Wir haben jahrelang versucht, das Rad neu zu erfinden. Jetzt stellt sich heraus, dass man es einfach durch Zirkus-Bälle ersetzen kann

Okay, zugegeben: In den normalen Verkehr entlassen sollte man dieses Gefährt nicht. Aber es sind trotzdem so aus, als würde das Fahren damit sehr spaßig sein.

Eine Konstruktion, die euch so wahrscheinlich noch nicht untergekommen ist. (Bild: Youtube - James Bruton) Eine Konstruktion, die euch so wahrscheinlich noch nicht untergekommen ist. (Bild: Youtube - James Bruton)

Es gibt immer wieder Versuche, neue Arten von Zweirädern zu entwickeln. Wer GameStar Tech länger verfolgt, kennt einige davon bereits, wie die unten verlinkten Artikel zeigen.

Ein neues Experiment dieser Art des britischen YouTubers James Bruton zeigt nun eine Version, die uns bislang noch nicht begegnet ist. Im Gegensatz zu den bisher bei GameStar Tech thematisierten Projekten handelt es sich dabei um eine Art Motorrad, nicht um ein Fahrrad.

Das so entstandene Gefährt müsste jedoch statt Zweirad die Bezeichnung Zweiball tragen, wie schon auf dem Bild oben zu erkennen ist.

Wie funktioniert das spezielle Gefährt?

  • Das Fahrrad soll omnidirektional sein. Die Grundidee ist also, dass man sich sowohl vor- und zurück als auch seitwärts und diagonal damit bewegen kann.
  • Statt Rädern kommen zwei Bälle zum Einsatz. Genauer gesagt handelt es sich um stabile Zirkusbälle mit dem Namen Walking Globes. Sie sind ihrer Bezeichnung entsprechend ursprünglich für Kunststücke gedacht, bei denen man auf den Bällen läuft.
  • Die Bewegung der Bälle erfolgt über motorisierte kleinere Räder. Bruton hat sie gegenüber voneinander an der Sitzkonstruktion angebracht, die wiederum oberhalb der beiden Bälle aufgelegt wird.

Wie gut das Ganze in der Praxis funktioniert, könnt ihr euch im unten eingebetteten Videos des YouTubers ansehen.

Für den Bau des ungewöhnlichen Gefährts verwendet Bruton unter anderem Teile aus einem 3D-Drucker.

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An der Praxistauglichkeit hapert es noch

Damit die antreibenden Räder sich möglichst nicht gegenseitig behindern, insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten, sind sie in einem 90-Grad-Winkel zueinander montiert, wie der YouTuber erklärt.

Allerdings gibt es im Praxistest noch andere Probleme. So ist die Halterung mit dem Lenker und den Motoren in der im Video gezeigten Version des Gefährts lose auf den Bällen angebracht. Deshalb können sie recht leicht aus der Konstruktion herausspringen, wenn man sich etwa zu sehr zur Seite neigt.

Außerdem werden die Bälle mit der Zeit durch Staub und Schmutz immer rutschiger, weshalb es wichtig ist, sie regelmäßig zu reinigen.

Video starten 1:42 Season: A letter to the future - Meditativer Fahrradausflug im Angesicht der Apokalypse

Ein Experiment, kein Pilotprojekt

Letztlich spielt es keine große Rolle, welche Probleme der Zweiball hat und wie leicht (oder schwer) sie sich lösen ließen. Schließlich handelt es sich eher um eine Machbarkeitsstudie als um ein für die Allgemeinheit gedachtes Projekt.

Beim Anblick des Videos ist es uns aber durchaus so ergangen, dass wir das Gefährt selbst einmal ausprobieren möchten.

Lasst uns gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr das auch so empfindet und wie ihr generell über das Experiment des YouTubers James Bruton denkt.

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