Zunächst war nur Windows 11 von Problemen mit dem aktuellen und noch optionalen Patch KB5034204 betroffen. Hier zählten abstürzende Taskleisten und Dateiexplorer zu den meistgenannten Bugs.
Nun häufen sich auch Nutzerberichte zu Windows 10, wonach einige native Microsoft-Apps nach dem zugehörigen KB5034203-Update den Dienst verweigern. Die Ursache scheint geklärt, doch einen Fix gibt es bisher nicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Windows 10 Nutzer berichten von Problemen nach dem KB5034203-Update
- Einige native Microsoft-Apps funktionieren nicht mehr korrekt
- Der Fehler wird auf veraltete Hardware zurückgeführt, Fix ist noch nicht verfügbar
Folgende Probleme werden gemeldet: Nach Installation des KB5034203-Updates für Windows 10 22H2 berichten mehrere Nutzer in Microsofts Support-Forum, dass einige der Bordmittel des Betriebssystems nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren.
Dabei handelt es sich unter anderem um die Foto-App, den Taschenrechner oder die Kalender-App. Normalerweise werden solche Bugs in der App zu Microsofts Feedback-Hub gemeldet - ironischerweise quittiert auch dieses bei einigen Usern den Dienst.
Das soll die Ursache sein: Als Verantwortlicher für die Probleme wird laut dem Portal The Register veraltete Hardware ausgemacht. So sei ein Großteil der Nutzer, die auf solche Bugs hinweisen, noch mit Intels Core 2 Duo/Quad oder AMD Athlon als Prozessor ausgestattet.
Offiziell unterstützt Microsoft diese CPUs in Windows 10 gar nicht, doch ließ sich das Betriebssystem bisher dennoch regulär installieren, nutzen und aktualisieren.
Eine von manchen Berichten im Support-Forum gewitterte Verschwörung, wonach das Unternehmen euch zum Wechsel auf neuere Hardware (und idealerweise auch gleich zu Windows 11) zwingen möchte, darf getrost ins Reich der Fabeln verwiesen werden.
Vielmehr scheint es schlichtweg ein einfacher Fehler im Update zu sein, der eine Befehlssatzerweiterung einführt, die die älteren Prozessoren nicht unterstützen - was wiederum zu den abstürzenden Apps führt.
Microsoft selbst hat sich bisher nicht zu den Berichten geäußert.
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Das könnt ihr dagegen tun
Solltet ihr von Problemen nach dem jeweils aktuellen Patch betroffen sein, gilt unabhängig von der Hardware und der OS-Version: Update deinstallieren geht immer. Hierfür müsst ihr die nachfolgenden Schritte durchführen.
- Öffnet die Einstellungen-App und klickt auf den Reiter »
Windows Update
« auswählen - Wählt »
Update-Verlauf
« - Ruft »
Updates deinstallieren
« auf - Sucht den jeweiligen Patch (in diesem Fall: KB5034203) in der Liste und deinstalliert ihn mit Klick auf »
Deinstallieren
« - Startet schließlich euren PC neu
Zudem solltet ihr vorläufig die Auto-Update-Funktion von Windows deaktivieren, um nicht versehentlich wieder in dieselben Probleme zu rutschen.
Liegt der Fehler tatsächlich an der veralteten Hardware - und so kann man Intel Core 2 Duo/Quad und AMD Athlon bei einer mehr als 15 Jahre zurückliegenden Veröffentlichung sicherlich bezeichnen - wäre auch ein CPU-Upgrade allmählich einen Gedanken wert. Unsere Empfehlungen findet ihr hier:
- Gaming-Prozessoren: Das solltet ihr vor dem Kauf eurer nächsten Intel- oder AMD-CPU unbedingt wissen
Jetzt seid ihr gefragt: Habt ihr Probleme nach dem jüngsten KB5034203-Update für Windows 10 feststellen können? Kann das wie in den obigen Nutzerberichten bei euch an älteren Prozessoren wie Intels Core 2 Duo und AMD Athlon liegen oder seht ihr die Ursache doch bei der Windows-Aktualisierung selbst? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
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