Whatsapp - Mindestalter der Nutzer auf 16 Jahre angehoben

Der Messenger Whatsapp ändert seine Nutzungsbedingungen und fordert nun von den Nutzern ein Mindestalter von 16 Jahren.

von Georg Wieselsberger,
16.04.2018 08:23 Uhr

Whatsapp ändert seine Nutzungsbedingungen und hebt das Mindestalter an.Whatsapp ändert seine Nutzungsbedingungen und hebt das Mindestalter an.

Der beliebte Messenger Whatsapp wird vermutlich auch von vielen Kindern und Jugendlichen verwendet, denn das Mindestalter für die Nutzung ist seit langer Zeit auf 13 Jahre festgelegt. Jüngere Nutzer brauchen allerdings die Zustimmung eines Elternteils oder Erziehungsberechtigten.

Wie WABetaInfo meldet, arbeitet Whatsapp gerade an einer neuen Version der Nutzungsbedingungen, bei denen das Mindestalter auf 16 Jahre angehoben wird.

Vermutlich DSGVO als Grund

Diese Änderung dürfte einige junge Nutzer betreffen und könnte im Zusammenhang mit der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) stehen. Die Änderungen der Verordnung sehen unter anderem vor, dass die Daten von Personen erst dann verarbeitet werden dürften, wenn sie dazu eine Einwilligung abgegeben haben.

Außerdem ist die Abgabe einer solchen Einwilligung erst dann gültig, wenn die Person mindestens 16 Jahre alt ist. Die gefundenen Änderungen an den Nutzungsbedingungen von Whatsapp entsprechen also diesen Anforderungen, die ab dem 25. Mai 2018 in der Europäischen Union gelten.

Keine Altersüberprüfung

Allerdings gibt es in Whatsapp keinen Zwang zu einer Altersüberprüfung, so dass der zu Facebook gehörende Dienst gar nicht sicherstellen kann, dass ein Nutzer das Mindestalter erreicht hat. Ähnliche Änderungen wird es vermutlich bis zum 25. Mai 2018 bei weiteren Angeboten geben, die Daten verarbeiten und dafür eine Einwilligung der Nutzer benötigen.

Ohne Überprüfung dürfte das aber darauf hinauslaufen, dass die Dienste den rechtlichen Ansprüchen nur auf dem Papier genügen. Ob das den Datenschützern reicht, wird sich noch zeigen müssen. Gerade bei einem marktdominierenden Dienst wie Whatsapp, der auch noch zu Facebook gehört, dürften die Datenschützer wohl etwas genauer hinsehen.

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