Der YouTube-Kanal Kitboga ist bekannt für seine Videos zum Thema Scammer, also Online-Betrügern. In dem recht aktuellen Beitrag »Betrüger dazu zwingen, unlösbare Captchas zu lösen« kombiniert er das mit etwas, das uns wohl alle schon einmal ein wenig verrückt gemacht hat: Captchas.
Dabei handelt es sich um mehr oder weniger simple Aufgaben, die man auf manchen Webseiten lösen muss, um zu beweisen, dass man ein Mensch ist und kein Bot. Ein Klassiker ist etwa das Auswählen von Bildern, auf denen Autos oder Ähnliches zu erkennen sind.
Wie Scammer und Captchas zusammenkommen:
- Kitboga macht Betrügern Hoffnung auf Zugriff zu einem Bitcoin-Vermögen im Wert von etwa einer Million Dollar über einen Kraken-Account.
- Vorab hat er seine Community gebeten, möglichst nervige und schwere, aber dennoch einigermaßen realistisch wirkende Captchas zu entwickeln.
- Bevor es im Kontakt mit den Scammern zum entscheidenden Schritt der Übertragung des Bitcoin-Vermögens kommt, müssen sie sich mit genau diesen Captchas auseinandersetzen.
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Spannend ist dabei aus unserer Sicht vor allem eine Frage: Würden wir glauben, dass manche dieser Captchas echt sind, wenn wir sie selbst lösen müssten?
Von den verschiedenen Varianten könnt ihr euch im unten eingebetteten Video selbst einen Eindruck verschaffen.
Unter dem Video nennen wir euch einige beispielhafte Highlights, falls ihr das lieber schneller in Textform tun wollt.
Link zum YouTube-Inhalt
Einige der schlimmsten Captchas aus dem Video:
- Grillmeister gefragt: Die Aufgabe lautet, verschiedene Lebensmittel perfekt zu grillen. Dafür müssen sie die optimale Zeit auf dem Grill abgelegt werden. Aber bloß aufpassen, dass das Steak nicht zu stark durchgebraten wird!
- Echter Vogel oder nicht? Hier gilt es zu erkennen, ob ein Vogelzwitschern von einem echten Tier stammt oder nicht. Besonders fies: Zwischen dem Abspielen der Töne muss man sich jedes Mal eine quälend langsam sprechende KI-Stimme anhören, die den nächsten Sound ankündigt und an die Regeln erinnert.
- Die aktuelle Uhrzeit auswählen: Klingt simpel. Aber es gibt nicht nur zwei verschiedene Schieberegler für die Stunde und die Minuten und ein Zeitlimit, sondern auch ein Drop-Down-Menü für die Sekunden – mit ausgeschriebenen Zahlen. Dort steht also nicht
22, 23
und so weiter, sondernZweiundzwanzig, Dreiundzwanzig
und so weiter. - Ziffern in aufsteigender Reihenfolge von 1 bis 7 auswählen: Das klingt ja sogar noch einfacher als das Captcha davor! Aber auch hier gibt es ein kleines Problem: Nach dem ersten Durchlauf sind die Ziffern nur äußerst kurz zu sehen und danach werden sie mit einem schwarzen Kästchen verdeckt.
- Einen Hund küssen: Ausnahmsweise müssen mal keine Bilder mit Hunden ausgewählt werden, sondern ein Kussmund 15 Mal an der richtigen Stelle platziert werden (also auf der Schnauze)? Doch Vorsicht ist geboten! Das Captcha merkt, wenn eure Küsse nicht von Herzen kamen und ihr müsst nochmal erneut loslegen.
Apropos Hunde auf Captchas
: Man kann nur froh sein, dass sich die Idee aus dem unten verlinkten Artikel sich augenscheinlich nicht durchgesetzt hat.
Das Ende vom Lied
Kitboga sagt am Ende seines Videos, dass mehrere Scammer stundenlang
versucht haben, an das vermeintliche Bitcoin-Vermögen zu gelangen.
Doch über die praktisch unlösbaren Captchas ist nie einer hinausgekommen.
Besonders passend ist in dem Zusammenhang die Abfrage, bei der ein Bitcoin in einem von drei Portemonnaies verschwindet, die anschließend die Position wechseln.
Wenn ihr es in Echtzeit schafft, am Ende den richtigen Geldbeutel auszuwählen, ohne zu raten, bekommt ihr von Kitboga die eine Million Dollar, wie er mir versichert hat. Viel Glück!
Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, wie ihr das Video von Kitboga findet und welches der Captchas für euch am schlimmsten beziehungsweise unterhaltsamsten war.
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