Der Hype um GTA 6 ist aktuell riesengroß. Kein Wunder, immerhin hat Rockstar mit GTA und Red Dead Redemption recht zuverlässig Kracher auf den Markt gebracht. Wieso sollte das diesmal anders sein? Allerdings sollten Fans ein Detail dabei nicht übersehen. GTA 6 ist das erste Spiel der Reihe, das ohne einen der wichtigsten Köpfe hinter dem Erfolg der Serie entsteht.
Dan Houser war von Beginn an in die Entwicklung der Reihe involviert und gilt damit als einer der Urväter von GTA – auch wenn er die Spielereihe technisch gesehen nicht erfunden hat. Allerdings verantworteten er und sein Bruder Sam Houser spätestens ab GTA 3 das kreative Fundament aller Spiele aus dem Hause Rockstar. Insbesondere im Bereich der Storys.
Dan Houser hat Rockstar im Jahr 2020 verlassen und sein eigenes Studio gegründet. In einem Interview mit Variety verriet die Entwicklerlegende nun, dass er bisher noch keine Minute Gameplay aus GTA 6 gesehen hat. Und das mit voller Absicht.
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Naturkatastrophen, Stadtteile & Tierwelt: So LEBENDIG wird die Open World von GTA 6!
Darum guckt sich Dan Houser das Gameplay nicht an
Dan Houser ist nicht untätig, seitdem er Rockstar verlassen hat. Der Entwickler werkelt mit seinem Studio Absurd Ventures aktuell an zwei Open-World-Projekten, die beide offiziell noch nicht enthüllt wurden. Gegenüber Variety verrät er aber immerhin, dass eins davon eine »Open-World-Komödie« wird und das andere ein dystopisches Sci-Fi-Spiel mit einer Spiele-KI, die außer Kontrolle gerät.
Sein Fokus liegt jetzt voll und ganz auf diesen komplett neuen Universen und laut Houser gehört es zu seinem kreativen Prozess, sich weitestgehend von allem anderen abzukapseln, was ihn irgendwie beeinflussen könnte:
Ich habe es noch nicht gesehen. Ich werde versuchen, es zu meiden, weil ich immer versuche, Dinge zu meiden, die mich ablenken oder in meiner Kreativität beeinträchtigen könnten. Und da ich einen Großteil meiner Zeit damit verbringe, Open-World-Spiele zu entwickeln, und den Rest meiner wachen Zeit damit, innovative Wege zu finden, sie zu vermarkten, muss ich mir nicht ansehen, was andere Leute tun.
Das ist auch nicht erst so, seitdem er nicht mehr bei Rockstar tätig ist. Laut Houser hat er sich schon bei der Entwicklung von GTA jahrelang schlicht geweigert, die Mafia-Serie Die Sporanos zu gucken und bei Red Dead Redemption wollte er keine anderen Western gucken:
Ich versuche, mir neue Herangehensweisen zu überlegen. Als wir an Red Dead Redemption gearbeitet haben, habe ich, sobald wir mit der Arbeit begonnen hatten, keinen einzigen Western mehr gesehen. Die Sopranos habe ich mir erst angesehen, nachdem ich Rockstar verlassen hatte.
Es fällt ihm sogar schwer, irgendwelche anderen Open-World-Spiele zu spielen. Das bedeutet aber nicht, dass Houser keine Inspiration aus anderen Quellen schöpft. Meist sind das aber älteren Dinge:
Ich bin kein Gamedesigner, sondern so etwas wie ein Kreativdirektor. Deshalb versuche ich immer, neue Dinge zu finden, die es so noch nicht gab, oder die ich – ganz offen gesagt – aus älteren Medien klauen kann, die mich einfach inspiriert haben oder über die ich schon immer nachgedacht habe.
Wird GTA 6 ohne Dan Houser gut?
Dass Dan Houser bei GTA 6 fehlt, ist durchaus ein spannender Faktor. Gerade der Storys könnte man durchaus anmerken, dass eine so prägende Person nicht länger am Schalthebel sitzt. GTA 6 befindet sich zwar schon länger in Entwicklung, als Dan Houser Rockstar verlassen hat. Laut ihm stammen Story und Charaktere aber nicht aus seiner Feder.
Aber natürlich kann ein derart großes Unternehmen wie Rockstar auf viele Ressourcen zurückgreifen und darunter werden auch jede Menge begabte Story-Autoren und Creative-Designer sein. Manche könnten ja sogar von Dan Houser gelernt haben.
Zuletzt hat sich mit dem Fall Leslie Benzies und MindsEye aber auch gezeigt, dass selbst Rockstar-Legenden mit ihren Projekten nicht automatisch auch große Erfolge feiern. Letztlich gehört immer viel Teamarbeit dazu, eine Spielereihe bei den Fans beliebt zu machen.
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