Standardshooter, aber echtes Turok Feeling!

Zum (sehr subjektiven) Test des Spieles ist zuerst ein kleiner Rückblick in die Vergangenheit vonnöten...Nun, der erste Teil der Serie, Turok - Dinosaur Hunter,...

von - Gast - am: 02.05.2008

Zum (sehr subjektiven) Test des Spieles ist zuerst ein kleiner Rückblick in die Vergangenheit vonnöten...

Nun, der erste Teil der Serie, Turok - Dinosaur Hunter, wurde vor über 10 Jahren erstmals auf dem Nintendo64 veröffentlicht.
Es folgten ein paar Nachfolger, wobei meiner Meinung nach lediglich der zweite Teil noch annähernd an die Atmosphäre, bzw. das 'Turok Feeling' des Vorgängers reichen konnte.

Nun wird sich mancher fragen was ich denn genau mit diesem 'Turok Feeling' assoziiere.

Darunter ist einfach das Gefühl zu verstehen, in einer urzeitlichen, butalen und gefährlichen Umgebung unterwegs zu sein, ständig gejagt von flinken Raptoren und menschlichen Kontrahenten, die auf dem unwirklichen Planeten ihr ganz eigenes Ziel verfolgen.
Bewaffnet mit etlichen Hight Tech Waffen, aber auch einfachen und dabei äusserst wirkungsvollen Totmachern (Messer, Bogen), versucht man lebend durchs Gestrüpp zu gelangen. Die wunderschön gestalteten, dichten Dschungellevels sowie die treibende Musik und dem von weiter her schallendem Dinosauriergebrüll tragen ihr übriges zur Atmosphäre bei.

Und genau all diese entscheidenden(!) Qualitäten hat das neue Turok meiner Meinung nach, was es zu einem sehr guten Spiel macht.

Im Folgenden eine Beschreibung aller relevanten Spielbestandteile mit positiven und negativen Aspekten:

- Die Story: Im alten Turok war man noch ein 'echter Indiander', der durch Zufall in ein Portal gezogen wurde... die Story nam ihren Lauf. Wirklich mal ein origineller und ungewöhnlicher Auftakt für einen Ego-Shooter.
Nun, im Jahr 2008, stellt man einen Marine Soldaten *gähn* von indianischer Abstammung dar, der mit seiner Crew auf dem Planeten einen Verbrecher suchen soll der dort sein Unwesen treibt. Dummerweise wird man kurz vorm Eintritt in die Atmosphäre abgeschossen, muss notlanden, ... ich frag mich wie oft ein durchschnittlicher Gamer dieses oder zumindest ein ähnliches Szenario schon durchmachen musste...

- Gameplay: Ziemlich Standard: Geh von Punkt A nach B, töte Gegner, finde bestimmte Sachen, erledige Endgegner, etc.
Dabei kann man in den meisten Situationen entscheiden ob man lieber leise mit Messer und Bogen vorgeht oder sich in Rambomanier durchs Unterholz holzt.
Hierbei noch eine Anmerkung zum Messer, welches eine Spezialposition unter den Waffen einnimmt - schleicht man sich von hinten an einen Gegner heran, respektive wird von einem Dino zu Boden geworfen und bedrängt, so kann man mit schnellem Tastendrücken eine vernichtende Spezialaktion mit der Klinge ausführen. Ist vielleicht etwas zu overpowered, macht aber Spaß.
Hauptgegner im Spiel sind Soldaten, die Dinos dagegen sind neutral, bzw. greifen Euch sowie aber auch Gegner an. Find ich gut gelöst so.
Bzgl. der Bewegungsfreiheit in den einzelnen Levels sei gesagt, dass man eigentlich immer einem strikt vorgegebenen Pfad folgen muss. Bis auf ein paar grösser angelegte Flächen hat man keine eigene Wegwahl. Also erwartet kein Crysis.

- Grafik: Bleiben wir gleich bei Crysis - trotz der recht gleichen Umgebung kommt Turok optisch natürlich nicht an Crytek` s Engine ran.
Trotzdem verrichtet die Unreal 3 Engine gute Dienste, die Umwelt wirkt lebendig, die Animationen sind recht lebensecht umgesetzt und die meisten Texturen sehen ebenfalls schön plastisch aus.
Besonders gut gefallen hat mir das hohe Gras das sich beim Durchwarten mitbewegt. So lassen sich auch Gegner oft leichter ausmachen.
--> Wer einen entsprechenden PC hat sollte übers Treibermenü evtl. noch Antialiasing und Vsync erzwingen.

- Sound: Wie Eingangs schon erwähnt trägt die Musik und die urzeitlichen Umgebungsgeräusche erheblich zur Dschungelatmosphäre bei. Die Sprachausgabe und Waffengeräusche gehen in Ordnung.

-Bedienung: Maus + Tastatur funktionieren einwandfrei. Keine Besonderheiten.

- Multiplayer: Standarkost mit einer kleinen Ausnahme: Die Maps sind mit Dinos infiziert. Könnte also vorkommen dass euch nicht euer Gegner, den ihr grad im Visier habt umlegt, sondern euch ein Raptor hinterrücks ins Genick springt.
Desweiteren ist lobenswerter Weise noch ein Coop Modus für bis zu 4 Spieler enthalten. Dazu stehen euch verschiedene extra erstellte Missionen zur Verfügung.
Könnt mir vorstellen dass der Multi im Netzwerk mit mehreren Leuten recht Spaß macht.

- Fazit -

Wie schon der Überschrift zu entnehmen ist Turok lediglich ein weiterer Shooter der sich in die lange Ego-Shooterschlange einreiht.

Die 'Turok-Atmosphäre' aber macht das Spiel zu etwas Besonderem.
Somit kann ich nur jedem raten der sich, wie ich, an den alten Teilen der Serie erfreut hat auch mal den neuesten Teil anzusehen.

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Wertung
Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

eher leicht

Bugs:

Nein

Spielzeit:

Weniger als 5 Stunden



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