Die Beliebtheit von WhatsApp macht den Dienst auch für Betrüger interessant. Unser Redakteur Maxe Schwind durfte das vor ein paar Wochen am eigenen Leib erfahren und hat seine Erfahrung in einem Bericht festgehalten.
Meist erfolgt der erste Kontakt von Betrügern direkt über die Plattform. Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt in einer aktuellen Nachricht vor einer neuen Methode, die nicht über WhatsApp, sondern mit herkömmlichen Briefen beginnt.
Im Detail:
- Die Betrüger versenden ein Schreiben, das aussieht, als ob es von einer Schweizer Anwaltskanzlei kommt.
- Darin wird dem Adressaten ein Schadensersatzanspruch in Aussicht gestellt.
- Um das Geld zu erhalten, ist aber eine Überprüfung der Identität über WhatsApp erforderlich.
Laut der Verbraucherzentrale wird in dem Schreiben behauptet, dass die Adressaten Opfer eines Betruges im Zusammenhang mit Gewinnspielen oder Kryptowährung geworden seien.
Schadenersatz in Höhe mehrere tausend Euro wird in Aussicht gestellt. Allerdings verlangt die angebliche Kanzlei vorher eine Überprüfung der Identität.
Hierzu werden die Adressaten der Briefe aufgefordert, ein Foto ihres Personalausweises oder eines anderen offiziellen Dokuments über WhatsApp an die angebliche Kanzlei zu verschicken. Auch andere Methoden des Versands, unter anderem per E-Mail, werden erwähnt. Telefonnummern zum direkten Kontakt sind ebenfalls in dem Schreiben angegeben.
Mit der Kopie des Ausweises können die Betrüger dann unter anderem Konten oder Kredite im Namen des Opfers eröffnen.
So schützt ihr euch vor dem Betrug
General rät die Verbrauchzentrale dazu, niemals über WhatsApp oder andere Dienste Ausweisfotos oder sensible Dokumente zu versenden. Auch andere persönliche Daten wie Kontonummern oder Kreditkartendaten sollten nie übermittelt werden. Wie die Aufforderung dabei erfolgt, spielt hierfür keine Rolle.
Die Verbraucherzentrale rät in diesem Fall, Strafanzeige zu stellen und auf keinen Fall der Aufforderung nachzukommen. Bei Zweifeln empfiehlt sie zudem, bei offiziellen Stellen nachzuhaken.
Verbraucherzentralen sind über Betrugsmaschen in der Regel gut informiert, aber auch eine Recherche im Internet oder Kontakt zur Polizei kann Aufschluss geben.
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