Ich wollte WhatsApp den Rücken kehren und bin gescheitert

14 Tage lang habe ich WhatsApp den Rücken gekehrt, aber bin doch wieder zurück zur App.

In einem Selbstversuch habe ich WhatsApp deinstalliert. Aber lange hat es nicht angehalten. In einem Selbstversuch habe ich WhatsApp deinstalliert. Aber lange hat es nicht angehalten.

Warum habe ich WhatsApp deinstalliert? Ich nutze WhatsApp schon seit vielen Jahren. Damals kostete die App im Store sogar noch Geld. Heute nutzt die App fast jeder, den ich kenne. Ich kann mich also super vernetzen. Allerdings gibt es neben den positiven Faktoren auch Dinge, die mich nerven:

  • WhatsApp will Werbung schalten - im Reiter Aktuelles soll es künftig bezahlte Anzeigen geben.
  • KI: Ihr habt sicherlich alle schon den blauen Kreis bemerkt, der sehr auffällig in der Übersicht eurer Chats wohnt. Deaktivieren kann man ihn nicht. Es ist WhatsApps Art, euch zu sagen: Hallo, wir haben eine KI - nutzt sie doch!
  • Auch das Thema Datenschutz spielt eine Rolle für den Wechsel. Immerhin gehört WhatsApp zu Meta. Ein Konzern, dessen Geschäftsmodell für Datensammlung bekannt ist.

Vor ein paar Wochen beschloss ich, WhatsApp den Rücken zu kehren. Ich habe mir Signal und auch Threema besorgt und meinen Freunden gesagt, dass ich wechsle. Dem Ganzen gab ich dann zwei Wochen und wollte schauen, ob meine Kontakte nachziehen. Aber es war lange still.

Video starten 58:41 Die Smartphone-Sackgasse 2025: Wenn Gefühl Innovation verdrängt

Darum bin ich zurück bei WhatsApp

Ich dachte mir schon, dass der Wechsel nicht ganz einfach wird. Ein paar meiner Freunde sind schon bei anderen Messengern vertreten, aber viele nutzen WhatsApp exklusiv und ohne Alternative.

Kaum jemand zog mit: In den zwei Wochen, in denen ich kein WhatsApp hatte, kommunizierte ich mit Freunden per Anruf, RCS-Message oder eben über Threema und Signal. Allerdings waren es nur etwa eine Handvoll meiner Kontakte, die bereit waren, sich einen anderen Messenger zuzulegen. Und es dauerte auch ein paar Tage.

Noch schwieriger war es bei Gruppen für die Schulklasse und für die Familie. In meinem Umkreis zeigten besonders die älteren Leute wenig Begeisterung, den Messenger zu wechseln. Schließlich müssten sie den Umgang damit wieder neu lernen, und das ist im fortgeschrittenen Alter nicht ganz so leicht. Und eine Schul-Chatgruppe komplett zu einem Wechsel zu bringen, scheint aktuell nahezu unmöglich zu sein.

Dass wenige meiner Freunde mitgezogen sind, ist für mich weniger entscheidend als der Punkt mit Schul- und Familiengruppe. Und das ist schließlich auch der entscheidende Punkt, weswegen ich den Messenger wieder installiert habe. Darum bin ich jetzt zurück, aber nicht ganz.

Ich bin nicht ganz zurück: Zwar habe ich WhatsApp wieder installiert, verbringe nun aber täglich viel weniger Zeit mit der App. Benachrichtigungen der Gruppe haben bei mir einen Klingelton, die von Freunden sind stummgeschaltet. Sie wissen, dass sie mich besser per Anruf erreichen können, wenn es mal schnell gehen muss. Zusätzlich habe ich die anderen Messenger weiterhin installiert und beobachte, ob sich weitere Kontakte doch noch zum Wechsel entschließen.

Für mich ist das ein guter Kompromiss. Zwar ging mein Plan nicht vollständig auf, aber ein erster Schritt ist gemacht.

Wie sieht es bei euch aus? Nutzt ihr WhatsApp oder seid ihr auf Alternativen umgestiegen?

zu den Kommentaren (5)

Kommentare(5)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.