Erstes gelungenes Superhelden-Spiel

Batman: Arkham Asylum ist ein gelungenes Schleich-Action-Spiel, das vor allem Fans der Batman-Filme von Christopher Nolan gefallen wird. Die Charactere werden...

von andis77 am: 02.01.2011

Batman: Arkham Asylum ist ein gelungenes Schleich-Action-Spiel, das vor allem Fans der Batman-Filme von Christopher Nolan gefallen wird. Die Charactere werden durch die sehr gelungenen Zwischensequenzen in Spielgrafik glaubhaft dargestellt. Die unkomplizierte Steuerung erlaubt es auch Spielern, die kein Fan von Prügel-Spielen sind - so wie ich - das Spiel ohne Frust zu geniesen. Mit wenigen Elementen bietet das Spiel sehr viel Abwechselung und sorgt für Spannung bis zum Schluss.

Story

Das Spiel beginnt damit, dass Batman seinen Widersacher Joker persönlich in ein Gefängnis für geistig gestörte Kriminelle abliefert. Der Name der Anstalt ist Arkham Asylum. Dort spielt auch die gesamte Story. Während man den Joker auf den Weg ins Innere der Anstalt begleitet, kann man wie in Half-life sich frei bewegen und umschauen. Durch die hämischen Sprüche des Jokers wird schnell klar, dass er irgendetwas vor hat. Man schaut sich ständig um, weil man darauf gefasst ist, dass sich Joker befreien wird. In diesem Moment taucht man in die Szene ein und fühlt sich, als ob man wirklich einen Schwerverbrecher begleiten würde. Natürlich befreit sich letztendlich der Joker. Als Batman hat man nun die Aufgabe ihn wieder einzufangen und heraus zu finden, was er vor hat. Auf dem Weg trifft man viele andere Feinde von Batman. Der Riddler sorgt dabei als Auftraggeber, um versteckte Gegenstände zu finden und Rätsel zu lösen.

Steuerung

Das Spiel läßt sich sehr gut mit Maus und Tastatur steuern. Wie aus Ego-Shootern bekannt steuert man mit den WASD-Tasten. Ich befürchtete aus dem wenigen was ich wußte, dass das Spiel eine komplizierte Steuerung hat, wie es bei Prügelspielen üblich ist. Zu meiner Erleichterung war dem aber nicht so. Mit der linken Maustaste führt man einen Schlag aus und mit der Mausbewegung wählt man den Gegner aus den man treffen will. Bei Gegnern, die dabei sind anzugreifen werden mit einem Symbol über ihren Köpfen markiert. Wenn man nun rechtzeitig die rechte Maustaste betätigt führt Batman einen Konter aus. Die Art und Weise des Schlages wird dabei automatisch vom Spiel festgelegt. Ferner kann man mit dem mittleren Mausknopf Gegner kurzeitig betäuben. Batman schwingt dann seinen Umhang über die Gegner. Mit Space springt Batman über die Gegner hinweg. Auch die restlich Steuerung ist einfach gehalten. Batman kann Dank seines Umhangs bei gedrückter Space-Taste abwärts gleiten und schwingt sich bei Druck auf die F-Taste und gleichzeitig selektierten Mauervorsprung mit Hilfe eines Seils nach oben.

Gameplay

Auf der Suche nach Joker begegnet man seinen Lakaien, die man wie zuvor beschrieben mit Schlägen erledigt. Hin und wieder begegnet man Gegner mit Schusswaffen, die man nicht direkt angreifen sollte, weil man selbst keine Schusswaffe besitzt. Stattdessen schleicht man sich wie aus Splinter Cell bekannt an sie heran und schaltet sie heimlich aus. In diesem Abschnitten gibt es dann oft auch Wasserspeier. Auf diese kann man sich mit dem Seil hinauf ziehen und mit demselben auch den Wasserspeier wechseln. So kann man dann auf den Gegner hinabgleiten oder ihn direkt hoch ziehen, wenn er direkt darunter steht. Vorsicht ist aber geboten. Entweder kann der Gegner noch selbst seine Kumpel warnen oder der Joker warnt sie über Lautsprecher. Wie der Joker davon Wind bekommt wird nicht erklärt. Allerdings weiss er nur wo jemand ausgeschaltet wurde, aber nicht die Position von Batman selbst. Deswegen sollte man den Ort des Geschehens so schnell wie möglich verlassen. Denn sehr schnell nähern sich dann die anderen Gegner und schiessen auf einen. Man hält zwar eine Weile den Beschuss aus, aber trotzdem sollte man mit Sprüngen über die Wasserspeier das Weite suchen. Ist man in Sicherheit wartet man auf eine künstige Gelegenheit den nächsten Gegner auszuschalten. Was gar nicht so leicht ist. Sind die Gegner alarmiert durchsuchen sie die Gegend und geben sich dabei Rücken an Rücken gegenseitig Deckung. Sollte man dabei sterben startet man von letzten automatischen Speicherpunkt von vorne. Ein manuelles speichern gibt es nicht jedoch sind die Speicherpunkte so häufig, dass kein Frust aufkommt. Bei jeden betreten eines neuen Raums wird automatisch gespeichert. so kann man indirekt selbst abspeichern, indem man zwischendurch den Raum wechselt. Im Laufe des Spiels erhält man verschiedenen Werkzeuge, die einem erst ermöglichen bestimmte Spielabschnitte zu betreten bzw.Zugang zu manchen versteckten Gegenständen zu erhalten. Metroid Prime lässt Grüssen. Deswegen geht man oft an frühere Stellen zurück, um dort nun die Gegenstände einsammeln zu können. Zwar passiert dies auch in der Hauptstory, aber die Wege zurück sind dann oft mit neuen Hindernissen versehen oder neuen Gegnern, so dass dieses Rumgerenne nicht langweilig ist. Die Bossgegner müssen stehts mit einem Trick besiegt werden. Meistens stirbt man aber. Danach gibt der jeweilige Gegner einen bissigen Kommentar zum Ableben von sich. Daneben wird ein Hinweis angezeigt, wie der Gegner zu besiegen ist. Nun kann man das Spiel vom letzten Speicherpunkt fortsetzen, der vor der unmittelbar Begegnung des Bossgegners automatisch angelegt wurde. Es wäre schön gewesen, wenn man nicht erst ableben muss, um heraus zu finden was zu tun ist. Metroid Prime macht es da geschickter. Dort kann man die Gegner vorher scannen, um ihre Schwachpunkte heraus zu finden. Aber letztendlich sind die Bosskämpfe fair, aber auch nicht zu schwer. Geschickte Spieler weren sich hier unterfordert fühlen.

Grafik

Die Grafik ist sehr gut und die Figuren sind detailiert animiert. Hin und wieder werden Rendersequenzen verwendet, aber der Übergang ist so fließend, dass man dies kaum bemerkt. Der meiste Teil findet aber in Spielgrafik statt. Leider kann die Grafik meistens nicht bewundert, weil man die meiste Zeit mit der Detektiv-Sicht durch die Level wandert, um versteckte Gegenstände und Gegner leichter zu entdecken. Auf meinen iCore i570 mit 8 GB Speicher und Geforce 460 lief das Spiel mit sehr vielen Details und 1920x1200 Auflösung stets flüssig. Meistens waren es 60 FPS.

Motivation

Das Spiel ist sehr abwechselungsreich, obwohl es sehr wenige Elemente einsetzt. Man muss Geiseln unbemerkt befreien. Einen Gegner in eine Fall locken. Trotzdem ändern sich die grundlegenden Spielelemente nicht wesentlich. Beim Spielen selbst merkt man dies komischerweise überhaupt nicht. Die Zwischensequenzen sind sehr gut gemacht und bringen die Charactere sehr gut rüber, wie auch der Joker. Fast so gut, wie im letzten Batman-Film 'The Dark Knight'. Sehr gut hat mir die weibliche Version vom Joker, Harley Quinn, gefallen. Durch das Aufsammeln der Bonus-Gegenstände werden Hintergrund-Infos zu den Characteren frei geschaltet u.a. in welchem Batman Comic sie eingeführt wurden. Ich wußte nicht, dass Batman und einige andere Figuren schon seit 1939 existieren. Sehr gut finde ich auch, dass man nach dem Ende noch die Level nach den Bonus-Gegenständen und -rätseln durchsuchen kann, welche dann auch alle erreichbar sind. Bei vielen anderen Spielen müsste man das Spiel von vorne beginnen, wenn man einige Stellen nicht gefunden hat. Ich habe das Spiel stundenlang am Stück gespielt, ohne dass es mich gelangweilt hat. Ich mich oft gewundert wie schnell die Zeit vergangen ist.

Fazit

Das Spiel ist geeignet für Fans von Schleich-Spielen und der letzten Batman-Filme. Man muss dafür aber kein Fan von Prügel-Spielen oder Batman-Comics sein, so wie ich. Es ist eine Mischung aus Splinter Cell und Metroid Prime. Das Spiel wird viele positiv überaschen. Wenn man alle Bonus-Inhalte frei schaltet hat man sicherlich 15-20 Stunden Spielspaß. Die frei geschalteten Herausforderungen hab ich nicht gespielt, aber die dürften für noch einige Stunden mehr Spielspaß sorgen.

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Wertung
Pro und Kontra
  • Grafik: sehr gut animierte Figuren und Kämpfe
  • Sound: Nebengeräusche tragen zur Spannuung bei
  • Balance: man ist nie frustriert
  • Atmosphäre: sehr gute Zwischensequenzen, glaubwürdige Figuren
  • Bedienung: intuitive unkomplizierte Steuerung
  • Umfang: mehr als üblich
  • Leveldesign: sehr abwechselungsreich
  • KI: bewaffnete Gegner arbeiten zusammen
  • Waffen & Extras: Items schalten neue Wege frei
  • Handlung: glaubwürd Handlung führt zu versch. Batman-Feinden
  • Grafik: überwiegend mit Detektiv-Sicht unterwegs (s. Test)
  • Sound: NPC-Gespräche manchmal schlecht verständlich
  • Balance: für Hardcore-Spieler evtl. zu leicht
  • Atmosphäre: (nichts)
  • Bedienung: (nichts)
  • Umfang: Nebenziele zur Hauptmission wünschenswert
  • Leveldesign: suggeriert Open World, ist aber linear
  • KI: Prügelgegner sind einfach aber zahlreich
  • Waffen & Extras: leider nur Wege zu versteckten Gegenständen
  • Handlung: (nichts)

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nein

Spielzeit:

Mehr als 20, weniger als 40 Stunden



Kommentare(1)

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