Ein Battlefront-Meilenstein

Dutzende gute Maps, eine ausgeweitete Galaxis-Eroberung und ein sagenhafter Storymodus heben den Ableger auf das Niveau Goldener Jahre.

von D3nn15_M_10 am: 09.11.2018

Star Wars Battlefront II meistert diese Aufgabe eindrucksvoll. Dutzende gute Maps, eine ausgeweitete Galaxis-Eroberung und ein sagenhafter Storymodus heben den Ableger auf das gleiche hohe Niveau, wenn beide Teile auch (erfreulicherweise) wenig Gemeinsamkeiten haben.

Star Wars: Battlefront 2 (Classic, 2005) 
Ein Screenshot von Star Wars: Battlefront 2 (Classic, 2005)
Von: Angel Castiel

Gameplay
Allgemein
Star Wars Battlefront ist ein Shooter aus dem StarWars-Universum.
Im Gegensatz zum Vorgänger hat sich einiges geändert. Leider gibt es etwas an der nicht mehr ganz so attraktiven Balance und HUD zu meckern. Die zu große Zielvorrichtung nimmt einiges vom Spielgefühl weg und lenkt den Fokus unwissentlich auf das Geballer und nicht auf die Atmosphäre des Spiels, wie es in Battlefront I der Fall war. 
Hervorzuheben sind aber die erweiterten und verbesserten Spielmodi. Raumschlachten und spielbare Jedi sind nur einige der notwendig gewesenen Verbesserungen.
Zusätzlich kann neben dem altbekannten Kommandoposten-System nun auch CTF oder nach Punkten gespielt werden.
Der Schwierigkeitsgrad ist sogar auf "Elite" und erst recht auf "Normal" sehr einfach zu bewältigen und stellt während des gesamten Spiels keine Probleme dar, wodurch man den Sieg immer selbst in der Hand hat. Wenigstens ist die Gegner-KI stärker als die des eigenen Teams, wodurch man zum konzentrierten Spielen gezwungen wird.

Galaxis-Eroberung
Die steife und teilweise lineare Galaxis-Eroberung aus dem ersten Teil entwickelt sich mit SWB-II zu einem der Höhepunkte im Spiel. Dadurch, dass man eigene Flotten zwischen den Systemen bewegen kann, ist man agiler und hat mehrere taktische Möglichkeiten, wie man im Krieg vorgeht. Mit Credits käufliche Boni (Anführer/Bakta-Tanks/Geschütztürme etc.) können in jeden Schlachten eingesetzt werden, wodurch deren Vielfältigkeit garantiert ist.

Star Wars: Battlefront 2 (Classic, 2005) 
Ein Screenshot von Star Wars: Battlefront 2 (Classic, 2005)
Von: Angel Castiel

Storymodus
Aufstieg des Imperiums

Ein Soldat der 501. Legion der Klonsoldaten (später: "Vaders Faust" als Sturmtruppen) erzählt uns durch ein Tagebuch (Journal) seine Erfahrungen während des Falls der Republik (Order 66) und der Anfangsjahre des Imperiums. 

Zunächst spielt man die kanonbasierenden Schlachten aus Episode III nach (Kashyyyk, Utapau, Felucia, Corouscant).
Hierbei ist die Stimmung nicht nur während des Spielens durchgehend dramatisch, sondern auch während der kurzen Cutscenes, in denen der Sprecher nachdenklich ist und sehr kritisch mit sich und dem Verrat an den Jedi umgeht.
Die Wende tritt mit dem Angriff auf den Jedi Tempel ein und markiert den Umbruch von Klonsoldat zu Sturmtruppler, auch wenn die neuen Rüstungen erst auf Naboo zum Einsatz kommen. 
Von dort an wird alles daran gesetzt, das Erbe der Jedi zu vernichten und den Weg für ein starkes galaktisches Imperium freizumachen. Der Spieler durchläuft nun einige Schlachten, die mitunter gar nicht im Kanon behandelt wurden und findet sich erst mit der Stürmung der Tantiv IV wieder auf bekanntem Terrain wieder. Von dort an wird die bekannte Geschichte bis zur Schlacht von Hoth- dem Rückschlag des Imperiums- erzählt.
Der Soldat ist dem Imperium und seinen Brüdern mittlerweile treu ergeben und hat ein sehr parteiisches Denken angenommen. Er steht repräsentativ für das imperiale Volk, das aufgrund von Manipulation, Angst und Gehirnwäsche die Autorität des Imperiums anerkannt hat.

Die Missionen sind sehr vielfältig und stellen die Handlung aus Star Wars wunderbar akkurat und glaubwürdig dar. Kanonunabhängige Schlachten geben Einblick in die Machenschaften des Imperiums, die extrem spannend zu beobachten sind. 

Die Rückkehr der Jedi-Ritter 
Ein Screenshot von Star Wars: Battlefront 2 (Classic, 2005)
Von: Angel Castiel

Atmosphäre/Umfang
Das Spiel bietet eine sehr große Anzahl an Maps unter denen auch einige vom Vorgänger wieder aufgegriffen wurden. Vermisst man die eine oder andere geniale Map aus dem ersten Teil (wie ich z. B. Bespin), dann kann man sich schnell und einfach Mods herunterladen, die sich sehr gut in das Spiel integrieren.
Es lassen sich auch manchmal Details entdecken, wie z.B. der Müllschacht auf dem Todesstern oder der Rancor in Jabbas Pallast, was dem Spiel etwas Besonderes gibt.

Die Grafik hat sich nach meiner Ansicht weder verbessert noch verschlechtert. Einige Schlachtfelder sind beeindruckend, andere sind sehr offensichtlich im Eifer des Gefechts entstanden.
Die englische Sprachausgabe ist in Ordnung, doch mir persönlich gefällt die Deutsche einen Tick besser; auch weil der imperiale Kommandant in der englischen Fassung eine, wie ich finde, sehr unpassende Stimme hat.

Über die Musik und damit John Williams Beitrag zum Star Wars-Mythos müssen wir nicht sprechen. Eine grandiosere, passendere Filmmusik gab es selten. Schön, dass sie so umfangreich im Spiel vorkommt.

Fazit und Vergleich
Die zum heutigen Standpunkt vorhandenen 3 Battlefrontspiele habe ich im Bezug auf ihre Stärken immer folgendermaßen eingeordnet:

Star Wars Battlefront I -Atmosphäre, Maps, Spielgefühl
Star Wars Battlefront II -Kampagne, Galaxis-Eroberung, Spielmodi
Star Wars Battlefront III -Grafik, Multiplayer

Abschließend bleibt zu sagen, dass eine Empfehlung für dieses Spiel mehr als gerechtfertigt ist. SWBII ist ein mehr als würdiger Nachfolger und verdient sich den Titel "Meilenstein".

Jetzt eigenen Artikel veröffentlichen

Schreib Deinen eigenen Artikel auf GameStar und tausche Dich mit anderen Lesern aus.

Eigenen Artikel schreiben

Wertung
Pro und Kontra
  • Viele spannende Maps
  • innovative Spielmodi
  • Großartige Kampagne
  • keine

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nein

Spielzeit:

Mehr als 20, weniger als 40 Stunden



Kommentare(0)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.