Konsequente Weiterentwicklung von Shift 1

Shift 2 macht vieles besser als der Vorgänger, hat jedoch noch immer mit Macken zu kämpfen. Wie schlägt es sich zu der Konkurrenz? Ein Review von einem Spieler...

von Senekha am: 12.04.2011

Shift 2 macht vieles besser als der Vorgänger, hat jedoch noch immer mit Macken zu kämpfen. Wie schlägt es sich zu der Konkurrenz? Ein Review von einem Spieler der auch NFS Hot Pursuit und Race 07 fährt.

Das Fahrverhalten & Setup

Das Fahrgefühl ist gut und besser als erwartet. Es ist natürlich wie erwartet keine Hardcore Sim wie GTR, Race, rFactor etc, aber das will Shift 2 auch nicht sein. Beispielsweise brechen die Autos beim Gas geben bei niedrigen Geschwindigkeiten nicht aus. In Kurven, auf Randsteinen oder beim Bremsen (vor allem dort) muss man aber wirklich aufpassen. (Elite Einstellungen, also 0 Fahrhilfen natürlich, ansonsten relativieren sich auch diese Probleme.)
Die Autos fahren super und die Upgrade und Tuning(Setup)möglichkeiten sind sehr umfangreich - auch wenn ich mir persönlich echte Werte gewünscht hätte (Federhärte in n/mm, Bodenfreiheit in mm etc. statt in generischen Zahlen von 0 bis xxx). Neulinge bekommen dabei neben den Einstellungen erklärt was welche Einstellung ändert. Super gemacht für all diejenigen welche sich mit Autosetups nicht so gut auskennen. Änderungen sind auch absolut spürbar und wirklich sehr gut umgesetzt. So kann manch schwammiges Auto schnell in eine super Kiste verwandelt werden.
Die Telemetrieansicht ist dabei aber wirklich absolut GARNICHT zu gebrauchen. Ist leider wirklich nur ein Marketingfeature... Was dort angezeigt wird wissen die die soetwas benutzen würden eh schon, zumal die Anzeigen wie der Bodenkontakt der Reifen in Echtzeit dargestellt wird und man sich beim Fahren wenig darauf konzentrieren kann.

Die Autos sind jedoch noch immer schwammiger als sie es sein dürften. Gerade im Verhältnis zu Hardcore Sims fragt man sich wieso das so sein muss, denn das schwammige Fahrverhalten macht das alles nicht einfacher. Ein unkontrollierbares Aufschaukeln wie in Shift 1 gibt es jedoch nicht mehr.

Da die Autos sich teilweise aber noch immer wie ein Wohnwagen fahren hier ein paar Tipps:
1. Wagen tiefer legen! Die Wagenhöhe ist meist auf dem Maximum, was überhaupt nicht nachvollziehbar ist, denn es ist hier kein Rallyspiel.
2. Federn härter stellen! Das gilt für die Stabis und für die allgemeine Federhärte. Die Federn sind auch hier meist auf dem Minimum. Auf 4/5 erhöhen bringt auch hier viel.
3. Bei Lenkrädern Intensivität auf 30% oder weniger verringern! Dadurch kann mehr eingelenkt werden bevor der Wagen reagiert, was das Auto auf Geraden kontrollierbarer macht.

Übersteuert der Wagen dann muss der Wagen vorne häter und/oder hinten weicher gestellt werden. Ansonsten einfach die Infos im Spiel beachten, sie sind alle korrekt.

Das kontrollierte Übersteuern gibt es jedoch auch in Shift 2 wieder. Alle Wagen kommen immer leicht mit dem Heck, so dass durch Kurven gedriftet wird. Das führt - so denke ich - zu dem derzeitigen Aufschaukeln. Das ist nicht realistisch, ist aber auch nicht so wie in NFS Hot Pursuit bei dem man mit einem Bugatti bei 280km/h eine 700° Autobahnauffahrt ununterbrochen hoch driftet, und dabei noch dem Verkehr ausgewichen werden kann. Es ist in dem Fall mehr auf Spaß ausgelegt.
Der Spaß hält sich jedoch hier und da in Grenzen, denn das hat auch Nachteile. Es kommt nicht selten vor, dass beim Überholen man selbst mit dem Heck die Front von dem Gegner trifft. Dieser lenkt weiter ein, das eigene Heck will nicht mehr kommen und so rutscht man gemeinsam ins aus.

Die Wagen fahren sich alle unterschiedlich, jedes benötigt sein eigenes Setup. Das Setup ('Tuning' in dem Spiel, Verbesserung des Wagens mit Teilen heißt Upgrade; um nicht zu verwirren bleibe ich bei Setup) sollte dabei für jeden Wagen auch durchgeführt werden, allein schon um das Aufschaukeln wegzubekommen. Das vermeidet Fahrfehler und bringt pro Runde nicht selten nochmals mehrere Sekunden.
Gut umgesetzt: Setups können während einer Testfahrt während der Fahrt verändert werden, ein Neustart der Fahrt ist nicht notwendig. Auch können Setups über mehrere Strecken via Kategorien wie Street, GP, GP kurz, Nordschleife, Oval etc. mit einem Knopfdruck gespeichert werden. Das ist gut, denn es gibt massig Strecken.
Am Anfang störend: Ich hätte in der Kampagne gern die Möglichkeit mit dem Auto vor der Strecke ein Testrennen zu fahren. Stellt man sich jedoch darauf ein und baut direkt am Anfang ein passendes Setup ist ist das aber in Ordnung.

Wirklich erkennen welchen Antriebstyp ein Wagen hat kann man jedoch nicht wirklich. Ein Heckangetriebener-Mittelmotor Pagani Zonda Cinque Roadster kommt weniger mit dem Heck als ein getunter Audi R8 (welcher weniger Leistung hat und ein Allrad-Mittelmotor besitzt). Es gibt aber durchaus Unterschiede. Diese wirken teilweise jedoch eher zufällig als echt.


Übrigens kann man das Setup auch verinfachen. Dann gibt es nur 4 große Kategorien welche zu besserem Kurvenferhalten oder schnellerem Auto verstellt werden können. Finde ich unangebracht, denn so funktionieren Setups nunmal nicht. Das Auto hat EIN Problem also müssen auch ganz gezielt Gegenmaßnahmen aufgefahren werden.


Zum eigentlichen Driften komme ich weiter unten. Vorweg: Sie habens meiner Ansicht nach vergeigt.

Die Grafik

In meinen Augen ist die Grafik wirklich super. Sie ist kein Meilenstein, die Strecken, die Autos und die Cockpits sehen jedoch allesamt sehr gut aus.
Es gibt jedoch hier und da einige Texturfehler (flackern) auf der Strecke und im Cockpit bei den Instrumenten. Das fällt z.B. auf der Nordschleife hier und da auf und z.B. beim 3er BMW mit Renncockpit.

Die Strecken wirken durch die Zuschauer und z.B. Zelte auf der Nordschleife sehr lebendig. Man bekommt das gefühl das hier wirklich Zuschauer sind, und keine Pappfiguren damit die Tribünenbänke voll sind.

Hier und da ist heute jedoch mehr drin. Dass das Grundgerüst vom Shift 1 ist merkt man, aber das war ja auch schon Top.

Die Klangkulisse

Der Sound gefällt mir allgemein wirklich gut.

Ich habe noch nie einen besseren Motorensound auf dem PC gehört. Selbst der erste Wagen (1er BMW) röhrt wundervoll vor sich hin; der R8 entfaltet solch eine unglaubliche Soundkulisse, vor allem bei über 7k u/min, das ist eine wahre Freude. Diese Wagen dreht man gerne aus.
Die Autos hören sich dabei alle unterschiedlich an. Vor allem Roadster brüllen etwas heller.
Die Reifen schaben über den Boden, man hört ein kratzen auf dem Boden wenn der Wagen aufsetzt - so fühlt es sich gut an.

Die Musik ist komplett lizensiert und im Spiel finden sich viele Remixes von den Titeln wieder. Mich sprechen sie allen an.
Lediglich Mountains von Biffy Clyro hätten sie sich sparen können, denn das gabs in Dirt 2 schon. Das wirkt einfach... komisch.

Die Helmkamera

Viel gepriesen und viel Wert wurde auf die neue Helmkamera gelegt. Hierbei ist es ein normales Cockpit, nur dass der Fahrer noch ein Helm aufgesetzt bekommt, welcher das Feeling besser rüber bringt.

Der Helm ist wesentlich besser umgesetzt als in anderen Spielen, da er nicht hin geklatscht wirkt sondern man wirklich das Gefühl bekommt der Fahrer hat diesen Helm gerade wirklich auf. Vor allem das Schattenspiel ist sehr schön auf dem Helm.

Der Fahrer blickt hier bereits zum Scheitelpunkt bevor eingelenkt wird, und sieht etwas mehr in die Richtung wenn eingelenkt wird. Das bringt ein gutes Gefühl rüber, ist jedoch auch etwas anstrengend. Beim Fahren muss etwas darauf geachtet werden wie der Kopf bewegt wird, da das Auto nicht in die Richtung zeigt in die der Fahrer blickt. Hat man das jedoch 1x gesehen will man das nicht mehr missen. Kennt man die Kurse hat man sich auch darauf schnell eingestellt.
Dabei wackelt der Fahrer nach vorne, nach hinten, wird auch auf Geraden durchgeschüttelt - so muss es sein.

Die Autos und Strecken

In Shift 2 gibt es unzählige Strecken und Autos. Vor allem Strecken gibt es sehr viele. Die GP Kurse sind in ihrem Langformat und auch in so ziemlich allen Kurzvarianten vorhanden die es gibt. Wirklich auf Strecken einstellen kann man sich daher nicht, man bekommt dieselbe Strecke nur selten wieder zu Gesicht. Lediglich zum Ende des Spiels (> 50% Karriere) sieht man mal mehrere Strecken.

Die Autos sind wieder unglaublich. Sogar exoten wie der Lamborghini Reventon oder Pagani Huaryra lassen sich noch mit einem Werksumbau aufbessern, das Ergebnis ist genial. Warum bauen die nicht gleich die Autos genau so?

Die Wagen sind sehr Detailverliebt und Cockpits gibt es in 1-4 Variationen + GT 1 und GT 3. Die Cockpits können dafür einfach im Upgrademenü ausgewählt werden - spielerischen Vorteil hat das nicht, ist aber ein schönes Feature.
So kann der Fahrer selbst entscheiden ob er einfach nur einen aufgemotzten Straßenwagen fährt, oder ob er Rennvinyls aufklebt und ein Renncockpit einbaut sammt Überrollbügeln usw., und dadurch einen echten Rennwagen fährt.
Lediglich der Werksumbau verbessert das Fahrzeug nochmals - und gibt ihm nochmals einen großen Schub nach oben.

Generell kann man mit fast allen Wagen auch in den höchsten Klassen fahren. Alle Upgrades rein, Werksumbau hinzufügen und man hat einen Wagen der im schlimmsten Fall 3-5s / runde langsammer ist als andere Wagen - aber Problemlos auf GT 1 Niveau sind. Wobei die 3-5s / Runde dann schon Ableger wie der Reventon + Werksumbau sind und 1,35 millionen EUR kosten.

Nebenbei: Eine moderne Corvette Upgraden auf über 1200 PS bei 1200 KG? ja ne ist klar... Ist das unrealistischste was mir aktuell aufgefallen ist.

Die Autos kann man übrigens für den gleichen Preis verkaufen wie man sie gekauft hat + Upgrades. So können also zum Testen schnell die Upgrade-Teile ausgetauscht werden oder ein neues Fahrzeug gekauft werden. Wer will schon einen Bugatti Veyron fahren? Immer weg damit ;P
Achtung hierbei: Wenn für einen Werksumbau vorher normale Upgrade-Teile gekauft werden müssen, werden diese nicht mehr erstattet! Das ist jedoch die einzige Ausnahme.
Wer sich jetzt denkt was ist das denn für ein Mist: war auch mein erster Gedanke. Der nächste war: wie cool ist das denn? Soviel Geld hat man eh nicht um sich viele Autos zu kaufen*1, also kann ich wunderbar rumexperimentieren oder kaufe mir mal fix ein anderes Auto wenn ich merke das ich ein anderes nicht mehr benötigt. (Toyota Supra z.B. für ein Modern xyz Japan. 1x gefahren, dann verkauft.)
*1 Durch den Levelaufstieg bekommt man Geldbonie wie 300k, 400k, 500k für einen Aufstieg. Für ein Rennen gibt es in der Mitte der Kampagne nur ca. 10k, je nach Schwierigkeitsgrad und Strecke. Autos die 1,5 Millionen kosten tun da dann schon durchaus weh.


Negativ finde ich derweil das man das HUD nur in 3 Stufen ändern kann. Voll, Halb, Garnicht. Ich will z.B. kein Tacho auf dem HUD haben, die Karte aber schon, da ich die Meisten kurse nicht auswendig kenne und vor Allem am Anfang auch die real existierenden Kurse meist gekürzte Versionen sind (Monza, Brands Hatch, Suzuka) welche ich so bisher noch nicht kannte.


Die Strecken sind allesamt wirklich sehr gut nachgebaut und wirken sehr real und lebendig. Zuschauer bewegen sich am Rand, und auf Strecken wie der Nordschleife wurden Zelte aufgebaut und Werbeplakate angebracht. Es gibt hier fast zuviel Strecken, Einsteiger wird das stark überfordern.
Eigene Staßenkreationen sind auch gut gelungen. Echte Aha-Momente fehlen aber. Wirklich atemberaubendes gibt es an eigenen Strecken nicht.

Jede Strecke gibt es hierbei als Tag, Dämmerung und Nachtfahrt, wobei das Setup bei Tag noch teilweise etwas anders ist. So ist die Lichtstärke nicht immer gleich und wirkt auch manchmal etwas nebelig. Das ist nicht viel, bringt jedoch noch etwas visuelle Abwechslung in die immer gleichen Strecken hinein, was ich begrüße.

In der Kampagne kann man sich derweil nicht Tag, Dämmerung und Nachtfahrten aussuchen, es wird hier vorgeschrieben. Oft ist es auch so, dass 3 Strecken hintereinander in festgelegter Reihenfolge gefahren werden müssen. Die Erste ist dann am Tag, das zweite in der Dämmerung und das dritte Rennen in der Nacht. Wer die Nachtfahrten also nicht mag kommt schlecht um diese herum. Nachtfahrten sind relativ häufig und bilden gefühlt 1/5 aller Strecken.

Die Nachtfahrten sind dabei unterschiedlich schwer. Während Straßenkurse sehr gut beleuchtet werden und im Cockpit ein wunderbares Farbspiel von sich geben, sind Strecken wie die Nordschleife Stockfinster und eine echte Herausforderung. Wer die Nordschleife noch besser kennen lernen will sollte sie mal hier in der Nacht fahren!

Regenrennen und Boxenstopps gibt es übrigens leider nicht. Die Boxengassen sind via Reifenstapel oder Betonelemente gesperrt.

Die Karriere und Rennmodi

Die Karriere ist erstaunlich lang, ich kann der GS aber zustimmen: sie wirkt gestreckt. Dann fahren wir das alles nochmal mit Herstellerduellen, und mit Landesduellen, und Alt vs. Neu Duellen, und mit Muscles, und mit alten Muscles, und mit Modern A Autos...

Gut finde ich die Zeitfahrten. Die gibt es in jeder Rubrik am Anfang bzw. zwischendurch. Sie bereiten einen auf Kurse vor und lassen einen neue Autos fahren die es in der Kategorie gibt. So kann man schonmal hinein schnuppern bevor man sich einen Wagen zulegt.

Mir sind das jedoch wieder zu wenig Runden. Nur 3-4 Runden pro Rennen? Dann noch (vor Allem am Anfang) auf teils stark gekürzten Strecken (nur der linke Arm von Catalunya z.B.)? Das darf ruhig mehr sein. Allerdings fehlt die Replay-Funktion wie aus Codemasters spielen. Das sorgt teilweise für Frust, vor Allem weil die Autos aufgrund des schwammigen Fahrverhaltens auch mal gern wegfliegen.

Die Level welche man in der Kampagne bekommt gehen mir zu schnell vorran. Das maximale Level 20 kann bis zur hälfte der Kampagne locker erreicht werden. Das geht mir viel zu schnell. Theoretisch kann man fast alles überspringen und gleich GT 3 fahren. Das wird einigen die Motivation nehmen. Prinzipiell ist es gut wenn es schneller geht, damit man Events wie den Drift überspringen kann, aber hier geht das einfach zu schnell.


Nun zu den Rennmodi. Die bilden sich wie schon in der Einleitung geschrieben aus genau diesen Kategorien sowie die Zeitfahrten und noch diese Ausfallrennen. Letztendlich sind alles aber noch immer normale Rennen.
Unterschiedlichster ist dabei der Drift... der Drift...

Ja oh mein Gott, was haben die sich dabei gedacht?! Ich bin bei Weitem kein Grobmotoriker, aber ich bekomme das einfach auf Elite nicht hin (andere nicht getestet). Der Unterschied von Übersteuern, Drift und Geradeausfahren ist viel zu klein. Um das zu beherschen bräuchte man (oder ich) viel, viel mehr Stunden. Da ich jedoch mehr auf normale Rennen stehe lasse ich den hier einfach liegen.
Das Training ist jedoch gut gemacht. Es gibt ein großes Areal auf dem man gut üben kann. Kommentare wie 'Hey, das war schon nicht schlecht' oder 'Lass dich nicht entmutigen, das ist schwer. Probier es weiter!' sind da gut gemacht. Nach dem Training gab es dann 1 Versuch auf der Strecke und nach 1/5 soviel Punkten wie #1 habe ich es dann sein lassen.


Mir fehlen noch komplett andere Wagenklassen wie SUVs oder Open Wheeler. Das hätte mehr Abwechslung rein gebracht, auch wenn es ggf. recht schwer ins Gesamtkonzept passt. Grid z.B. bekommt es aber auch hin.

Der Multiplayer

Als Fahrer der auch Hot Pursuit oder Race 07 gern online gespielt hat (Race 07 + Mods mehr als 300 Stunden) würde ein guter Onlinemodus gut tun. Leider ist er einfach nur mies.

1. Gibts wie in NFS Hot Pursuit keinen Chat. (Hallo? Entwickler? SEID IHR ********?!) Daher verkommt Autolog ausschließlich zu einer Kontrahentenliste in der alle enthaltenen 'Freunde' 08/15 Personen sind mit denen man noch nie auch nur 1 Wort gewechselt hat. Ergo völlig nutzlos, außer eben als Kontrahentenliste.
2. Gibt es Theoretisch einen Voice Chat. Standardmäßig muss der aber aus sein, weil es ständig knackt, knarzt, irgendwelche Leute Mist hören, Musik läuft, oder es so laut ist das man sein eigenes Motorengeräusch nicht mehr hört! (Welcher eigentlich sehr laut ist!)
3. Gibt es weil niemand bestraft wird fast nur unfaire Fahrer. Faire Rennen kann man zu 90% komplett vergessen, man wird so gut wie immer abgeschossen. Ist man schneller wird man halt in der nächsten Kurve rausgeboxt. Crashfrei ist man meist nur wenn man schnell genug ist und die ersten paar Kurven überlebt, und selbst da muss man Glück haben das sich nicht ein Fahrer denkt 'Hey, ich bin jetzt mal ein totaler Assi, warte bis ich überrundet werde und fahre dann in der entgegengesetzen Richtung alle um!'. Macht total Spaß...
Und mit solchen Leuten kann man nichtmal reden, oder anderen ein gutes Rennen wünschen! ARGH!

Ohne Bewertungen über andere Fahrer abgeben, sie kicken zu können oder eine Möglichkeit diese Fahrer von vornherein als Assi zu markieren wird das auch niemals aufhören.

Wirklich SEHR enttäuschend, denn das nimmt Shift 2 viel Spielspaß und Langzeitmotivation!

Autolog ist auch unübersichtlicher umgesetzt als in Hot Pursuit. Auch sind die 'Freunde' aus dem Hot Pursuit Autolog NICHT im Autolog von Shift 2. Das wirkt wirklich sehr schlecht, als ob Autolog nur ein Name für ein Modus, jedoch nichts übergreifendes ist. Hier wünsche ich mir ein System welches global im Hintergrund ist.

Der Schwierigkeitsgrad und die KI

Der Schwierigkeitsgrad ist knackig, wer die Strecken aber kennt (> 10 Runden gedreht hat) und sein Fahrzeug beherscht dem ist auch der schwierigste Schwierigkeitsgrad zu leicht. Ich fahre dem Gegner teilweise über 3 Sekunden pro Runde davon. Die Gegner sind mal leichter und mal schwerer, was aber überwiegend eher an den Fantasy-Strassenkursen liegen wird bei denen man durch z.B. die Sprünge vor Kurven etwas Übung benötigt. GP Kurse, vor Allem die Bekannten, sind einfach - insofern man mit dem Gaspedal umgehen kann bei stärkeren Autos ;)
Der Schwiergkeitsgrad zieht später etwas mehr an, weil sich die Autos auch schwerer zu beherschen lassen.

Fahren alle das gleiche Auto zeigt sich wie schwer die KI wirklich ist. In nur 3 Runden auf gekürzten Strecken von Platz 8 auf 1 zu kommen ist wirklich nicht leicht. Hier zeigt sich auch eine Balancingschwäche. Denn wenn ich das Auto nicht einstellen kann habe ich nicht viel Chancen.

Die KI bremmst allgemein relativ früh, aber nicht zu früh, was Überhohlmanöver erleichtert. Dafür kommen sie oft gut aus Kurven raus. Halte ich für eine gute Mitte.


Über die KI lästern viele, irgendwie habe ich eine völlig andere Meinung. Ich finde die KI wirklich absolut super! Sie fightet gegeneinander, macht relativ viele (überwiegend) kleine Fehler, fahren nebeneinander und nicht auf Schienen und sie reagieren auf einen. Wird brachial in die Kurve hinein gestochen oder man ist dabei in einen Gegner hineinzurauschen weichen diese einem sogar aus. Das fährt sich wirklich gut!
Lediglich das Problem des leichten driftens und dadurch nach außen schiebens gibt es relativ oft. Ist Online aber eher noch schlimmer, also ein Grundproblem der Fahrphysik.

Fazit

Shift 2 ist in meinen Augen viel besser als Shift 1, für das ich mich nie wirklich begeistern konnte.

Das FahrGEFÜHL kommt gut rüber - dazu trägt auch viel die Helmkamera bei.

Als Setupfan gibt es für mich eine große Spielwiese.

Sehr viel Potential wird im Onlinemodus verschenkt. Das tut mir sehr weh, da habe ich mir mehr nach über 300 Stunden Race erhofft.

Die Atmosphäre an sich kann jedoch noch verbessert werden, da die Karriere eher hingeklatscht und aufgesetzt wirkt.

Aufgrund des komischen Fahrverhaltens bei dem ich hin und her gerissen bin kann ich nicht wirklich sagen das man sich Shift 2 holen sollte wenn einem Hardcore Sims zu schwer sind - denn es wird hier nicht leichter. Wer jedoch auf eine möglichst echte Physik verzichten kann bekommt hier ein super (Singleplayer) Rennspiel.

Hoffentlich bekommt Slightly Mad den nächsten Auftrag von EA für Shift 3. Verdient hätten sie es!

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Wertung
Pro und Kontra
  • Grafik: Schöne Strecken, sehr gut nachgebaue Autos
  • Sound: Sehr guter Motorensound, klasse Soundtrack
  • Balance: Alle Autos gut Upgradebar, 3 Schwierigkeitsgrade
  • Atmosphäre: Super Helmkamera, gutes Geschwindigkeitsgefühl
  • Bedienung: Gute Vorbelegung+Grafik, gute Lenkradunterstützung
  • Umfang: Viele Autos, sehr viele Strecken
  • KI: Reagiert auf das Umfeld, macht Fehler
  • Fahrverhalten: Macht einfach spaß
  • Tuning: Viele Setups und Upgrademöglichkeiten
  • Streckendesign: Detailliert nachgebaute Originalstrecken + Eigene
  • Grafik: Gelegentliche Grafikfehler, heute mehr möglich
  • Sound: -
  • Balance: Schwankt teilweise
  • Atmosphäre: Aufgesetzte Karriere,viel Menüs,keine Vorbereitung
  • Bedienung: SEHR schlechte Menüführung
  • Umfang: unmotivierte Karriere,kein Regen,keine Boxenstopps
  • KI: Manchmal zu agressiv und unbedacht
  • Fahrverhalten: Zu schwammig, Antriebsarten nicht unterscheidbar
  • Tuning: Nur Bodykits, keine einzelnen Chassisteile
  • Streckendesign: Eigene Kurse ohne Aha-Effekt

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

eher schwer

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 20, weniger als 40 Stunden



Kommentare(2)

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