Netter Grafikblender

In Far Cry 2 startet der Spieler mit einem frei wählbaren Charakter, dessen Wahl den Spielablauf aber nicht nennenswert verändert. Dieser Charakter hat die...

von - Gast - am: 24.04.2011

In Far Cry 2 startet der Spieler mit einem frei wählbaren Charakter, dessen Wahl den Spielablauf aber nicht nennenswert verändert. Dieser Charakter hat die Aufgabe den „Schakal“ genanten Waffenhändler zu töten, welcher die APR und UFLL mit Waffen beliefert. Das in einem fiktiven afrikanischen Land angesiedelte Szenario, hat nichts mit dem Vorgänger zu tun. Im Verlauf der Handlung bekommt der Spieler Informationen über die Beweggründe des Schakals und ist gezwungen Aufträge der APR und UFLL anzunehmen, um ihn auf die Schliche zu kommen.

Spielelemente
Far Cry 2 verzichtet im normalen Spielgeschehen auf ein HUD, was einen netten Immersion Effekt zur Folge hat. Lediglich beim Zielen, Nachladen oder Heilen bekommt man ein HUD eingeblendet. Ebenfalls schön ist die Möglichkeit Autos zu reparieren. Die meiste Zeit wird man jedoch mit Ballern und Fahren verbringen. Die Gegner KI ist im Vergleich zu anderen spielen sehr gut gelungen, jedoch sind es dermaßen viele Kämpfe das Sie nach einigen Stunden langweilig und berechenbar wird.

Spielablauf
Die Story klingt oberflächlich betrachtet ja schön und gut für ein relativ realistisches Szenario, nach spätestens 8 Missionen wird jedoch jeder schnell wieder auf den Boden der Tatsachen landen. Die Missionen haben größtenteils überhaupt nichts mit der Hauptstory zu tun, sie sind eher öde Briefings á la: „ Hole die Diamanten von der APR, weil wir von der UFLL sie brauchen und sowieso die Besten sind“. Wer meint, dass das schon schlimm ist, muss sich erstmal die „Gegenvorschläge“ der Partner anhören. Man hat nämlich 2 Partner die meines Probierens her von der Charakterwahl abhängig sind, doch keine große Rolle spielen. Die Gegenvorschläge sind ein schlechter Witz, denn sie sind á la: „ Ich will die Diamanten, denn ich bin jung und brauche das Geld“. Diese Vorschläge kann man annehmen oder ablehnen, im Endeffekt spielt es keine Rolle. So fährt man in einer sehr großen Welt von Auftrag zu Auftrag. Wobei die Fraktionen nur in den Waffenstillstandszonen für die Auftragsannahme existieren, denn draußen ist jeder ein Gegner.

Statische Welt
All das ist nicht schlimm, wenn sich ein Spiel auf das konzentriert, was wirklich zählt. Das tut es auch. Oder…? Nicht wirklich. Far Cry 2 ist pseudo Open-World, weil meist links und rechts der Straße Berge sind, auf denen man nicht hoch kann. Wenn ich eine der zahlreichen Straßensperren beseitige, um zu meinem Ziel zu gelangen, muss ich alle Leute bei dem Rückweg wieder töten, weil alles exakt so geladen wird, wie ich es verlassen habe. So statisch die Welt auch sein mag, so schön ist sie. Auch wenn Ubisoft etwas anderes sagt, so ist es doch offensichtlich das Es sich zumindest um große Teile der CryEngine2 handelt. Jedoch muss man sagen eher um eine Abgespeckten denn all das, was Crysis drauf hat, ist hier nicht zu sehen. Vor allem das fehlende Parallax-Mapping auf dem Boden fällt auf.

Fazit
Die Kämpfe gegen die KI sind zwar spannend, nutzen sich aber durch fehlende Abwechselung ab. Durch lieblose Aufträge fehlt einem die Motivation. Auch vermisse ich Waffenballistik, die man bei so einem Spiel erwarten könnte, da es den Kampf spannender machen würde. Auf der anderen Seite steht allerdings kompromisslose Daueraktion gepaart mit einer guten mittendrin Stimmung, die durchaus gefallen kann. 5/10

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Wertung
Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nein

Spielzeit:

Mehr als 40, weniger als 100 Stunden



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