Windows 11: Bevor das neue Startmenü kommt, will Microsoft erst einmal schlanker werden

Microsoft arbeitet an einem WinUI-Update, das den Speicherverbrauch nativer Windows-11-Apps senken soll – noch vor dem Umbau von Startmenü und Benachrichtigungscenter.

Microsoft arbeitet an einem schlankeren WinUI-Framework, bevor Windows-11-Komponenten wie das Startmenü komplett darauf umgestellt werden. (© MDKHURSHED via Adobe Stock) Microsoft arbeitet an einem schlankeren WinUI-Framework, bevor Windows-11-Komponenten wie das Startmenü komplett darauf umgestellt werden. (© MDKHURSHED via Adobe Stock)

Windows 11 gilt bei vielen als RAM-Fresser – und laut einem Bericht von Windows Latest hat Microsoft dieses Problem endlich erkannt. Das Unternehmen bereitet demnach ein größeres Update vor, das gezielt den Speicherverbrauch nativer Apps und Systemkomponenten senken soll.

Im Zentrum steht WinUI – das moderne UI-Framework, mit dem Microsoft nach und nach klassische Windows-Bausteine wie das Startmenü und die Agenda-Ansicht im Benachrichtigungscenter neu aufbaut. Genau dieses Framework soll nun zuerst schlanker werden, bevor größere Teile der Oberfläche darauf umgestellt werden.

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Ein neuer System-Compositor für mehr Effizienz

Laut Chris Anderson, Ingenieur im Windows-UI-Team bei Microsoft, hat das Unternehmen bereits deutlich in einen geringeren Speicherverbrauch investiert und überführt WinUI zudem auf einen neuen System-Compositor – eine Softwarekomponente, die dafür zuständig ist, wie Fenster und Grafikelemente auf dem Bildschirm zusammengesetzt werden. Beides zusammen soll Apps und das System spürbar beschleunigen.

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Das WinUI-basierte Startmenü und die Agenda-Ansicht im Benachrichtigungscenter sollen laut Windows Latest weiterhin kommen – nur eben erst, nachdem die Speicher- und Performance-Probleme des Frameworks behoben sind. Microsoft testet intern bereits entsprechende Anpassungen, bevor das neue Startmenü ausgeliefert wird.

Optisch dürfte sich am Startmenü selbst kaum etwas ändern. Spürbar werden sollen vor allem weniger Ruckler auf schwächeren Rechnern und ein insgesamt geringerer Arbeitsspeicherbedarf.


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Manche Entwickler fürchten offenbar, Microsoft könnte WinUI – wie schon frühere UI-Frameworks – irgendwann fallen lassen. Anderson widersprach dem gegenüber Windows Latest deutlich: Es gebe keinerlei Pläne für ein komplett neues Framework, WinUI bleibe der Weg nach vorn.

Als Zeichen dieses Bekenntnisses streicht Microsoft künftig sogar die Versionsnummer aus dem Namen: Aus »WinUI 3« wird schlicht »WinUI«. Ob und wann konkrete Benchmarks nach den Anpassungen vorliegen, ließ das Unternehmen bislang offen.


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