Eine Reise durch Raum und Stein.

Dawn of Man nimmt den Spieler mit auf eine Reise zurück in die Zeit. Durch dieses wunderbar unverbrauchte Setting bietet das Spiel einen durchaus wichtigen wie...

von BowShock am: 08.07.2020

Ich war zunächst unentschlossen ob "Dawn of Man" die richtige Kaufentscheidung ist. Was ist wenn das spiel nur ein Halbherziger Genre-Klon ohne größere Alleinstellungsmerkmale ist der mich schon nach wenigen Minuten langweilt? Dann gab es ein Angebot! Nur 15 statt 20 Euro! Ich schlage zu.

Der erste Eindruck? "Hmm ... irgendwie wirkt die Landschaft auf mich steril und etwas unfertig und keine Direkte Steuerung der Siedler? Na gut! Dann gebe ich halt Arbeitsbereiche an oder sammle manuell (ja das geht auch)". Es folgen die erste Hütten. Eine zweiter Werkzeugschuppen. Dann das erste Lager. Neue Siedler kommen. ... Irgendwann stelle ich fest: "Cool, ich habe ja schon 20 statt 6 Siedler. Die Siedlung wächst und der "Wuselfaktor" steigt. Proportional dazu wächst dann natürlich die Effektivität und Alles fängt langsam an mehr Spaß zu machen. Ich erforsche besserer Werkzeuge, wärmere Kleidung, domestizierte Hunde die mir bei der Jagd zu Seite stehen. ... Wichtig zu Wissen! All das passiert, trotz der Möglichkeit die Zeit zu beschleunigen (0 bis 8x schneller), in einem sehr gemütlichen Tempo. Denn gegen die Urmenschen in "Dawn of Man" verhalten sich "Die Siedler" wie Speedjunkies! Um zum etwas undefinierten Ende einer Partie zu gelangen können schon 15-20 Stunden vergehen.

...Ganz klar! Eine Herausforderung (vor allem für ungeduldige Spieler wie mich) liegt darin nicht mehr von seinen Bürgern zu verlangen als sie leisten können. Denn schnell wird deutlich, das die Arbeitsbelastung ein entscheidender Faktor ist! Liegt sie zu hoch passiert es schnell das die Jäger oder Sammler bei ihrer Arbeit nicht mehr nach Hause kommen da sie auf ihrem Weg verhungern oder verdursten. Vorsicht dabei. Denn: Weniger Siedler bedeutet dann auch mehr Arbeit für die anderen! Das kann mittel- bis langfristig zu einer fataler Abwärtsspirale führen. Es gilt also besonders feinfühlig zu sein und genau auf die Bedürfnisse seiner Frühmenschen zu achten und sie auch mal in Ruhe an einem Totem beten zu lassen. Wenn man es schafft auf diese Weise korrekt mit seinen Siedlern zu "kommunizieren" und die richtige Effizienz und Balance findet ist "Dawn of Man" am stärksten.

Die Einzelnen Spielmechaniken sind nicht sehr Komplex. Der Globale Fertigkeiten-Baum ist schnörkellos und fügt sich logisch in das Spiel ein. Das Wirtschaftssystem erklärt sich schnell von selbst und die Expansion zu einer ansehnlichen Siedlung macht viel Spaß.
Zum Ende hätte ich mir  mehr Nebenaufgaben gewünscht. Beispielweise würden feindliche oder freundliche Siedlungen zum Kämpfen oder Handeln das ganze etwas lebendiger gestalten und auflockern. Auch ein -wenigstens- rudimentäres Quest-System wäre schön und sinnvoll. Was die Grafische Präsentation angeht, fällt nach meinem Empfinden die Licht-und Schatten-Dynamik etwas schwach aus. Auch die Flora und Fauna auf den Karten wirkt zu "kleinlaut". Und warum nicht etwas Nebel? Alles in Allem wirkt die Landschaft aber schlüssig. Und mit der Rücksicht auf das kleine Entwicklerteam und den fairen Preis ist das Alles Okay. Auch technisch habe ich keine größerer Aussetzer oder Bugs erlebt. Wer bereit ist sich auf eine gemütliche und intuitive Zeitreise in die Vorzeit zu begeben der macht mit "Dawn of Man" nichts falsch.

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Wertung
Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nein

Spielzeit:

Mehr als 40, weniger als 100 Stunden



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