Feuer frei!!!

Der Weg in ein neues Gengre ist oft gar nicht so leicht. Ist man doch als Stratege nicht an die Shootersteuerung gewöhnt, oder muss man als Rollenspieler damit...

von Stexx am: 07.02.2009

Der Weg in ein neues Gengre ist oft gar nicht so leicht. Ist man doch als Stratege nicht an die Shootersteuerung gewöhnt, oder muss man als Rollenspieler damit rechnen, dass man in Aufbauspielen sinnfrei nach einer Story sucht. Oder das man sich anstatt sinnvolle spannende Questreihen zu lösen durch zahlreiche Töte-, Sammle- und Eskortiereaufgaben quälen muss. Ein Spiel, jemanden zu bekehren und womöglich an ein völlig fremdes Szenario oder Gameplay zu fesseln muss da schon etwas besonderes sein. Shadow Ops war und ist es für mich....

Abseits von WW2.....

Shadow Ops: Red Mercury spielt in der Gegenwart, fern ab von Normandie oder dem Reichstag. Sie sind Mitglied der Army und Captain eines Spezialeinsatztrupps. Die Spitze setzt ihre Fähigkeiten vielfältig ein, sie sind Soldat, Assassine und Weltenretter zugleich. Dieses mal jedoch tappen sie nicht nur in einen extrem gefährlich und bleihaltigen Kampf sondern auch in die ein oder andere Verschwörung, die Sie extrem ins Schwitzen bringen dürfte...

Ein alter

Shadow Ops startet mit einem genialen Kniff. Sie erleben quasi das Ende des Spiels, ohne jegliche genaue Informationen über die Situation. Klar ist, sie sollen einen Vladi genannten Mann eliminieren und eine 'Red Mercury' sicherstellen, eine von zwei Atombomben. Die Zielperson hat sich in einem arabischen Küstenstaat verschanzt, Anhänger und Luftabwehrstellungen umringen ihn. Ein heftiger Kampf steht bevor, an dessen Ende Vladi mit einem Helikopter entkommt. Die Bombe steht kurz vor der Explosion und Vladi versucht den Zünder zu deaktivieren. Vergeblich. In folge dessen zerreist ein gewaltiger Atompilz den Heli, der amerikanische Transporter, der viele Meilen vor der Küste stationiert ist wird von einer gigantischen Welle zermürbt. Schnitt.

Guirillas im Nebel....

Daraufhin beginnt das eigentliche Spiel. Die Spitze hat sie 72 Stunden vor der Explosion entsandt um afrikanische Widerständler zu infiltrieren und gewaltige Waffenlager zu vernichten. Im Zuge ihrer erfolgreichen Arbeit übergibt ihnen ihre Chefin Kate einen heiklen Auftrag eines russischen Staatsmannes, der fürchtet der G8 in Paris würde durch eine Atombombe in Gefahr gebracht. Die Zielperson ist ein gewisser Vladi, der sich irgendwo in einem russischen Komplex aufhält. Sie werden losgeschickt um ihn zu finden und die Bombe sicherzustellen.
Ab dann überschlagen sich die Ereignisse. Allerlei Wendungen und Zwischenfälle führen sie durch die bis zum Ende spannende Geschichte.

Traue niemandem!

Besonders nicht ihren Kameraden. Die sind nicht die intelligentesten. Zwar treffen sie ihre Ziele öfter mal, die meiste Arbeit liegt aber an ihnen. Dabei kommt jedoch eine schöne Kampfathmosphäre auf, durch die Soundkulisse untermalt geraten sie alle paar Meter ins Kreuzfeuer brüllender Feindesscharen. Dabei kommt ihnen das einfache wie geniale Deckungsystem zur Hilfe. Indem sie über Kimme und Korn zielen können Sie sich zur Seite lehnen. Das alles blitzschnell. So bleiben sie geschützt und können womöglich eines der zahllosen obligatorischen roten Fässer erwischen die imposant in die Luft gehen.

Ecken und Kanten...

Klar, die KI zählt nicht zu den besten. Kameraden sind dumm (was eigentlich egal ist, sie sind unsterblich) und die Gegner können nicht mehr als in Deckung gehen, schießen, kopflos stürmen und ab und zu Granaten werfen. Das sieht trotz der extrem veralteten Grafik aber dank geschmeidiger Animationen noch gut aus. Die vielen Skripts sind häufig überraschend aber manchmal auch extrem unfair platziert. Das ist nicht weiter schlimm, weil das Spiel kaum mit Gesundheitspacks geizt, mit Munition aber sehr wohl.

Fazit

Shadow Ops: Red Mercury hat mir gezeigt, was ein echter Shooter ist. Athmosphärisch, dramatisch, klasse Durchgeskriptet, schnell und häufig auch sehr schwer. Es hat mich in ein für mich neues Gengre geführt und dafür bin ich sehr dankbar. Nun hab ich es erneut installiert und kann sagen: ich war jung. Das Spiel ist aus heutiger Sicht kein Meilenstein, aber ein klasse Feuerwerk für Storytelling, Zwischensequenzen und Stimmung.

Jetzt eigenen Artikel veröffentlichen

Schreib Deinen eigenen Artikel auf GameStar und tausche Dich mit anderen Lesern aus.

Eigenen Artikel schreiben

Wertung
Pro und Kontra
  • Grafik: gute Animationen, Gegnermodelle
  • Sound: satte Waffensounds, sehr gute Sprachausgabe
  • Balance: vier Schwierigkeitsgrade, steigt langsam an
  • Atmosphäre: Skripts, Einzelkämpfergefühl-
  • Bedienung: extrem leich, präzise, gutes ausderdeckungschießen
  • Umfang: 24 Missionen, MP-Modus, Missionen sehr lang
  • Leveldesign: sehr abwechslungsreich, Skripts
  • KI / Teamwork: gehen in Deckung, schießen aus der Deckung
  • Waffe: auf die Mission zugeschnitten, viele coole Waffen
  • Handlung / Multiplayer-Modi: spannend, viele Wendungen, Verschwörung
  • Grafik: extrem veraltet und matschig
  • Sound: kein
  • Balance: teils unfaire Skripts
  • Atmosphäre: -auch mit Kollegen, oft vorhersehbar
  • Bedienung: kein
  • Umfang: kein
  • Leveldesign: Schlauchlevel
  • KI / Teamwork: stürmen Kopflos
  • Waffe: Sniper quasi nutzlos, Gegnerwaffen nicht einsetzba
  • Handlung / Multiplayer-Modi: leich vorhersehbar

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 20, weniger als 40 Stunden



Kommentare(1)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.