Fallout New Vegas: grandios mit Macken.

Fallout New Vegas ist eine gelungene Fortsetzung einer grandiosen Reihe, jedoch nicht in allem zeitgemäß oder gar technisch überragend. Dennoch überragt es mit...

von - Gast - am: 08.02.2011

Fallout New Vegas ist eine gelungene Fortsetzung einer grandiosen Reihe, jedoch nicht in allem zeitgemäß oder gar technisch überragend. Dennoch überragt es mit leichtigkeit manche Genre-kollegen, in sachen Freiheit, und Entdeckerdrang

Das Spiel:

Die Handlung beginnt mit einem Loch im Kopf und einem noch Größeren Loch im Gedächtnis:
Jemand hatte versucht sie in einer postnuklearen Welt zu ermorden, sei wissen weder wieso, weshalb, warum, Nichtmals wer es überhaupt versucht hatte. Nach dem Sie von einem Arzt Zusammengeflickt wurden machen sie sich auf ihren Mörder zu finden und sich zu rächen.

Die Story Präsentiert sich Wandelbar wie Unspektakulär. Inszenierung war noch nie eine von Bethesdas Stärken, jedoch tröstet die Große Vielfalt der Story Variablen darüber hinweg, Man kann jede Quest auf Viele Art und weisen Lösen, mit Gewalt oder auch ohne. Alles was man tut hat Einfluss auf die Story und das nicht zu knapp. Ob man am ende als Verehrter Befreier oder als gefürchteter Feldherr und Unterdrücker enden, liegt allein an einem selbst. Die Hauptstory ist zwar nett aber alles andere als spannend oder gar emotional, jedoch halten manche Dialoge eine Überraschende Tiefgründigkeit , welche ein über manche dinge Nachdenken lässt, sowie eine angenehme Portion intelligentem Humors parat. Die Interessantere Geschichte dagegen ist die die man selbst schreibt, Selbstständigkeit ist für Fallout keine Tugend sondern ein muss um an diesem Spiel Genuss zu finden.

Die Mechanik:

Die Spielmechanik ist eine Gesunde Mischung aus Rollenspiel und Shooter. Im Kampf spielt sich diese Spiel wie ein Shooter, man zielt, feuert, läd nach, und wieder von vorne - soweit nichts ungewöhnliches – jedoch bietet sich einem die Möglichkeit in den so genannten V.A.T.S. Modus zu wechseln, welcher es einem erlaubt Aktionspunkte zu verteilen und so Körperteile anzuvisieren.
Das anvisieren der Körperteile hat nämlich nicht nur splatter Gehalt, (welcher aber in der deutschen Version, bis auf die Tiere Entfernt wurde) sondern auch eine Spieltechnische Funktion. Schießt man ein Bein weg wird der Gegner Verlangsamt, schießt man den Rechen Arm weg, verliert er die Waffe und so weiter.

Des weiteren Bietet einem das Spiel die Möglichkeit Bei einem Level Up den Charakter zu Individualisieren, welche so genannten Perks man erlernt hängt aber nicht nur von seinem Level ab, sonder auch von den S.P.E.C.I.A.L. Punkten , welche man am Anfang unumkehrbar verteilt.
Zudem verteilen man bei einem Level Up Punkte auf Talente, welche man auch dringend benötigt. Guter Umgang mit dem Dietrich zum Beispiel, ermöglicht es einem Schlösser und Türen zu Knacken, ein Gutes Medizinisches wissen macht einem wiederum zum Krankenhaus In Persona.

Der Umfang:

Der Umfang Ist Gewaltig. Man hat immer etwas zu tun und wenn man eine Quest löst hat man wahrscheinlich schon drei neue Questgeber entdeckt, es gibt wirklich eine Menge Quests zu lösen, Orte zu entdecken, Team Mitglieder zu rekrutieren und dinge zu erleben. Falls man eines Tages doch mal durch sein sollte und einem die Lust an diesem Spiel aber noch nicht vergangen ist, kann man es auch einfach nochmal spielen, denn der wieder Spielwert ist enorm. Jedoch ist der alternativ auszuwählende Hardcore Modus nicht so Hardcore wie man denken mag, dieser führt zwar die Bedürfnisse Hunger, Durst und Müdigkeit ein, welcher jeder aber leicht bewältigen sollte, da bleibt wohl nur die Möglichkeit auf Mods zu warten die die Schwierigkeit dessen Erhöhen.

Die Technik:

Wenn Fallout New Vegas eine große schwäche hat ist es, abgesehen von der Inszenierung, die Technik. Die Grafik tut der Atmosphäre zwar keinen Abbruch ist aber trotzdem alles andere als Zeitgemäß, matschige Texturen, fehlende Mimik der Charaktere und allgemeines „aufbloppen“ von Gegenständen in der Umgebung. Das geht besser.

Der Sound ist zwar auch nicht wirklich berauschend aber auch nicht schlecht.
Waffen Klingen halbwegs Realistisch die synchro ist aber teilweise äußerst uninspiriert, oder gar gelangweilt.

Die Steuerung: Die Steuerung ist Größtenteils shooter Standard und lässt sich somit flüssig und Präzise bedienen, jedoch ist das Menü des Statusbildschirms (Pip-Boy) unübersichtlich und teilweise etwas Frickelig.

Die Schwierigkeitsgrade sind gut ausbalanciert jedoch dürften shooter und Rollenspiel Neulinge selbst auf dem leichten Schwierigkeitsgrad Stellenweise etwas überfordert werden.

Physik: Fallout New Vegas besitzt keine Richtige Physik Engine, aber dafür auch in der Deutschen Fassung das so genannte Ragdoll. Jedoch ist dies ein bisschen übertreiben so dass besiegte Gegner nach einem Treffer von einer 9mm, gerne mal 10 Meter weit fliegen.

Kopierschutz. Fallout: New Vegas nutzt den STEAM Kopierschutz und benötigt deshalb eine Einmalige Online-Aktivierung, lässt sich dafür aber dann ohne CD im Laufwerk spielen.

Bugs: Bugs sind in der Ungepatchten Version einige enthalten. Leute werden unsichtbar, diverse Clipping Fehler, und seltsames Gezappel bei toten, kommen oft vor, und beschädigen die Atmosphäre stark, nach dem ersten (Stolzen 300megabyte gewichtigen!) Patch kommen sie jedoch selten bis gar nicht vor.

Faszit:

Wer Shootern und Rollenspiel nicht abgeneigt und ein gesundes maß an Entdeckerfreudigkeit mitbringt, hat die Möglichkeit hunderte stunden mit diesem Spiel zu verbringen.
Da dieses Spiel zwar Macken hat, eine mittelmäßige Story erzählt und Technisch nicht auf der Höhe der zeit ist, lässt es sich für Linear veranlagte mit einem drang zu Action und Skript Ereignissen jedoch nicht empfehlen.

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Wertung
Pro und Kontra
  • Grafik: Schöne weitsicht
  • Sound: Waffe Klingen okay...
  • Balance: 4 schwierigkeits grade, hardcore modus
  • Atmosphäre: Schöne Atmosphäre, humor
  • Bedienung: Präzise, flüssig
  • Umfang: Hunderte orte, Dutzende Quests, Wiederspielwert
  • Quests / Handlung: viele quests, nett erzählt
  • Charaktersystem: Optisch Individualisierbar, viele Perks, talente
  • Kampfsystem: Shooter mit Rollenspiel, V.A.T.S.
  • Items: alles sinnvoll, viele waffen und Rüstungen
  • Sound: jedoch geht es besser, lahme synchro
  • Balance: für anfänger manchmal arg schwer
  • Atmosphäre: synchro und grafik stören etwas
  • Bedienung: Pip-Boy menü unübersichtlich und frickelig
  • Umfang: -
  • Quests / Handlung: inszenierung lahm, Spannungs arm
  • Charaktersystem: -
  • Kampfsystem: Im Kampf wenig Rollenspiel, wenig action
  • Items: -

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Oft, regelmäßig

Spielzeit:

Mehr als 100 Stunden



Kommentare(7)

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