Äußerst gelungene Zombie-Hatz

Left 4 Dead, das 2008 erschienen ist, war zu dieser Zeit das wohl beste Zombiespiel aller Zeiten !Umso verwunderter waren einige Fans des Koop-Shooters, als...

von ToddxP am: 30.11.2010

Left 4 Dead, das 2008 erschienen ist, war zu dieser Zeit das wohl beste Zombiespiel aller Zeiten !
Umso verwunderter waren einige Fans des Koop-Shooters, als schon ein Jahr später der nächste Teil rauskommen sollte. Viele Fans waren äußerst enttäuscht und hatten Sorgen, dass der erste Teil nichtmehr supportet werden würde. Es wurde sogar ein Gegeninitiative gegründet die jedoch nach einiger zeit eingestellt wurde.
Im folgenden Test werden sie lesen, ob die Neuerungen des zweiten Teils überzeugen und ob sich ein Kauf auch wirklich lohnt.

Die Story

Wie in so gut wie allen Zombiespielen geht es auch in der Left 4 Dead Reihe um eine große Apokalypse, in der sich ein paar wenige Überlebende zu retten versuchen. Da das Nach dem relativ dunklen ersten Teil spielt der zweite in der sonnigeren New-Orleans Gegend auch oft bei Tageslicht. Auch die Überlebenden haben ihre Rollen getauscht und werden durch die coolen Charaktere Coach, Ellis, Rochelle und Nick ersetzt. In einer Kampagne treffen die 4 sogar auf die Überlebenden des ersten Teils, was für die Spieler von diesem ein tolles Erlebnis sein dürfte. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass L4D2 ein Multiplayer-Spiel ist und die Story keine große Bedeutung auf das Spielerlebnis hat.

Die Boss-Zombies

Wer den ersten Teil gespielt hat, erinnert sich garantiert an die 5 Boss-Zombies. Den überstarken Tank; den fiesen Hunter, der sich auf die Überlebenden stürzt ; die geheimnissvolle Witch; den Smoker, der die Überlebenden mit seiner Zunge packt um sie danach zu zerfetzen und den mit Schleim kotzenden Boomer, der Zombieherden auf die Spieler lockt. Nun kommen 2 neue Bosse zu dieser „Schreckensschar“ hinzu. Einer wird Jokey genannt und er hat die Aufgabe, auf den Rücken eines Überlebenden zu springen, um ihn in Gefahrenbereiche zu locken. Dann gibt es auch noch den Spitter, der den Boden unter den Spielern mit giftigem Schleim vollspuckt, was in einer schnell tödlichen Situation enden kann, da der Schleim immer mehr Gesundheit abzieht wenn man lang in ich steht.
Insgesamt kann man sagen, dass es zwar „nur“ 2 Neuerungen bei den Bossen gibt, diese jedoch gut integriert wurden und auch gut ins Spielgeschehen passen.

Die Spielmodi

Neben den drei bereits bekannten Modi „Kampagne“, „Survival und „Versus“ des Ersten Teils, sind jetzt die Modi „Mutation“ und Scavenge“ hinzugekommen.
Im klassischen Kampagnen Modus versucht man mit seinen Kameraden ein bestimmtes Szenario ( Karneval, Sumpfgebiet) zu überleben. Von diesen gibt es 5 Stück und diese laden zum wiederholten Spielen ein. Im Survival-Modus muss man, wie der Name schon sagt, so lange überleben wie nur möglich. Er wird auf einer der Karten des Kampagnen-Modus gespielt und ist durch die Medaillen die man bekommt wenn man eine gewisse Zeit überlebt sehr ermutigend. Wem die einfachen Kampagnen zu langweilig erscheinen, der spielt diese im Versus-Modus. Dort werden die Boss-Zombies von menschlichen Spielern gespielt, wobei beim Erreichen jedes Schtzuraumes die Rollen getauscht werden. Da dieser Modus aber schon einiges an Spielverständnis mitbringt sollten Anfänger vorerst die Finger von ihm lassen!
Dies waren die schon bekannten Modi. Nun widmen wir uns den 2 Neuen. In einem von ihnen, dem „Mutation-Modus“, ist euer ganzen „Team“ ausschließlich mit einer M60, also einem schweren Geschütz, bewaffnet. Mit diesem lässt es sich noch besser durch die Zombiemassen preschen. Im anderen komplett neuen Modus, „Scavenge-Modus“ genannt, treten 2 Vierer-Teams gegeneinander an. Eins übernimmt die Rolle der Überlebenden, das andere die der Boss-Infizierten. Diese müssen verhindern, dass die 4 Kameraden einen Generator mit Benzin befüllen. Nach einer gewissen Zeit werden die Teams gewechselt und wer am Ende die meisten Kanister eingefüllt hat gewinnt. Mir persönlich gefällt dieser Modus sehr gut und mittlerweile ist er sogar zu meinem liebsten geworden, da es neben dem Versus-Modus der einzige ist, in dem 2 Gruppen gegeneinander spielen können. Im großen und ganzen hat das Spiel also 2 wirklich tolle Modi hinzubekommen, auch wenn es durchaus noch ein paar weiter geben hätte können.

Waffen und Ausrüstung


Wie in Shootern üblich, bahnt man sich in L4D2 seinen Weg bis zum Ziel mit klassischen Sturmgeschützen wie der AK-47 oder reichlichen Shotguns. Neue Waffen gibt’s im zweiten Teil aber reichlich. Neben Waffen wie der Scar oder der Desert Eagle gibt es jetzt vor allem auch Nahkampfwaffen. Diese sind sogar an die Umgebung angepasst. (Auf einem Rockkonzert liegen Gitarren usw.) Weitere Neuerungen sind das Werfen von Boomer-Kotze, was Gegner anlockt, das wiederbeleben von gefallenen Spielern und die Adrenalinspritze, mit der man für kurze Zeit schneller ist und so besser durch Zombiemassen durchkommt.
Wie man sehen kann haben sich die Entwickler also bemüht, das eher mickrige Waffenarsenal des Vorgängers aufzustocken und abwechslungsreich zu gestalten, was ihnen wahrlich gelungen ist!

Die Technik

Wenn man Left 4 Dead 2 mit anderen Action Titeln wie Crysis oder Far Cry 2 vergleicht, muss man zugeben dass die Grafik leider nicht mithalten kann. Trotzdem ist sie im Vergleich zum Ersten Teil aufpoliert worden und einige Details wie das Licht oder die Texturen sehen nun deutlich besser aus. Der Sound ist jedoch sehr gelungen und die Geräusche sind gut ins Spiel integriert. Auch die speziellen Geräusche der Boss-Zombies sorgen für reichlich Atmosphäre. Nach dem Kauf sollte man die Sprecher auf Englisch stellen, da diese weitaus besser gesprochen sind, als die nur durchschnittlichen deutschen. Und da wären wir auch schon bei meinem größten Kritikpunkt: Die deutsche Cut-Version. In dieser gibt es weniger Blut und auch die Körperteile der Zombies können nicht abgetrennt werden. Was jedoch am meisten stört, sind die schon wenige Sekunden nach Beschuss verschwindenden Zombies. Das hätte bei einem solchen Spiel wirklich nicht sein müssen, da es reichlich Atmosphäre kostet. Es ist einfach nicht real, wenn man in einem Hotelzimmer 20 Zombies nacheinander tötet und das Zimmer danach aussieht wie frisch geputzt. Wer die Uncut-Version haben will, muss sie sich wohl leider importieren, der USK sei dank!
Auch noch nennenswert ist, dass das Spiel nur über Valves Plattform Steam aktiviert werden kann und somit nicht mehr verleibar ist. Vorteile bringt Steam jedoch auch mit! Es ist nun deutlich einfacher mit seinen Freunden zu spielen, da diese ganz einfach in eine Partie eingeladen werden können. Auch gibt es mehrere Dutzend Errungenschaften die zum Spielen ermutigen. Also ist Steam ein zweischneidiges Schwert, um das man wohl um zu spielen

Fazit

Als Spieler des ersten Teils war ich zunächst auch skeptisch und wartete den Kauf erst einmal ab. Jetzt habe ich es mir doch gekauft und ich muss wirklich sagen, dass es den Vorgänger durch die neuen Modi, Zombies und Waffen sogar noch übertrifft. Das Spiel enthält gute Kampagnen und wird immer noch gut supportet. Da kann man auch über den schrecklichen Cut hinwegsehen.
Jetzt will ich nur noch rauslassen, dass ich Left 4 Dead 2 jedem empfehle, der auf Zombies und reichlich Spannung steht. Klasse Spiel!

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Wertung
Pro und Kontra
  • Grafik: -Schöne Texturen
  • Sound: -gute Soundkulisse
  • Balance: -viele wählbare Schwierigkeitsgrade
  • Atmosphäre: -Zombieanstürme sorgen für Spannung
  • Bedienung: -gute Bedienung, alles übersichtlich
  • Umfang: -5 Kampagnen
  • Leveldesign: -Abwechslungsreich
  • Teamwork: -Zombies greifen vor allem
  • Waffen & Extras: -gute neue Ideen, Nahkampfwaffen sind cool
  • Multiplayer-Modi: -5 Spielmodi
  • Grafik: -etwas veraltete Engine
  • Sound: -weniger gute deutsche Sprecher
  • Balance: -
  • Atmosphäre: -viel zu sehr geschnitten in der deutschen Version
  • Bedienung: -
  • Umfang: -
  • Leveldesign: -viele Levels starten in öden Walslandschaften
  • Teamwork: -
  • Waffen & Extras: -
  • Multiplayer-Modi: -nur 2 neue Modi

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 20, weniger als 40 Stunden



Kommentare(10)

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