Windows 11 vs. Windows 10: Warum das neue Betriebssystem schneller ist

Windows 11 soll nicht nur sicherer und stabiler werden als Windows 10, sondern auch schneller. Microsoft erklärt, wie das geht.

von Alexander Köpf,
10.09.2021 11:48 Uhr

Am 5. Oktober 2021 erscheint die erste finale Version von Windows 11. Microsofts neues Betriebssystem soll »sicherer und stabiler« werden als seine Vorgänger. Dafür wurden die Systemanforderungen auch ordentlich in die Höhe getrieben.

Ein Prozessor aus AMDs Ryzen-2000- und Intels Core-i-8000-Reihe muss es den offiziellen Systemanforderungen nach mindestens sein, um Windows 11 in vollen Zügen genießen zu können und nicht etwa auf wichtige Funktionen verzichten zu müssen:

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Windows 11 soll schneller werden

Doch es kommt offenbar nicht nur auf Sicherheit und Stabilität an, sondern auch auf die Performance, wie aus einem aktuellen Video mit Microsofts Vice President of Enterprise Management Steve Dispensa hervorgeht. Das ganze Video in englischer Sprache könnt ihr euch hier ansehen:

Link zum YouTube-Inhalt

Windows 11 soll demnach spürbar knackiger und schneller werden. Im Fokus stehen Speicher- und Prozessoptimierungen. Anwendungen, die im Vordergrund laufen, werden höher priorisiert, sodass sie selbst unter starker Systemlast noch gut funktionieren und nicht etwa ins Stottern geraten. Ihnen wird mehr Speicher und Rechenpower zugewiesen. Der Start von Programmen soll ebenfalls deutlich schneller werden, selbst wenn bereits mehrere Anwendungen laufen.

Änderungen am Edge-Browser sollen den Arbeitsspeicherbedarf durchschnittlich um 32 Prozent und die CPU-Auslastung um 37 Prozent reduzieren. Das Stichwort heißt: Schlafmodus. Inaktive Browser-Tabs werden nach einer konfigurierbaren Zeit in den Schlafmodus versetzt und somit Ressourcen eingespart. Von den Verbesserungen am Edge-Browser dürften daher auch Nutzer von Windows 10 profitieren .

Besonders hebt Dispensa das Aufwachen von Windows 11 hervor. Das soll nicht mehr mehrere Sekunden dauern, sondern auf den beinahe unverzüglich erfolgen, so wie man es von Smartphones her kennt. Dazu wird die Hardware besonders angesprochen, um das Speichermanagement zu verbessern. Gleichzeitig wird Rechenpower Schlüsselaufgaben vorbehalten, die wirklich gebraucht werden.

Was die Systemanforderungen für Windows 11 anbelangt, gibt Dispensa dementsprechend eine klare Antwort:

"Dass Intel Core-i-8000, AMD Ryzen 2000 neuern Chips vorausgesetzt werden, trägt definitiv zur Performance bei."

Dennoch sei die Kombination aus Sicherheit und Performance entscheidend, allerdings mit größerem Fokus auf die Sicherheit. Wie gut Windows 11 mit einem Prozessor läuft, der nicht dafür vorgesehen ist, lest ihr im folgenden Artikel:

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Microsoft hatte früher schon einmal erklärt, warum die Systemanforderungen für Windows 11 vergleichsweise hoch ausfallen. Die Aussage von Dispensa unterstreicht jedoch, dass die Performance eine entscheidende Rolle spielt.

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