Das Butterfly effect Adventure

Hä? Was ist denn das? Noch so eine billige, staffelbassierte Telltale-Nachmache? Auf keinen Fall! Das Life is Strange ein Meisterwerk ist, das kann ich...

von NE265 am: 01.01.2016

Hä? Was ist denn das? Noch so eine billige, staffelbassierte Telltale-Nachmache? Auf keinen Fall! Das Life is Strange ein Meisterwerk ist, das kann ich vorweg nehmen. Es ist ein Spiel das eine Geschichte erzählt aus dem wahren Leben. IGN meinte über das Spiel, dass es eine Mischung aus Gone Home und Walking Dead wäre; natürlich hatte sie da erst eine Präsentation gesehen und konnten es kurz anspielen; so könnten man ihnen auf den ersten Blick Recht geben. Doch es geht um mehr.

Das Mädchen das durch die Zeit sprang

Es geht um Max Caulfield ein 18 Jahre junges Mädchen, die nach fünf Jahren in ihre alte Heimatstadt, Arcadia Bay, zurück kehr. Sie möchte dort an der Blackwell Acadamy Fotografie studieren. Doch das Spiel fängt ganz anders an: Sie ist in einem Traum gefangen in dem ein riesiger Sturm auf die Stadt zurollt. Sie steht auf dem Hügel mit dem Leuchtturm, wo der Sturm sie auch niederstreckt. So wacht sie wieder in ihrem Klassenraum auf, etwas geschockt natürlich. Nach der Stunde will sie sich in der Toilette von dem Schock erholen und bekommt deinen tödlichen Konflikt mit. Doch sie verhindert diese indem sie plötzlich die Zeit zurück drehen kann. Ab diesem Zeitpunkt passieren seltsame Dinge. Sie trifft ihre alte Freundin Chloe wieder, diese sucht nach Rachel Amber, die vermisst wird. Wieder vereint versuchen sie, mit Max neuen Kräften, Rachel zu finden und die dunklen Geheimnisse der Stadt aufzuklären. Mit einigen Twists die einen richtig umhauen und guten Charaktere wird hier eine fabelhafte Geschichte erzählt. Jeder scheint verdächtig zu sein oder hat was zuverbergen in Arcadia Bay. Rachel war überall beliebt, aber keiner ausser Chloe will wissen wo sie hin ist und sie denken alle ist nur weg um Model in L.A. zu werden. So ziehen wir als Max mit Superkräften durch die Straßen von Arcadia Bay, die coole Punkerin, Chloe immer an unserer Seite. Die Freundschaft zwischen den Zwei ist einer der Herzstück des Spiels. Und gut nachvollziehbar, wenn man auch von Kindestagen ein Freund/in hat.  

 

Storystark und Überzeugend

Wer nicht einmal bei Life is Strange weint der hat was falsch gemacht. Die Story ist unglaublich fesselnd und bis zum Ende spannend, wendungsreich, überraschend, großartig, schön, traurig, lustig aber auf keinen Fall vorhersehbar oder langweilig! In diesem Spiel sind so viele schwierige Gesellschaftlichen Themen untergebracht wie; Drogen, Soziale Medien, Mobbing, Gruppenzwang, Sterbehilfe, Überwachung(s-Staat), Vergewaltigung, Verlust. Aber auch das Leben eines einfache Jugendlichen ist so gut dargestellt und nachvollziehbar(Liebe, Anerkennung, Partys). Aber vorallem geht es um Freundschaft!!! Man trifft auf viele interessant Charaktere, die alle eine gute geschriebene Geschichte haben und nie unnötig oder nervig sind. Man lernt alle zu lieben oder zu hassen, so wird jeder Charakter in diesem Spiel unvergesslich. Die Zicke Victoria, der Nerd Warren, die Gläubige Kate und nicht zu vergessen Chloe und Max.

 

Wer hat an der Uhr gedreht?

Max Kräfte sind nicht unendlich sie kann immer nur in einem bestimmten Zeitfenster zurückspulen, so eine zwei Sekunden Aktion bis zu ganzen Dialogen. Das erlaubt Einem, dass man im Gespräch was herauffindet zurückspult und den Dialog nochmal neu beginnt, um noch mehr raus zu kitzeln. Oder eine Tür ist verschlossen, kein Problem! Einfach mutwillig aufbrechen rein in den Raum, zurückspulen und man ist drin! So ist man auch fast unverwundbar, jemand zückt sein Messer und geht auf dich los einfach zurückspulen! Später lernt sie noch den Butterflyeffect-Kraft kennen (muss man auch gesehen haben ^^).So kann sie ganze Zeitstränge verändern! Um die Gegenwart zu „richten“. Besonders diese Funktion ist sehr spannend!  

 

Was sag ich nur?

Natürlich gibt man Einem wieder Entscheidungsmöglichkeiten, aber man hat kein Zeitdruck dahinter, wie bei Telltale, man kann sogar mit Max Kräften nochmal sie rückgängig machen. Was einen scharf über die Konsensussequenz nachdenken lässt, weil spätestens nach Staffel 2 hat man gelernt das es gravierende Auswirkungen geben kann! Das macht fast jedes Gespräch zu einem Abwiegen der Gefühle: Was hab ich davon? Könnte es mir oder anderen schaden? Sollte ich lieber nochmal zurückspulen?  

 

Endscheidungen aus dem echten Leben

Vor allem zwingt das Spiel uns in harte Endscheidung zu treffen, die aus dem wahren Leben sein könnten, nicht wie: Oh nein! Zwei Charaktere wären gleichzeitig von Zombies angegriffen! Wen rette ich jetzt? Nein! Es sind Entscheidungen die unbequem sind, wo man sich frag: Wenn mir das passieren würde, was würde ich machen?! Hier ist man als Spieler voll mit einbegriffen! Das muss wirklich jeder für sich selbst erleben! Man kann mit jedem Nebencharakter anders verfahren. So lohnt sich ein mehrfaches Durchspiel, da man mal die Beziehung zu den Charakter von verschiedenen Seiten sehen kann! Dies verändert nicht die Story, aber das Spielgefühl!

 

Ich suchte, fand und fotografierte

Das Spiel ist auch sehr auf das Entdecken seiner Spielwelt ausgerichtet. Das kann man gut mit "Gone Home" vergleichen. Wir können soviel entdecken und über unsere Mitmenschen raus finden. Auch schön ist das Max immer ein Kommentar dabei von sich lässt. Das Neuentdecken hilft auch darüber hinweg, dass man öfter im gleichen Gebiet unterwegs ist. Doch es lohnt sich sich nochmal umzusehen. Das Fotografieren fördert auch stark dieses Entdeckertrieb! Alle Foto sind schön anzusehen und es motiviert unglaublich alle Fotos zu finden! Kunstfans kommen hier voll auf ihre Kosten!  So das ist eigentlich das ganze Gameplay, aber es ist nicht so wie bei "Tales of the Borderland", dass es da ist um da zu sein. 

 

Malerisch Schön!

Die Grafik ist kein Fotorealismus,aber ich behaute Life is Strange ist neben „Ori and the Blind Forest“ das schönste Spiel des Jahres! Das ist das Beste wenn schon die Grafik Emotionen und Atmosphäre übertragen! (Stirb Order 1889, Stirb!) Den Mut zur Farbe und die Lichtspielleihen sind hier eine Augenweide, da kann man schon mal verzeihen, dass die Gesichtsanimationen etwas starr geraten sind. Auch die Tränen, die manchmal fliesen, sind kaum zu erkennen. Dies kratzt schon ziemlich an der Atmosphäre. Die Grafik das Licht und der Soundtrack gleichen diese Schwäche vom Spiel, aber locker wieder aus.  Mmm Mmm Mmm, wie ein fantastischer Song mal sagte, ja so ist auch der Soundtrack zu LiS. Im Spielgeschehen ist es ein ruhige Akustik-Gitarre die wundervoll klingt und in manchen Szene oder Zwischensequenzen kommt eine Indieplaylist die einfacher Herzergreifend schön ist und jeden Moment im Spiel unvergesslich machen. Schaut euch dazu mal das Ende der ersten Staffel an! ( https://www.youtube.com/watch?v=vGjRJgjzRho ab 16:44, nur bis zum Abspann sonst kommen viele Spoiler ). Und die besten Soundtracks sind die, die man auch ohne das Spiel hören kann. Dazu kommen noch die richtig guten englischen Sprecher, besonderes Lob an Ashly Burch, die Chole spricht! Auch Nebengerüche wie das Zwitschern von Vögel ist immer gut abgemixt!  

 

Wenn die Zeit abläuft

Bei diesem Spiel muss auch das Ende erwähnt werden. Das zerfickt dir nicht dein Hirn sondern dein Herz. Und dieses Ende wir mich für immer begleiten! Am Ende werden nochmal alle Fragen mit denen sich das Spiel befasst aufgeworfen, alle Entscheidungen werden infrage gestellt und dir wird deine wichtigstes Stück in der Story bewusst gemacht und du wirst ins Finale entlassen. Hier muss man leider erwähnen, dass das eine Ende misslungen ist, dafür ist das andere umso besser. Aber lieber Entwickler, wenn man zwei Enden mach dann beide richtig oder gleich nur Eins! Wie gesagt, das eine Ende ist der absolute Hammer und ich musste echt weinen (T-T). Das Spiel schlisst ab und zeig einem wie wertvoll das Leben ist und nicht wie man möglichst viele Leben auslöscht!  

 

Spiel das Jahres 2015

Ich persönlich sehe Life is Strange auf dem Treppchen des Spiel des Jahres und ich habe auch ein Witcher 3 oder Fallout gespielt! Trotz diesen großen und auch guten Spielen steht meine Wahl fest! Life is Strange hat sich den Titel für mein Spiel des Jahres verdient. Trotz der kleinen Mängel des Spiels. Die bunte Grafik; der überragende Soundtrack; die spannende Story; die schönen Intros und Outros; die tollen Charaktere; das Zeitreisen; den Mehrspielwert und die Massage des Spiels: Zeit ist kostbar und noch kostbarer wird sie, wenn man sie mit Freunden verbringt, doch die Zeit ist leider immer zu kurz und man möchte sie gerne anhalten!

 

(Ich würde gern auch euch Bilder zeigen doch ich bekomme das nicht hin) 

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Wertung
Pro und Kontra
  • Die dichte Atmosphäre
  • Die Zeitzurückdreh-Mechanik
  • Die unterschiedlichen Timelines
  • Die wunderschöne Grafik
  • Der stimmungsvolle Soundtrack
  • Die glaubhaften (Neben-)Charaktere
  • Die denkwürdigen Hauptcharaktere
  • Die Themen und die Art wie sie zu behandeln
  • Die Sozialkritik
  • Die Intros und Outros
  • Das Fotografieren
  • Mehrfaches durchspielen lohnt sich
  • Das großartige Ende
  • Die starren Gesichtsanimationen
  • Das eine Ende

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 10, weniger als 20 Stunden



Kommentare(2)

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