Eines der besten Battlefields aller Zeiten !!!

Spielversion vom 31.03.2014 !!! Hierbei ist zu beachten, dass viele der Bugs aus den ersten Versionen des Spieles bereits behoben sind, einige DLCs und Karten...

von Cpt.DDru am: 30.03.2014

Spielversion vom 31.03.2014 !!! Hierbei ist zu beachten, dass viele der Bugs aus den ersten Versionen des Spieles bereits behoben sind, einige DLCs und Karten dazu gekommen sind und die Waffenbalance immer wieder überarbeitet wurde.

Jetzt aber zum Spiel selber:

DER UMFANG:

Wer sich Battlefield 3 kauft, bekommt auf jeden Fall einen 6-10 stündigen Singleplayer, einen Coop-Modus sowie das Herzstück von Battlefield, den Multiplayer-Modus angeboten. Sämtliche DLCs kann man über den Season-Pass ergattern. Wem die alten Karten irgendwann zu langweilig sind, kann hier gerne zuschlagen, muss aber auch ordentlich in die Tasche greifen. Aber wo gibt es heutzutage noch kostenlose DLCs???

Im jeden Falle liegt die Entscheidung beim Kunden. Ich muss sagen, dass ich mich größten Teils auf den Karten des Hauptspiels herumschlage (Großer Basar, Damavand Peak, Metro, Seine-Überquerung,...) und diese Karten nie langweilig finde. Man wird mit dem Hauptspiel auf jeden Fall genug Spaß haben. Der Preis ist mittlerweile so niedrig, dass man auf jeden Fall zuschlagen kann.

Ich möchte im folgenden nur auf den Multiplayer-Modus eingehen, da ich den Single-Player nur als nette Beigabe sehe und den Coop-Modus nie richtig gespielt habe.
DER MULTIPLAYER-MODUS:

Das Herz der Battlefield-Reihe sind nunmal die Massenschlachten mit 64 Spieler, die es schon seid dem ersten Battlefield (BF 1942) gibt. Ich bin kein BF-Veteran und habe erst mit Bad Company 2 intensiv online gespielt. Im Vergleich zu Bad Company 2 setzt Battlefield 3 wieder auf größere Karten und Fahrzeuggefechte, aber auch Infanterieliebhaber kommen in Battlefield 3 voll auf ihre Kosten.
Dafür sorgen die abwechslungsreichen und in sich dynamischen Maps. Ein Beispiel:

Operation Metro (RUSH-Modus):

Im ersten Abschnitt kämpft sich der Spieler durch eine Parkanlage mit kleine Hügeln und Gebüschen, die Schutz für Scharfschützen geben, aber auch guten Deckungsmöglichkeiten für Nahkämpfer und Rusher.
Im zweiten und dritten Abschnitt müssen sich die Angreifer durch enge und verwinkelte U-Bahnschächte kämpfen, hier kommen die Sturmsoldaten eher zu Geltung. Im letzten Abschnitt wird in der Innenstadt von Paris gefightet. Hier steht vor allem der Häuserkampf im Vordergrund.

Auf anderen Maps wie "Großer Basar" wird erst im 2. Abschnitt für die Angreifer das Fahrzeug freigeschaltet. Im letzten Abschnitt erhalten auch die Verteidiger einen Panzer, sodass die Kämpfe auf den Karten immer dynamisch bleiben, so zumindestens die Idee der Entwickler, aber dazu später mehr.

 

DIE GROBE SPIELIDEE:


Battlefield ist eigentlich ein Taktik-Multiplayer-Shooter und setzt entgegen Call of Duty (den Profi-Bereich ausgenommen) auf Teamplay. Die Kill/Death-Ratio ist am Ende eines Matches nicht so entscheidend wie der Rundensieg/-niederlage. So zu mindestens in der Theorie :)
Nur wie schafft man in der heutigen Zeit von COD und dessen Freischaltwut die Spieler für das Teamplay zu motivieren?


Klar, durch Punkte und ein üppiges Freischaltsystem. Viele Battlefield-Veteranen werden diese Feature eher für störend als sinnvoll erachten. Und um ehrlich zu sein: Mir ergeht es da nicht anders.

Ich kämpfe schon seid Level 32 nur noch mit dem selben Kit, achte so gut wie nie auf meine K/D und freue mich riesig wenn mein Team zusammen spielt oder rege mich auch mal über Hardcore-Camper oder ein unfähiges Team auf. Ich will mich wahrlich nicht als BF-Engel darstellen, aber bei manchen Spielern habe ich einfach das Gefühl, dass sie lieber das Spiel wechseln sollten. Wer nur nach einer guten K/D aus ist, spielt lieber Call of Duty ^^ Hier aber keine Kritik an DICE, denn sie können nun mal nichts für die wenigen Spieler, die das Spiel nicht begriffen haben.
Mit den anderen Spielern macht das Zusammenspielen auch ganz ohne Teamspeak einen riesen Spaß !
Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen. Das Spiel verlangt von dem Spieler sowohl gutes Aiming, eine gewisse  Aggressivität und Mut zu verrückten Aktionen, taktischem Verständnis und Spielwitz und Intelligenz wie auch die Fähigkeit im Team zu arbeiten.
Das Schadensmodell ist meine Meinung nach gut gelungen. Man muss nicht ein ganzes Magazin in einen Spieler reinpumpen, bis der aus den Latschen fällt, aber trotzalledem sind Kopftreffer immer Gold wert. Im Zweifel siegt Präzision über Reaktion, wie es bei einem guten Multiplayer-Shooter auch sein sollte.

 

DIE MODIS:

Ich werde nur auf den RUSH-Modus eingehen, da ich mich für den Conquest-Modus und Deathmatch nie wirklich begeistern konnte. Vielleicht liegt es einfach in der Natur des Menschen, dass er etwas zerstören will, anstatt ein paar Flaggen zu hissen :) Und das soll keine Beleidigung gegenüber den Conquest-Spielern sein. Nur mich fasziniert der RUSH-Modus einfach mehr, auch wegen meiner BC2-Vergangenheit.


Den Modus erklär ich nur kurz:
Die Angreifer müssen in der Basis der Verteidiger zwei sogenannte "M-Coms" scharf machen (eine Art Funkstation) und diese zur Explosion bringen, bevor ihnen die Unterstützungsticket (vom Server festgelegt) ausgehen. Die Verteidiger müssen möglichst verhindern, dass die M-Coms scharf gemacht werden (oder versuchen, die M-Coms zu entschärfen) und den Angreifern sämtliche Spawn-Tickets entziehen. Schaffen die Angreifer beide M-Coms zu zerstören, öffnet sich ein neuer Kartenabschnitt und der Kampf geht von vorne los. Die Angreifer haben die Partie gewonnen, wenn sie in allen Kartenabschnitten (meißtens 4 oder 5) die M-Coms zerstört haben. Die Verteidiger gewinnen sofort, sobald die Angreifertickets auf 0 gehen.


Bei den Angreifern wird eine gewisse Aggressivität vorrausgesetzt. Wer campt, hilft dem Team kein bisschen weiter, denn die Verteidiger dürfen unendlich oft spawnen. Alleingänge sind aber meißtens auch der Tod. Idealfall ist, wenn direkt eine ganze Meute auf eine M-Com stürzt und die wichtigen Eckpunkte um die M-Com absichert und die Verteidiger am Entschärfen hindert. Nur durch gutes Teamplay können die Angreifer erfolgreich sein. Es sei denn, die Verteidiger sind auch totale Nieten !!!

DIE KLASSEN:

DICE hat das Klassen-Gerüst aus BC2 noch einmal überarbeitet. In BC2 waren der Medic und der Sturmsoldat noch getrennt, was zu einigem Unmut in der Community geführt hat. Denn Medics werden nun mal an der Front gebraucht und da sind die Sturmsoldaten mit ihren Sturmsoldaten und den durchschlagskräftigen Granatenwerfern sinnvoller. Außerdem konnten  in BC2 Sturmsoldaten durch das Verteilen von Munitions-Nachschub im Granatenwerfer-Schieß-Gespame versuchen.
Aus diesem Grund sehen die Klassen jetzt wie folgt aus:


STURMSOLDAT: - Sturmgewehre

                            - Medi-Packs

                            - Defibrilator

PIONIER:            - Maschinenpistolen

                            - Werkzeug/Roboter

                            - Raketenwerfer/Minen

UNTERSTÜTZER: - Maschinengewehr

                            - Munitions-Packs

                            - Minen

AUFKLÄRER:       - Scharfschützengewehr

                            - Aufklärungstools

                            - mobiler Spawnpunkt

 

Meiner Meinung nach ist diese Aufteilung in die Klassen durchaus sinnvoll und sehr gut ausbalanciert. Sturmgewehre haben eine hohe Feuerkraft, Maschinenpistolen eine hohe Feuerrate, Maschinengewehe dienen zum Feuerschutz, was sogar Punkte gibt und dem Gegenspieler die Sicht erschwert, und die Scharfschützengewehre eine hohe Durschlagskraft und Reichweite. Allerdings gibt es auch Waffen, die man in allen Klassen verwenden kann, sodass man seine Lieblingstools auch mit den Waffentypen verwenden kann, die man am liebsten hat. Das sorgt für durchaus dynamische Klassen. Und so ist man auch mal überrascht, wenn ein Sniper, den man als uneffektiv im Nahkampf einstuft, einen mit einer Maschinenpistole umsenst :)
Das Waffenverhalten ist sehr realistisch. Die Streuung und der Rückstoß machen es schwerer, Dauerfeuer zu setzen. Hier sind einzelne Schüsse oder Salven die bessere Lösung.


Für jede Waffen gibt es zahlreiche Freischaltungen wie Visiere, Handgriffe, Munitionserweiterungen, Schalldämpfer etc...
In diesem Sinne hat die Freischaltwut auch seine Vorteile, auch wenn man die ganzen Freischaltungen auch von Anfang an bringen könnte, denn gerade am Anfang merkt man noch einen erheblichen Nachteil gegenüber den späteren Waffen.

 

DIE COMMUNITY:

Die Community, also die Spieler auf dem Server, würde ich erstmal als positiv beschreiben. Wenn alle Spieler erstmal ein hohes Level erreicht haben, merkt man auf einmal, dass viele Spieler sich auf das konzentrieren, was die Battlefield-Reihe so besonders macht: TEAMPLAY
Mittlerweile sind viele Spieler zu BF4 gewechselt, weswegen einige Server schon down sind oder verwaist, aber nichtdestotrotz findet man immer noch Server wo einiges los ist und das zu Recht.

Da Battlefield 4 gerade in der Anfangsphase einige riesige Bugs und Probleme mit sich geführt hat, kann ich nicht verstehen, warum die Spieler einem mittlerweile perfekten Battlefield 3 den Rücken zukehren. Die Unterschiede zu BF4 sind so gering, dass man auch mit Battlefield 3 noch viel Spaß haben kann.
Ab und zu kommt man aber trotzdem auf Server, wo ein Team dem anderen Haushoch überlegen ist. Wenn das Angreiferteam trotz 200 Tickets nicht schafft, die erste Basis zu erreichen, dann zeugt das schon von einer gewissen Armut :)

Auch auf Seiten der Verteidiger würde ich mir dann überlegen, den Server zu wechseln.
Die meißten Punkte gibt es in den unendlich spannenden und ausgeglichenen Matches und zu dem machen sie noch viel mehr Spaß.
Auf einmal kommt eine so immense Spannung und Nervenkitzel auf, den man aus keinem anderen Spiel kennt.
Auf jeden Fall lohnt es sich immer noch, Battlefield 3 einen Abstecher zu gönnen, denn die Spieler die jetzt noch BF3 spielen, tun es aus reine Freude und nicht, weil sie unbedingt noch LVL 100 erreichen wollen. Erst jetzt entfaltet BF3 seine ganze Faszination

DIE TECHNIK:
Battlefield 3 bietet eine der besten Grafik- und Soundengines der letzten Jahre. Noch nie waren Lichteffekt so schön, Sounds so realistisch und Texturen so knackig und trotzdem läuft das Spiel selbst auf Mittelklasse-Rechnern perfekt. Auch für Leute, die im Multiplayer eher hohe Framerates bevorzugen (wie auch ich), bietet das Spiel genug Möglichkeiten, die Performance in die Höhe zu treiben. Auch der Net-Code ist aller Ehren wert. Wenn man selbst mit einer 384er-Leitung einen 25er-Ping hat und sich nie wegen irgendwelcher Lags beschweren muss, dann haben die Entwickler einiges richtig gemacht :)

 

DAS FÄLLT NEGATIV AUF:
Trotzalledem gibt es auch ein paar Sachen, die mir ingame sauer aufstoßen.
Da wäre zum einen die Freischaltwut im Spiel, die mehr stört als einem hilft. Bei einer so großen Auswahl an Waffen merkt man den Unterschied dann doch recht wenig. Lieber wenige Waffen, die sich in ihrem Verhalten stark unterscheiden.

Für das Erfüllen von Einsatzzielen gibt es leider zu wenig Punkte. Wenn eine M-Com scharf machen kaum mehr Punkte gibt wie ein Kill, dann ist es nicht verwunderlich, dass viele Spieler lieber auf Nummer sicher gehen und von hinten ein paar Gegenspieler ausknipsen. Allein das Aktivieren einer M-Coms sollte massig Punkte geben, denn auch so zwingt man den größten K/D-Fan zum sogenannten "Objective-Play" und "Team-Play". Dies könnte man doch einfach mit einem Patch beheben.

Das Q-Menü ist völlig sinnlos. Außerdem sollten die Nachrichten "Ich brauche einen Sani" oder "Ich brauche Muni" beim betreffenden Sani oder Unterstützer etwas aufdringlicher erscheinen, sodass dieser auch realisiert, dass er einem Kollegen helfen soll. Nur in den seltensten Fällen hat ein Mitspieler bei mir reagiert.

Vielleicht sollten die Entwickler über eine Team-Ausgleich-Funktion nachdenken, die nach einem Match die Teams so ausgleicht, dass auf beiden Seiten ungefähr die gleiche Punktezahl herscht (siehe Modern Warfare 2). Dieses würde sich ständig wiederholende unausgeglichende Matches ein wenig eindämmen.

 

FAZIT:


Battlefield 3 hat gegenüber BC2 einen kleinen Schritt nach vorne gemacht. Die Karten sind noch schöner, die Grafik und der Sound so oder so, außerdem wurden einige Schwachstellen aus dem Vorgänger ausgemerzt (auch dass wenn eine M-Com aktiviert ist, unendlich Angreifer spawnen können!!!).
Ich würde das Spiel jedem empfehlen und jederzeit wieder kaufen. Und beim aktuellen Preis kann man nun wirklich nicht meckern. Das Spiel schafft einen Super-Spagat zwischen Battlefield 2 und BC2.

Ich hoffe man sieht sich auf dem Schlachtfeld :)

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Wertung
Pro und Kontra
  • Grafik und Sound auf höchstem Niveau
  • Gute Klassen und Waffenbalance
  • Spannender Rush-Modus
  • Abwechslungsreiche Maps
  • Teamwork führt zum Erfolg
  • Einsatzziele geben zu wenig Punkte
  • Unnütze Team-Chat-Funktionen
  • Teamausgleich für fairer Teams???

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nein

Spielzeit:

Mehr als 40, weniger als 100 Stunden



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