Es gibt so manche Überraschung im Leben, die man sich lieber erspart hätte. Das dürfte auch für den Fall gelten, um den es hier geht, da sich vermeintliche Neuware dabei als gebraucht entpuppt.
Was genau ist passiert?
- Ein Spieler hat sich in einem nicht näher benannten Geschäft eine externe SSD mit einer Größe von 1.000 GByte zugelegt, wie er bei Reddit berichtet. Genauer gesagt geht es um das Modell Gigastone P1000, das bei Amazon aktuell etwa 90 Euro kostet.
- Obwohl die SSD als Neuware verkauft wurde, ist sie randvoll mit etwa 800 GByte an Daten, hinter denen teils teure Programme stehen.
- Konkret geht es um Musik-Software wie Superios Drummer, Kontakt und EZdrummer, die beim Neukauf mit mehreren hundert Euro zu Buche schlägt. Zusammen kommen die Daten so schnell auf einen Wert von über tausend Euro.
Die Sache hat allerdings gleich zwei Haken.
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Das erste Problem
Der Hauptknackpunkt daran ist der Umstand, dass sich ein vermeintliches neues Produkt als gebrauchte Ware entpuppt.
- Solche Fälle kommen zwar vermutlich öfter vor, als wir sie bemerken, weil das nicht immer so offensichtlich ist wie hier. Derart eindeutig damit konfrontiert zu werden, dass die Neuware schon in Benutzung war, dürfte im Falle von Datenträgern aber doch eher die Ausnahme sein.
- Es empfiehlt es sich in einem solchen Fall, die Ware nicht zu nutzen und sofort wieder beim Händler umzutauschen.
- Grundsätzlich muss die Funktionsfähigkeit des Datenträgers aber nicht nennenswert negativ beeinflusst worden sein, wenn er noch nicht lange und unter starker Belastung im Einsatz war. Das lässt sich mit Tools wie CrystalDiskInfo bei Bedarf überprüfen.
Das zweite Problem
Der Käufer der SSD kann mit der darauf befindlichen Software gleich aus mehreren Gründen vermutlich nichts anfangen.
- Die Nutzung solcher Programme ist an Lizenzen gebunden und in der Regel nur auf den Systemen möglich, auf denen sie mithilfe dieser Lizenz installiert wurden.
- Sollten sich die Programme dennoch ohne Weiteres auf dem neuen Rechner starten lassen, dürfte es sich um Raubkopien handeln. Außerdem könnten sie Viren oder andere Schadsoftware enthalten.
- Zu guter Letzt nicht zu vergessen: Es handelt sich um sehr spezielle Tools, die ohnehin nur eine relativ kleine Zielgruppe überhaupt sinnvoll nutzen kann.
Immerhin ist die SSD so groß, wie auf der Verpackung beworben. Dass das beim Neukauf teilweise auch ganz anders aussehen kann, beweist dieser Fall:
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Habt ihr schon mal eine neue Festplatte oder SSD gekauft, die noch Daten enthalten hat? Und wie würdet ihr generell mit einem solchen Fall umgehen? Die SSD ohne weitere Umschweife beim Händler zurückgeben? Sie formatieren und nach einem Funktionscheck wie gewünscht einsetzen? Oder etwas ganz anderes? Schreibt eure Erfahrungen und Meinungen gerne in die Kommentare!
Best of GameStar: Dieser Artikel erschien bereits in einer früheren Version auf GameStar.de.


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