Schwarzer Humor trifft Innovation

Erster EindruckGleich zu Beginn des Spiels ist mir aufgefallen, dass das gesamte Spiel sehr mühevoll umgesetzt ist. Man beginnt im Turm des Overlords der noch...

von - Gast - am: 06.11.2008

Erster Eindruck

Gleich zu Beginn des Spiels ist mir aufgefallen, dass das gesamte Spiel sehr mühevoll umgesetzt ist. Man beginnt im Turm des Overlords der noch zerstört und baufällig ist. Gnarl der einem als Berater dient erklärt einem unaufdringlich die Spielmechanik. Wer das nicht will geht einfach direkt in den Thronsaal und muss kein Tutorial machen. Doch ich habe es alleine aus dem Grund gemacht, da es wie alles andere auch nett gemacht ist und einen ständigen Humor aufweist. Das der Hofnarr der Fußabtreter ist und einen beleidigt, aber nachdem man ihn verprügelt hat einem beim Eintreffen in den Turm umschmeichelt ist nur eines der vielen Details die für einen gute allgemein Stimmung sorgen. Zur Grafik muss ich sage, das mir diese sehr gut gefällt. Sie passt jeder Zeit ins Gesamtbild. Gerade durch die Schergen die toll animiert und mit vielen verschiedenen Aktionen immer mal wieder für ein schmunzeln gut sind werten die Grafik noch zusätzlich auf.

Innovativ ?
Das wohl speziellste des Spiels, das Gameplay ist mal etwas ganz anderes. Dass man die Scherge immer indirekt steuert und kaum selber kämpft finde ich einfach super. Zwar hat man die Steuerung schnell verstanden, doch gibt es einige Möglichkeiten einen Kampf zu gewinnen oder eine Situation zu lösen. Ein Bespiel: Bossgegner können für braune Schergen eine wirklich große Bedrohung darstellen, doch wer sich einfach eine kleine Gruppe von 5-10 grünen Schergen nimmt, diese mit einem Befehl lauern lässt und den Bossgegner anlockt, der wird feststellen, dass der Boss keine Chance mehr hat.

Story
Für Leute die eine tiefgründige Geschichte suchen, kann ich Overlord nicht empfehlen, doch gibt es einige Überraschungen und Wendungen, die die Story voran treiben, bis hin zum Finale das mit dem Erscheinen des alten Overlords endet.
Das wohl beste an der Story bleibt aber die Weise, wie sie präsentiert wird. Wenn man die armen Menschen vor den bösen Halblingen verteidigen muss, oder gegen einen gewissen Kahn in den Kampf zieht der „zufällig“ nicht nur ähnlich wie Khorn aus Warhammer heißt sondern noch so aussieht, sorgt das dafür das man sich immer wieder freuen muss, wenn man in der Geschichte vorankommt.

Schwächen ?
Zugegebener Maßen könnte das Spiel etwas abwechslungsreicher sein. Im Grunde macht man schon immer das gleiche. Ich habe mich daran nicht gestört da das alles in eine schöne Geschichte gebunden ist, und ich alleine aus dem Grund Gold sammeln gegangen bin da ich mir danach eine schöne neue Rüstung schmieden kann, oder ich mir einen tollen Thron kaufen kann. Das war für mich die Langzeitmotivation, auch mal in weniger spannenden Szenen noch alle Verstecke und Schätze zu suchen. Doch ich kann mir vorstellen, dass für manch einen das nicht ausreichen wird. Was mir besonders aufgefallen ist und gleichermaßen auch unbegreiflich, wie man als Tester nicht merken kann, dass sich die Sprüche in einem Endkampf ständig wieder holen und einen nerven. Das ging bei mir soweit das ich die Boxen ausgedreht habe um nicht zum x-mal „Willfried gönn die noch ein Wildschwein. Ein Held darf essen soviel er will.“

Fazit
Mir hat das Spiel viel Spaß gemacht. Endlich mal wieder ein anderes Spielprinzip. Die Schergen sind einfach nur toll, und es macht viel Spaß ihnen beim kämpfen und plündern zuzusehen. Ich kann nur jedem dieses Spiel empfehlen. Zur Not kann man ja erst die Demo ausprobieren. Ich auf jeden Fall, habe mir schon das Addon bestellt und werde auch den Nachfolger spielen und kann dieses Game nur jeden ans Herz legen.

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Wertung
Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 20, weniger als 40 Stunden



Kommentare(1)

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