Windows 8 - Microsoft reagiert auf Kritik wegen fehlender DVD-Unterstützung

Microsoft hat im offiziellen Windows 8-Entwicklerblog auf die teils heftige Kritik reagiert, den der Verzicht auf integrierte DVD-Unterstützung ausgelöst hat, und versucht, den Schritt ausführlicher zu begründen.

von Georg Wieselsberger,
09.05.2012 14:14 Uhr

Wie Microsoft in den FAQ zu diesem Thema nochmals betont, müssen bisher Käufer von Windows 7 in nahezu allen Editionen im Kaufpreis auch den Lizenzbetrag für die DVD-Wiedergabe bezahlen, selbst wenn der verwendete Rechner nicht einmal ein DVD-Laufwerk besitzt.

Die eigenen Informationen aus dem Verkauf und Nutzungsstatistiken würden zeigen, dass man die DVD-Codecs an eine große Anzahl von PCs ausgeliefert habe, die entweder keine DVDs abspielen können oder dazu einfach nie verwendet werden.

Zwar seien die Kosten für den Codec mit 2 US-Dollar pro Einheit recht gering, doch jedes Jahr würden so mehrere Hundert Millionen Dollar fällig. Über die Lebensdauer eines Betriebssystems müsste Microsoft sogar deutlich über eine Milliarde US-Dollar für einen Codec bezahlen, obwohl viele Rechner ihn gar nicht verwenden werden.

Bei Windows 8 , das auch auf Tablets oder Laptops installiert sein wird, die ohne optische Laufwerke ausgeliefert werden, wird dies nicht mehr der Fall sein. Selbst bei einem Upgrade von Windows 7 auf Windows 8 wird der bislang mitgelieferte Codec nicht übernommen, da dessen Nutzungsrechte nicht für neue Windows-Versionen gelten. Software von Drittanbietern, die DVDs abspielen kann und mit Windows 8 kompatibel ist, ist davon aber nicht betroffen. Außerdem besteht die Möglichkeit, über ein Upgrade-Pack mit dem Media Center auch den DVD-Codec wieder zu erwerben.


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