Ein Battlefront-Meilenstein

Star Wars. Für mich eine Herzensangelegenheit und daher mehr als schwierig zu bewerten.Wer sich an das erste Battlefront noch erinnert, wird dies voll...

von D3nn15_M_10 am: 29.03.2017

Star Wars. Für mich eine Herzensangelegenheit und daher mehr als schwierig zu bewerten.
Wer sich an das erste Battlefront noch erinnert, wird dies voll Nostalgie tun. Grandiose Maps, ein unvergleichlich guter Spielmodus und (vermutlich) hunderte Stunden voll wertvoll verbrachter Zeit im epischsten aller Universen.
Eine harte Aufgabe also, einen zweiten Teil zu produzieren, der die Fans nicht nur zufriedenstellt, sondern auch so begeistert wie zuvor.

Star Wars Battlefront II meistert diese Aufgabe eindrucksvoll. Dutzende gute Maps, eine ausgeweitete Galaxis-Eroberung und ein sagenhafter Storymodus heben den Ableger auf das gleiche hohe Niveau, wenn beide Teile auch (erfreulicherweise) wenig Gemeinsamkeiten haben.

Gameplay
Allgemein
Star Wars Battlefront ist ein Shooter aus dem StarWars-Universum.
Im Gegensatz zum Vorgänger hat sich einiges geändert. Leider gibt es etwas an der nicht mehr ganz so attraktiven Balance und HUD zu meckern. Die zu  große Zielvorrichtung nimmt einiges vom Spielgefühl weg und lenkt den Fokus unwissentlich auf das Geballer und nicht auf die Atmosphäre des Spiels, wie es in Battlefront I der Fall war.
Hervorzuheben sind aber die erweiterten und verbesserten Spielmodi. Raumschlachten und spielbare Jedi sind nur einige der notwendig gewesenen Verbesserungen.
Zusätzlich kann neben dem altbekannten Kommandoposten-System nun auch CTF oder nach Punkten gespielt werden.
Der Schwierigkeitsgrad ist sogar auf "Elite" und erst recht auf "Normal" sehr einfach zu bewältigen und stellt während des gesamten Spiels keine Probleme dar, wodurch man den Sieg immer selbst in der Hand hat. Wenigstens ist die Gegner-KI stärker als die des eigenen Teams, wodurch man zum konzentrierten Spielen gezwungen wird.


Galaxis-Eroberung
Die steife und teilweise lineare Galaxis-Eroberung aus dem ersten Teil entwickelt sich mit SWB-II zu einem der Höhepunkte im Spiel. Dadurch, dass man eigene Flotten zwischen den Systemen bewegen kann, ist man agiler und hat mehrere taktische Möglichkeiten, wie man im Krieg vorgeht. Mit Credits käufliche Boni (Anführer/Bakta-Tanks/Geschütztürme etc.) können in jeden Schlachten eingesetzt werden, wodurch deren Vielfältigkeit garantiert ist.


Storymodus
Aufstieg des Imperiums

Ein Soldat der 501. Legion der Klonsoldaten (später: "Vaders Faust" als Sturmtruppen) erzählt uns durch ein Tagebuch (Journal) seine Erfahrungen während des Falls der Republik (Order 66) und der Anfangsjahre des Imperiums.

Zunächst spielt man die kanonbasierenden Schlachten aus Episode III nach (Kashyyyk, Utapau, Felucia, Corouscant).
Hierbei ist die Stimmung nicht nur während des Spielens durchgehend dramatisch, sondern auch während der kurzen Cutscenes, in denen der Sprecher nachdenklich ist und sehr kritisch mit sich und dem Verrat an den Jedi umgeht.
Die Wende tritt mit dem Angriff auf den Jedi Tempel ein und markiert den Umbruch von Klonsoldat zu Sturmtruppler, auch wenn die neuen Rüstungen erst auf Naboo zum Einsatz kommen.
Von dort an wird alles daran gesetzt, das Erbe der Jedi zu vernichten und den Weg für ein starkes galaktisches Imperium freizumachen. Der Spieler durchläuft nun einige Schlachten, die mitunter gar nicht im Kanon behandelt wurden  und findet sich erst mit der Stürmung der Tantiv IV wieder auf bekanntem Terrain wieder. Von dort an wird die bekannte Geschichte bis zur Schlacht von Hoth- dem Rückschlag des Imperiums- erzählt.
Der Soldat ist dem Imperium und seinen Brüdern mittlerweile treu ergeben und hat ein sehr parteiisches Denken angenommen. Er steht repräsentativ für das imperiale Volk, das aufgrund von Manipulation, Angst und Gehirnwäsche die Autorität des Imperiums anerkannt hat.

Die Missionen sind sehr vielfältig und stellen die Handlung aus Star Wars wunderbar akkurat und glaubwürdig dar. Kanonunabhängige Schlachten geben Einblick in die Machenschaften des Imperiums, die extrem spannend zu beobachten sind.


Atmosphäre/Umfang
Das Spiel bietet eine sehr große Anzahl an Maps unter denen auch einige vom Vorgänger wieder aufgegriffen wurden. Vermisst man die eine oder andere geniale Map aus dem ersten Teil (wie ich z. B. Bespin), dann kann man sich schnell und einfach Mods herunterladen, die sich sehr gut in das Spiel integrieren.
Es lassen sich auch manchmal Details entdecken, wie z.B. der Müllschacht auf dem Todesstern oder der Rancor in Jabbas Pallast, was dem Spiel etwas Besonderes gibt.

Die Grafik hat sich nach meiner Ansicht weder verbessert noch verschlechtert. Einige Schlachtfelder sind beeindruckend, andere sind sehr offensichtlich im Eifer des Gefechts entstanden.
Die englische Sprachausgabe ist in Ordnung, doch mir persönlich gefällt die Deutsche einen Tick besser; auch weil der imperiale Kommandant in der englischen Fassung eine, wie ich finde, sehr unpassende Stimme hat.

Über die Musik und damit John Williams Beitrag zum Star Wars-Mythos müssen wir nicht sprechen. Eine grandiosere, passendere Filmmusik gab es selten. Schön, dass sie so umfangreich im Spiel vorkommt.

Fazit und Vergleich
Die zum heutigen Standpunkt vorhandenen 3 Battlefrontspiele habe ich im Bezug auf ihre Stärken immer folgendermaßen eingeordnet:

Star Wars Battlefront I   -Atmosphäre, Maps, Spielgefühl
Star Wars Battlefront II  -Kampagne, Galaxis-Eroberung, Spielmodi
Star Wars Battlefront III -Grafik, Multiplayer

Abschließend bleibt zu sagen, dass eine Empfehlung für dieses Spiel mehr als gerechtfertigt ist. SWBII ist ein mehr als würdiger Nachfolger und verdient sich den Titel "Meilenstein".

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Wertung
Pro und Kontra
  • glaubwürdige Kampagne
  • erweiterte Spielmodi
  • große Auswahl an Maps
  • Musik
  • Grafik an manchen Stellen
  • Multiplayer eingestellt
  • Atmosphäre während der Schlacht gemindert (Vlg. Vorgänger)

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

eher leicht

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 20, weniger als 40 Stunden



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