Eine Epische Reise

Zuerst muss ich etwas weiter ausholen:Mass Effect hat mich nie sonderlich interessiert. Im Jahr 2014 habe ich dann die trilogy für 10€ in nem Sale mal...

von Krustig am: 28.01.2016

Zuerst muss ich etwas weiter ausholen:
Mass Effect hat mich nie sonderlich interessiert. Im Jahr 2014 habe ich dann die trilogy für 10€ in nem Sale mal mitgenommen, dachte mir so schlecht kann es nicht sein.
Ich habe also den ersten teil angefangen und muss ganz ehrlich sagen: ich hatte nicht wirklich viel Spaß damit. Also habe ich das Spiel (leider) nach 5 stunden beiseite gelegt.
Vor ein paar Tagen hatte einer meiner Freunde die gleiche Idee und hat sich für nen Schnäppchenpreis die trilogy mitgenommen. Er fand das Spiel grandios und hat dauerhaft davon geschwärmt, so viel bis ich dachte: "Ich muss dem Spiel einfach noch eine 2. Chance geben". Also habe ich das Spiel vor ein paar tagen nochmal angeschmissen und ich bereue absolut NICHTS.
Das Spiel ist ein absolutes Meisterwerk, ich weiß nicht warum es mich beim ersten mal spielen nicht gleich so gefesselt hat. Es ist jetzt ca. 4 oder 5 tage her als ich Mass Effect durchgespielt habe und nun möchte ich etwas genauer auf die einzelnen Teile des Spiels eingehen:

 

Erstmal etwas zur Story:
Man spielt Commander Shepard, ein Mitglied der Allianz, eine Militärorganisation der Menschen die die Interessen der Menschen vertritt.
Durch gefundene Artefakte konnte die Menschheit neue Technologien entwickeln wodurch es möglich wurde selbst die entferntesten Sterne und Planeten zu bereisen. Zu beginn des Spiels befindet man sich auf dem Planeten Eden Prime der von sogenannten "Geth" (synthetische roboter wesen) angegriffen wird, da sich dort ein sehr seltener und alter Sender befindet mit dem es möglich wäre die Technologie der Menschen extrem zu verbessern. Während seines Besuchs auf Eden Prime erfährt man das die Geth nicht die einzige Bedrohung sind sondern "Saren" hinter allem zu stecken scheint. Was Saren mit seinem Angriff auf Eden Prime erreichen will muss der Spieler nun herausfinden.


Nun zum Gameplay:
Anfangs kann man sich seinen Charakter selbst zusammenstellen, man kann Klasse, Vorgeschichte und Aussehen wählen, ich habe aber einfach den klassischen Shepard genommen den zumindest vom Aussehen her wohl die meisten kennen werden.
Nun läuft, schießt oder fährt man sich durch die Welt oder besser gesagt die Welten von Mass Effect. Das shooter gameplay ist etwas anders als man es von klassischen shootern kennt, statt nachzuladen kann die Waffe nach ein paar Schüssen überhitzen wenn man nicht aufpasst. Statt nur in seiner Deckung rumzuhängen hat man selbst oder die Begleiter (zu denen später mehr) coole Fähigkeiten die man im Kampf durch Schnelltasten oder das ich nenne es einfach mal "Taktikmenü" was das spiel pausiert einsetzen kann. Die Waffen fühlen sich alle recht ähnlich an und unterscheiden sich eigentlich fast nur durch die Statistik was ich aber nicht schlimm fand.
Man findet im Spiel viele verschiedene Waffen und Rüstungen, es ist auch möglich diese mit nützlichen upgrades zu versehen z.B. Feuerschaden oder langsamere Überhitzung.
Das Spiel ist natürlich kein reiner shooter sondern ein Action RPG und wie es sich für ein RPG gehört führt man auch in Mass Effect Dialoge mit verschiedenen Personen im Spiel. Man hat verschiedene Antwortmöglichkeiten, die man auswählen kann. Erwähnt werden muss auch, dass man fast immer die Möglichkeit zwischen gut und Böse in den Dialogen hat, man kann entweder der nette Shepard sein der allen hilft oder man ist der böse der jeden blöd anmacht (was durchaus witzig sein kann) oder irgendwas dazwischen. Es gibt auch eine Art Karma- System, bei manchen antworten bekommt man dann Vorbild-Punkte oder Abtrünnigkeits-Punkte. Je nachdem wie man sich verhält oder welche Entscheidungen man trifft (und man muss teilweise echt schwere Entscheidungen treffen) verändert sich der Verlauf des Spieles.
Man hat in Mass Effect viele Freiheiten und kann sogar zwischen verschiedenen Planeten oder "Systemen" hin und her reisen, es macht immer wieder Spaß einen neuen Planeten zu entdecken und ihn zu erforschen. Dort findet man auch immer mal wieder Nebenquests die manchmal coole stories erzählen aber vom spielerischen immer sehr ähnlich sind.
Natürlich gibt es auch ein Level und skillsystem, man bekommt durch das abschließen von Quests oder töten von Gegnern Erfahrungspunkte durch die man aufsteigt.
Seine erhaltenen skillpunkte kann man dann in Sachen wie mehr Schaden oder andere Fähigkeiten investieren.

 

Begleiter:

Die Begleiter haben mir in diesem Spiel besonders viel Spaß gemacht. Es gibt insgesamt sechs  Begleiter die vom Charakter und den Fähigkeiten recht unterschiedlich sind. Man kann immer mindestens 2 Begleiter bei sich haben, sie Beteiligen sich ab und zu auch an Dialogen oder geben auch einfach so ihre Kommentare zu etwas ab, das hat mir gut gefallen da die Begleiter mehr waren als einfach nur leere hüllen die einem blind hinterher rennen. Auf der Normandy (das Schiff von Commander Shepard) kann man mit seinen Crewmitgliedern auch "richtige" Gespräche führen so hat man die Möglichkeit etwas über die Vergangenheit oder Familie seiner Mitstreiter zu erfahren. Die meisten Begleiter fand ich sehr interessant und habe sehr oft mit ihnen gesprochen.

Es ist auch möglich mit Begleitern Romanzen anzufangen. Ist ganz nett und kann man machen aber eigentlich sagt man die ganze zeit nur das was der andere hören will und bekommt vor der letzten Mission dann ne kurze Sexszene.

Übrigens kann man auch die Waffen und Rüstungen der Begleiter selbst bestimmen. Die Begleiter leveln mit dem Spieler mit, außerdem kann man, wenn man möchte ihre skillpunkte selbst verteilen und man kann ihnen im Kampf sagen, was sie tun sollen.


Zur Grafik muss man glaub ich nicht viel sagen, das spiel ist von 2007 also fast 9 Jahre alt, dafür sieht die Grafik noch ganz ordentlich aus.
Ich habe es mit der MEUITM mod gespielt die einige Texturen verbessert, teilweise sehen die Texturen sogar besser aus als im 2. Teil.

 

 

Ich hatte 20 stunden lang unglaublich viel Spaß mit Mass Effect und bin verdammt froh, dass ich dem spiel eine 2. Chance gegeben und es durchgespielt habe.

Die 2 Negativpunkte die ich unten genannt habe sind übrigens meckern auf hohem Niveau.

 

Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass das die erste Review überhaupt ist die ich jemals geschrieben habe, das spiel hat mich einfach so sehr begeistert, dass ich (9 Jahre nach release) auch mal meinen Senf dazu geben wollte. Vielleicht gibts ja irgendjemand der diese review noch liest auch wenn das spiel schon älter ist und eigentlich ja schon fast ein neues mass Effect vor der Tür steht :)

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Wertung
Pro und Kontra
  • epische und spannende Story, teilweise sehr cool inszeniert
  • Charaktere
  • Gut/ Böse = hoher Wiederspielwert
  • Verhalten des Spielers wirkt sich auf das Spiel aus
  • Durch Galaxie reisen/ verschiedene Planeten
  • spaßiges gameplay auch wenn es nix besonderes ist
  • Nebenquests bieten nicht wirklich viel abwechslung
  • Manche (wenige) orte haben auf mich extrem Leer, kalt gewirkt

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

eher leicht

Bugs:

Nein

Spielzeit:

Mehr als 20, weniger als 40 Stunden



Kommentare(1)

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