Risen: Piranha Bytes beste Arbeit nach Gothic 2

Gothic 2 ist sehr erfolgreich gewesen und ist auch heute noch das wahrscheinlich beliebteste PB Spiel. Das muss sich Deep Silver gedacht haben, weswegen...

von MattisHammer am: 27.08.2016

Gothic 2 ist sehr erfolgreich gewesen und ist auch heute noch das wahrscheinlich beliebteste PB Spiel. Das muss sich auch Deep Silver gedacht haben, weswegen Risen  sehr ähnlich zu Gothic 2 ist. Trotzdem ist es großartig und hat genug eigene Ideen dass es das meiner Meinung nach zweitbeste PB Spiel nach Gothic 2 ist. PB hatte ohnehin eine Menge wiedergutzumachen, wenn man sich an Gothic 3`s katastrophalen Release erinnert.

 

Die Spielwelt:

Die Spielwelt ist die meiner Meinung nach zweitbeste die Piranha Bytes jemals gemacht hat (Nach Gothic 2). Es war die richtige Entscheidung von PB damals die Welt kleiner und kompakter als bei Gothic 3 zu machen. Sie bietet mehr Verstecke und ist abwechslungsreich gestaltet. Außerdem wird sie von der großartigen Musik von Kai Rosenkranz unterlegt, die der Welt noch mehr Atmosphäre verleiht. Die Welt ist lebendig, da jeder NPC einen eigenen Tagesablauf hat. Es gibt auch eine hohe Gegnervielzahl (Wölfe, Goblins usw.). Insgesamt fühlt sich die Welt lebendig an und ist sehr schön designt. Du findest dich nach kurzer Zeit wieder sehr gut in der Welt zurecht, auch ohne eine Karte zu benutzen, da Piranha Bytes an den richtigen Stellen in der Spielwelt Orte gebaut hat die einem im Kopf bleiben. 

 

Das Kampfsystem:

Das Kampfsystem ist auch sehr, sehr viel besser als in Gothic 3. Gegen einen Gegner funktioniert es tadellos. Und gegen Menschliche Gegner funktioniert es auch super gut. Erst bei mehren Gegnern stößt das Kampfsystem an seine Grenzen. Es geht noch ok und mann bekommt die Gegner auch besiegt, aber es kann nervig werden, weil es die Gegner nicht immer vernünftig anvisiert. Trotzdem mag ich das Kampfsystem und halte es für eines der besseren die PB je gemacht hat. Es hat alles was es braucht. Man kann Blocken, Ausweichen, hat starke und schwache Schläge, welche sich zu einer "Combo" ausbauen lassen. Von den Lehrern im Spiel kann man dann neue Angriffe lernen, welche das Kampfsystem ausbauen und besser werden lassen.

 

Die Story:

Die Geschichte fängt interessant an. Nach einem sehr tollen und auf mehr Lust machenden Intro liegt man am Strand und hat keine Ahnung wo man ist oder wer man ist. Du weißt nicht wer der Mann im Intro ist (Inquisitor) und machst dich mit deiner Freundin zu der nächsten Zivilisation auf. Im ersten Kapitel (Das geht ca. 6-10 Stunden) ist die Story noch sehr interessant und spannend, flacht dann aber immer mehr ab bis sie ab Kapitel drei garnicht mehr wichtig für einen ist. Die Geschichte ist in Kapitel unterteilt, vier an der Zahl. Und wie bei Gothic 2 verändert sich die Welt mit den Kapiteln. Aber die Kapitel schwanken auch in ihrer Qualität. Nach den großartigen Kapiteln 1+2 werden die Kapitel danach weniger Abwechslungsreich. Trotzdem kann das Spiel neue Ideen aufweisen und entwickelt sich weiter. Kapitel 3 ist zwar kurz spielt aber nur im Inneren des Vulkans und wirkt repetitiv. Kapitel 4 zieht dann wieder an erreicht aber nicht ganz das Niveau von Kapitel 1+2.

 

Die Fraktionen:

Es gibt 2 Fraktionen. Die Ordenskrieger und die Banditen. Welcher Fraktion man sich anschließt beeinflusst den Story- und Questverlauf. Außerdem ändert sich auch dein Spielgefühl (Zumindest sollte es sich verändern). 

Das ist dann nämlich das größte Problem. Die Klassen unterscheiden sich nicht allzu stark von einander. Ob man als Bandit, Ordenskrieger oder Magier kämpft macht gar keinen so großen Unterschied. Man kann mit dem Banditen durch Spruchrollen auch Magie wirken und als Magier oder Ordenskrieger in den Nahkampf mit Schwert oder Stab. 

Trotzdem lohnt es sich für die Quests und den Story Verlauf das Spiel ein zweites Mal durch zuspielen. Ein drittes Mal ändert dann allerdings nichts mehr.

 

Die Quests:

Es gibt wieder mal keine direkte Unterteilung zwischen den Haupt- und Nebenquests. Man erledigt Aufträge für die einzelnen Fraktionen um im Rang aufzusteigen. Sobald sie dich als würdig erachten darfst du ihnen beitreten. Die Haupt- und Nebenquests sind zwar oft nach dem Schema F. Werden aber oft genug mit sehr interessanten und andersartigen Quests gemischt so dass, das Spiel nicht langweilig wird. Es beinhaltet sogar ein paar der besten Quests in einem Piranaha Bytes Spiel (Mordfall aufklären). Es hat auch einen hohen Wiederspielwert und es lohnt sich das Spiel zumindest noch einmal durch zuspielen, weil sich neue Quests ergeben und alte verändern.

 

Das Charaktersystem:

In Risen bekommt man für jeden getöteten Gegner oder NPC Erfahrungspunkte. Sobald man genug Erfahrungspunkte hat Levelt man und bekommt Lernpunkte. Mit Lernpunkten und Geld kann man sich bei Lehrern verbessern oder ganz neue Sachen lernen wie z.B. Alchimie oder neue Attacken um sich stärker und das Kampfsystem interessanter und abwechslungsreicher zu machen. Die Charakterentwicklung ist super. Man merkt wie man stärker wird und Gegner die man davor nicht besiegen konnte endlich besiegen kann.

 

Sonstiges:

Ansonsten hat das Spiel ein sehr aufgeräumtes Inventar in dem man schnell alles findet was man braucht.

Die Grafik ist stimmig und atmosphärisch. Bis auf die sich recht oft wiederholenden Charaktermodelle und die fehlende Mimik dieser ist Risen grafisch sehr hübsch. Gerade die Landschaften sind wie immer sehr schön.

Die Synchronsprecher sind wie immer sehr gut.

Das Spiel ist nicht allzu leicht, aber auch nicht so schwer wie Gothic 1+2

Bugs gab es kaum. Das Spiel ist nie abgestürzt und es gibt noch einen Patch von PB und einen inoffiziellen Patch von der Community der alle noch vorhandenen Fehler beheben sollte.

Es gibt wie früher schon eine sehr nützliche Quick Save Funktion.

 

Fazit:

Risen ist ein großartiges Rollenspiel für das ich zum Durchspielen 25 Stunden gebraucht habe. Piranha Bytes hat wieder bewiesen, dass sie einer der wichtigsten Deutschen Entwickler sind. 

Ich empfehle es!

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Wertung
Pro und Kontra
  • Die Beste Welt nach Gothic 2
  • Kampfsystem funktioniert super gegen einen bis zwei Gegner (Vorallem gegen Menschen)
  • Die Musik ist toll (Wie immer bei Kai Rosenkranz)
  • Die Quests verlaufen nicht immer nach Schema F. Es gibt oft Abwechslung bei den Quests
  • Die Story fängt interessant an....
  • Es gibt hohen Wiederspielwert und es lohnt sich das Spiel nochmal durch zuspielen, da es andere Quests gibt.
  • Aufgeräumtes Inventar
  • Die Story wird ab dem dritten Kapitel sehr uninteressant
  • Kampfsystem funktioniert gegen mehrere Gegner nicht so gut, aber immer noch ok
  • Die Fraktionen unterscheiden sich Spielerisch nicht allzu sehr voneinander

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 20, weniger als 40 Stunden



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