden Geforce-Reihe. Der erste Vertreter war die Geforce 256, die noch im selben Jahr auf den Markt kam, genauer gesagt am 11. Oktober 1999.

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Der Name Geforce wurde dabei allerdings nicht einfach so aus der Taufe gehoben. Es gibt auch nichts, kein Tier, keine Pflanze, auch keinen berühmten Wissenschaftler, das für den Namen Pate stand. Es ist ein reines Kunstwort, das sich aus Ge und Force zusammensetzt. Force lässt sich mit Kraft übersetzen und das Ge steht für Geometry oder Geometric. Dass g-force gleichzeitig die g-Kräfte beschreibt, also das Vielfache der Fallbeschleunigung, auch angeblich auch eine Rolle gespielt.

Die Geforce 256 war die erste Spieler-Grafikkarte von Nvidia mit implementiertem Transform and Lighting (T&L). Das heißt zu Deutsch so viel wie: Umformung und Ausleuchtung. Konkret sind das zwei wichtige Schritte bei der Geometrie-Berechnung in der Grafikpipline, sprich: beim Rendering.

Die Wortschöpfung Geforce stammt dabei nicht einmal von Nvidia selbst. Das Unternehmen rief im Jahr 1999 einen Wettbewerb aus. Aus über 12.000 eingegangenen Ideen wurde dann Geforce gewählt.

Geforce bezeichnet auch heute noch Nvidias Grafikkarten für Spieler. Von 2013 bis 2018 gab es mit den Titan-Grafikkarten noch ein zweite Modellreihe, die zwar zunächst auch den Geforces zugerechnet wurde, dann jedoch eine eigene Serie bildetet. Da die Titan-Modelle Eigenschaften der professionellen Quadro- und Tesla-Reihe aufwiesen, waren sie gewissermaßen Zwitter. Mit den aktuellen RTX-3000-Karten hat Nvidia das Titan-Modell in Form der RTX 3090 wieder in die Geforce-Reihe eingegliedert. Da sie immer noch Eigenschaften der professionellen Serien aufweist, ist nicht die RTX 3090 sonder die RTX 3080 Ti das offizielle Spieler-Flaggschiff.

AMD: Woher kommt der Name Radeon?

Die Grafikkartensparte von AMD wurde dem Unternehmen erst im Jahr 2006 durch den Kauf von ATI einverleibt. Der Name Radeon war da schon längst geboren. AMD hat auch diesen mit übernommen. Radeon ist zwar ebenfalls eine Wortneuschöpfung aber kein Kunstwort wie Geforce.

Im Jahr 2000 wollte ATI seine Grafikkarten für Spieler mit einem neuen Markennamen versehen. Marketing-Experten hatten ENERGI vorgeschlagen, was dem damals noch bei ATI angestellten Matt Skynner und einem seiner Kollegen nicht sonderlich zusagte, wie Skynner in einem Interview verät.

Die beiden spielten dann selbst mit verschiedenen Begriffen und kamen so auf den Namen Radium. Radium ist ein radioaktives chemisches Element. Aber auch dieser Markenname fand wenig Anklang. Skynners Kollege berichtete letztlich seiner Mutter von dem Vorschlag. Diese warf kurzerhand Radeon ein - der Rest ist Geschichte.

So nannte ATI seine Grafikkarten für Spieler ab dem 1. April 2000 Radeon. Weitere interessante Fragen aus der Welt der Technik beantworten wir euch hier:

Wusstet ihr, woher der Name Geforce stammt oder ist euch das völlig neu? Und wie sieht es mit AMD Radeon aus? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

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