Windows 10 - Microsoft verspricht mehr Qualität bei Updates

Passend zur Neuveröffentlichung des Oktober-Updates für Windows 10 hat Microsoft klargestellt, dass Update künftig besser auf Qualität getestet werden sollen.

von Georg Wieselsberger,
14.11.2018 08:13 Uhr

Microsoft verspricht mehr Fokus auf die Qualitätskontrolle bei künftigen Updates für Windows 10.Microsoft verspricht mehr Fokus auf die Qualitätskontrolle bei künftigen Updates für Windows 10.

Das Oktober-Update für Windows 10 war vermutlich der letzte Tropfen, der das Fass irgendwo bei Microsoft zum Überlaufen brachte. Denn das Jahr 2018 war in Sachen Updates für Windows 10 kein Ruhmesblatt für das Unternehmen. Schon das April-Update musste wegen Abstürzen zunächst kurzfristig verschoben und dann nach Veröffentlichung wegen weiterer Probleme schnell ausgebessert werden.

Das Oktober-Update löschte in manchen Fällen sogar Dateien von den Rechnern und hatte viele weitere kleine Probleme, die sogar vor Veröffentlichung bekannt waren, aber augenscheinlich ignoriert wurden. Zusammen mit der vorherigen Entlassung vieler angestellter Tester warf das ein schlechtes Licht auf das Betriebssystem und die Qualitätsprüfung von Microsoft. Nebenbei sorgte in der letzten Woche ein Serverproblem dafür, dass Windows 10 Pro sich auf manchen Rechnern plötzlich deaktivierte.

In einem Blogbeitrag verteidigt Michael Fortin vom Microsoft zunächst das Vorgehen des Unternehmens und erklärt, dass die verwendeten Testmethoden eine hohe Qualität sicherstellen sollen und neue Versionen von Windows 10 nicht nur von Windows Insidern, sondern auch bei Microsoft selbst und von den vielen OEM-Partnern getestet werden.

Der PC bootet nicht mehr - Erste Hilfe bei Start-Problemen

Auch bei der langsamen Verteilung eines großen Updates gibt es spezielle Strategien. Nutzer, die manuell nach Updates suchen, werden bevorzugt versorgt. Außerdem soll über Maschinenlernen sichergestellt werden, dass PCs mit Konfigurationen, die Probleme bereiten können, das Update zunächst nicht erhalten. Telemetrie-Daten und Nutzer-Feedback sollen dabei helfen, neue Probleme schnell zu entdecken und zu beheben.

Laut Fortin ist die Anzahl an Supportanfragen zu Windows 10 trotz immer mehr Installationen gesunken und mit dem April-Update seien besonders viele Nutzer zufrieden gewesen. Da all das aber die Probleme mit dem Oktober-Update nicht verhindert hat, verspricht Fortin, dass Microsoft sich noch mehr anstrengen wird, Probleme zu vermeiden und schnell und offen zu reagieren, falls doch welche auftreten sollten. Man habe vor, alle Möglichkeiten einzusetzen und sich auf qualitätsorientierte Innnovationen bei Produktdesign, Entwicklung, Prüfung und Bereitstellung zu konzentrieren - weitere Blogposts zum Thema sollen folgen, um die Entwicklung transparenter zu machen.

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