Ausnahmetitel mit solidem Gameplay

Ich möchte euch gerne vorab meinen Zugang zum Spiel erläutern. In den ersten 30 Stunden des Spiels, habe ich weder Previews zu dem Spiel gelesen noch...

von Ydobon am: 08.01.2021

Nun zum Test, ich bewerte in fünf Kategorien:

Grafik, Sound, Gameplay, Story & Umfang

1)      Gameplay (08/10)

Es ist ein solides, aus der EGO Perspektive basierendes Rollenspiel. Der Hauptaspekt liegt darauf, die Geschichte episch zu inszenieren. Man kann den Charakter, rollenspielversiert mit mehreren Attributen steigern. Crafting, Kleidung und Waffen Customization ist vorhanden und deckt das Rollenspielreglement vollständig ab. Es stehen einem mehrere Möglichkeiten offen, wie eine Mission durchgeführt werden kann, entweder in brachialer Action bzw. mucksmäuschenstiller Stealth Orgie oder aber auch durch die nerdigen Hacking Skills (für mich die Magie im Spiel^^). Es hat Schwächen, zumal diese aus meiner Sicht nicht allzu schwer ins Gewicht fallen. Die Map Karte auf dem Hauptschirm, ist einfach zu klein und nicht dynamisch an die Spiel-Geschwindigkeit angepasst (Gassen werden zu spät erkannt, um abzubiegen) & die Physik der Autos ist einfach, sagen wir es mal so, ein Mist. Die Hauptproblematik ist die fehlende K.I. leider ist das nicht mehr Standard was hier geschieht (ich springe und die Leute erschrecken sich (nur ein Beispiel) jedoch, wie schon ein paar Sätze oberhalb beschrieben, ist Cyberpunk auf die Story ausgelegt.

2)      Story (12/10)

Wie kann er 12 von 10 schreiben? Das wäre ja so wie in Star Trek, wenn Jean Luc Picard zu Worf sagen würde 120 % auf die Schilde?! Ganz einfach, dieses Spiel lebt von der Geschichte, für mich over the top und das haben Spiele nur selten geschafft. Schon allein die Nebenquest River ist mit the cell zu vergleichen (es ist besser!). Die Hauptstory ist eine cineastische Meisterleistung und das ist noch untertrieben. Es wirkt alles ein bisschen dynamischer, was aber dem Setting geschuldet ist, welches als Offenbarung anerkannt werden kann. Ich will keine Spoiler machen, deswegen gehe ich mit keiner Mission ins Detail. Das Spiel hat jedoch alles zu bieten, Drama, Action, Humor und und und. Man wird quasi entführt und kommt da nicht mehr raus! Das melancholische unausweichliche (Mainstory) lässt einen nicht mehr raus aus der atmosphärisch voll aufgeladenen Umgebung. Die Knospen jeder Gehirnzelle werden immer wieder neu bespielt und es kommt wie es kommen soll, man ist traurig, dass es dann zu Ende geht, so fühlte ich mich in den letzten Stunden dieses Meisterwerks an Erzählkunst. Noch eines, jede der Entscheidungen hinterlässt den Zwiespalt, ob man nun das richtige getan oder gesagt hat. Hier wurde Storytelling ganz groß geschrieben und ist der Katalysator für das ganze Spiel. CD Project, großartige Leistung!

 

 

3)      Grafik (10/10)

Mein System war ein AMD Ryzen 5 3600; 32 GB  RAM; Vega 56, und ich hatte 45-50 FPS in Full HD. Keine MODS, Settings auf Ultra bis auf Raytracing konnte ich quasi das Spiel genießen. Die Grafik und vor alledem die Grafikengine kann einiges bieten. Hier wurde die Red Engine von Witcher 3 aufpoliert und konnte mich voll und ganz überzeugen. Night City und die in der Nähe liegenden Badlands waren eine Augenweide. Ich bin so gerne mit dem Bike gefahren, einfach den Badlands entlang und habe mir die Windmühlen angesehen. Das Motion Capture machte fantastische und großartige Animationen der Hauptcharaktere. Die Lichteffekte, sowie Schattenspiele zwischen den Megagebäuden und den „normalen“ Gebäuden sind herrlich anzusehen gewesen. Night City ist ein Paradebeispiel wie eine Stadtarchitektur mit all den verworrenen, vertikalen Passagen und Nebenstraßen auszusehen hat. Manchmal fühlte ich mich wie in Shinjuku Station (Tokyo) wo ich mich einfach verirrt habe, das war leider auch am Anfang des Spiels so, ich war lost. Dennoch so soll eine futuristische Metropole ausschauen. Die Präsentation der Stadt ist sehr gelungen, viele der großartigen 80er Jahre „trash“ Filme kehrten in Night City ein, ich spreche hier von RoboCop, Mad Max (badlands), Bladerunner, Cyborg und Judge Dredd. Letzterer wegen den Megabuildings!

4)      Umfang (08/10)

Für die Hauptmission benötigt man circa 25 Stunden, für die Nebenquests 40. Sprich man hat das Wesentlichste in 65 Stunden gesehen. Natürlich entfaltet sich das ganze Potenzial erst dann wenn auch die blau gekennzeichneten NCPD Scans gemacht werden. Es wird die dystopische Kriminalität immer wieder aufs Neue gezeigt und man kriegt immer mehr und mehr Gespür in welcher Stadt man unterwegs ist. Eins sage ich mal, sorry für den kleinen Spoiler, in keiner guten!

Aber warum 8 von 10, ich hatte 105 Std für alles gebraucht und ich war traurig. Wieso? Weil ich das Gefühl gehabt habe da fehlt noch etwas. Ja klar werden sich einige von euch denken, er spielt 100 Stunden und ihm fehlt was. Man hat alles nach den 100 Stunden gesehen von Night City und das ist das was mich nervt, so eine tolle Architektur, so viel Potenzial und soviel wurde verschenkt! Es gibt kein Minispiel! Nichts nada, kein Kartenspiel, kein Automaten Spiel, fuck nicht einmal fischen gibt’s, selbst Deadly Premonition hat fischen!! CD Project blame on you! Für das hättet ihr euch was einfallen lassen müssen! Mehr BD, mehr Interaktion mit Waffenhändlern, Hot Dog Verkäufern, Variationen der NPCs, und nochmals ein fuc**** Minispiel!! Eindeutig der schwächste Punkt, aber dennoch das kann man alles beheben indem DLC, Patches und Addons nachgereicht werden. Also CD Project, bitte!

5)      Sound (11/10)

Wow! Die Tracks sind einfach nur Wow! CD Project, ihr habt euch selbst übertroffen! Die Tracks sind ein Wahnsinn und schlagen den Soundtrack von Witcher 3 und das hätte man nicht für möglich gehalten (Nier auf der PS3 soll angeblich den besten Soundtrack haben, na mal schauen). So soll kontextbasierende Musik sich anhören! Es passt perfekt zum dystopischen Szenario von Night City! Gratuliere P.T. Adamczy, Marcin Przybylowicz und Paul Leonard für diese Stücke. Es sind nicht nur die Musiktitel, die begeistern, sondern auch die Kombination aus Szene und Musik!

 

 

 

Zusammenfassung:

Gameplay -->    08/10

Story -->              10/10 (12/10)

Graphic-->          10/10

Umfang -->         08/10

Sound -->            10/10 (11/10)

Summary -->      46/50 (100er Wertung à  92/100)

Welche Worte habe ich noch zu meinem Review zu meinem persönlichen Spiel des Jahres 2020?

Ich las mir nach dem Spielen, die Kommentare in diversen Magazinen und Websites durch und ich habe die Kritik nicht verstanden. Deswegen vermeide ich es, mir Trailer anzusehen oder Previews zu lesen, weil das abgeschlossene Spiel auf diese Weise einfach nicht wiedergegeben werden kann. Das Spiel soll kein GTA Klon sein, es ist eine Open World Ego RPG Erfahrung, die seinesgleichen sucht. Die Schwerpunktaspekte liegen in der Story, der Atmosphäre und dem Sound. Das macht das Spiel zu einem fast perfekten Spiel, das mit Addons, DLCs und Patches noch mehr werden könnte!

Ich danke CD Project für mehr als 100 Stunden Spielzeit, und euch liebe Leser empfehle ich das Spiel voll und ganz! Es ist ein Juwel der Spielegeschichte und jedes Engramm wert!

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Wertung
Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

eher leicht

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 40, weniger als 100 Stunden



Kommentare(6)

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