Test zum DOOM Reboot

DOOM 4, DOOM 2016 oder einfach DOOM   Wie auch immer man es nennen möchte, der DOOM Reboot wurde überall als Rückkehr zu den Wurzeln des...

von arox99 am: 27.12.2016

DOOM 4, DOOM 2016 oder einfach DOOM

 
Wie auch immer man es nennen möchte, der DOOM Reboot wurde überall als Rückkehr zu den Wurzeln des klassischen Ego-Shooters gefeiert. Doch ist das DOOM Reboot das wirklich?
Es wurde als schnell, Old-School und brutal beschrieben, zumindest brutal ist es in jedem Fall, Blut spritzt alle paar Sekunden. Dass das Spiel überhaupt ungeschnitten in Deutschland erscheinen kann liegt wohl daran, dass es erstmals in der DOOM Reihe keine menschlichen Gegner mehr gibt.
Schnell ist es auch, durch das schnelle Charactermovement, das deutlich fixer, aber auch geschmeidiger ist als das vieler moderner Shooter. Dadurch entsteht ein Fluss, dem man sich nur schwer entziehen kann. Das vertikale Gameplay wird auch durch die, für die DOOM Reihe neue, Doppelsprung Mechanik unterstützt. Das bewirkt zwar eine schnelle Bewegung quer durch dem Raum, unterscheidet sich aber enorm von den alten DOOM Teilen, bei welchen der Spieler viel stärker an den Boden gefesselt war.
Old-School ist der neue Shooter von Id-Software also nicht wirklich, durch neue Spielmechaniken wie den Doppelsprung und Talent- sowie Waffenverbesserungen, aber auch durch das neue Level Design, welches viel mehr Objekte in den Räumen bietet und viel vertikaler als die alten DOOM Teile, entsteht ein neues Spielgefühl. Das ist allerdings nicht zwangsläufig schlecht.
 
 
 

Singleplayer

 
Der Singleplayer ist das Herz des neuen DOOMs. Er profitiert stark vom nun schnellen Gameplay und spielt sich genau so, wie sich ein Shooter spielen sollte, mit schneller Aktion, ohne lange Unterbrechungen,. Anstatt dass man, wie in modernen Shootern üblich, ständig in seiner Deckung hockt und darauf wartet, dass die Leben regenerieren, muss man sich schnell über das Schlachtfeld bewegen, um nicht getroffen zu werden und muss ständig nach Lebenspunkten, die in den Levels verteilt sind, Ausschau halten.
Die Waffen sind für den Singleplayer perfekt designt, jede Waffe, außer der Pistole, bleibt von Beginn an, bis zum Ende des Spiels nützlich und kann, für auf die Waffe zugeschnittene Gegner eingesetzt werden. Alle Waffen fühlen sich auf ihre Weise mächtig an, ohne zu stark zu wirken. Selbst die BFG macht da keine Ausnahme, sie ist zwar sehr stark, durch ihre stark begrenzte Munition aber kein Allheilmittel.
Außerdem gibt es noch einen Nahkampfangriff, dieser ist zwar etwas riskant, weil man sehr nah an den Gegner muss, dafür lassen Gegner aber eine kleine Belohnung in Form von Leben fallen, dieses Element bring zwar etwas neue Taktik in den Shooter, macht das Spiel aber auch deutlich einfacher als alte DOOM Teile.
Das Level Design ist auf die neuen Spielmechaniken gut angepasst, es ist sehr vertikal und ermöglicht eine schnelle Bewegung über kleine offene Areale und ist nicht so schlauchartig wie die alten DOOMs. Auch die aus den alten DOOM Teilen bekannten Säure Felder, welche ich meist eher als störend im sonst so offenen Gameplay empfand, bleiben im neuen DOOM sehr selten. Das Leveldesign ist durch den ständigen Wechsel zwischen Hölle und Mond sehr abwechslungsreich, grade für ein DOOM und gehört zu den Stärken des Spiels.Auch das Monster Design ist schlichtweg großartig. Die Gegner sehen alle sehr unterschiedlich aus und haben auch unterschiedliche Fähigkeiten und Angriffsmuster, die man verstehen muss um sie effektiv zu bekämpfen, Pinkys beispielsweise rennen schnell auf einen zu und verursachen dann im Nahkampf sehr viel Schaden, steht man allerdings vor einer Wand und weicht kurz vor ihren eintreffen aus, laufen sie in die Wand hinein und können von hinten mit der Schrotflinte oder der Kettensäge gefahrlos beseitigt werden. Die vielfältigen Gegner typen in verschiedenen Kombinationen immer wieder zu besiegen, sorgt für einige Abwechslung und macht viel Spaß.
Außerdem hat DOOM noch drei Bosskämpfe, die das Spiel durch ihre ganz eigene Mechanik gut auflockern und für Abwechslung sorgen, grade weil der erste auch sehr anspruchsvoll ist. Der letzte ist allerdings auf Albtraum, dem höchsten der von Beginn an wählbaren Schwierigkeitsgrade, zu leicht.
Womit wir bei den Schwächen des Spiels wären, Schwierigkeitsgrad und vor allem Pacing. Grade die Anfangsphase des Spiels ist zu leicht, und vor allem zu lang, bis man den ersten Boss erreicht ist das Spiel viel zu leicht. Dann bleibt es eine Weile recht anspruchsvoll, wird aber grade in dieser Phase recht langweilig, man erhält keine neuen Waffen mehr, außer der BFG und es werden weniger neue Gegner typen eingeführt. Wären diese beiden Phasen zusammengeführt, wäre das Spiel vom Erleben her deutlich angenehmer und man hätte nicht das Gefühl es würde sich etwas ziehen. Gegen Ende wird das Spiel dann wieder etwas zu leicht und langweilig, da kaum weitere Elemente hinzugefügt werden.
Die Secrets im Spiel, die in den alten DOOM Spielen eine große Stärke waren, da es spannend war sie zu suchen und sie deutliche Vorteile mit sich brachten, sind im neuen DOOM eher schwach. Teilweise findet man nur kosmetischen Kram wie Puppen, laaaanngweeeillllig, Zeug für das nervige Talent System, das ein Shooter wie DOOM nicht nötig hat, weil das Auswählen von Talenten einen aus dem Spielfluss reißt und Munition und Leben, von denen man dank der zu starken Talente eh genug hat, na danke schön. Außerdem sind sie teilweise grauenhaft mit dem Leveldesign verbunden, teils sind sie an den unmöglichsten Stellen, was eigentlich cool ist, teils tötet einen das Spiel aber auch an solchen Stellen ohne ersichtlichen Grund, weil es den Spieler dort nicht haben will, was einem die Lust am Secret Sammeln verdirbt. Ich hab sie auf Albtraum stäter nicht mehr gesammelt, weil ich so oder so schon zu stark für das Spiel war.
Die Story des Spiel ist, dramatische Pause.., so egal, wie sie es schon immer war und endet zu allem Überfluss auch noch mit einem offenen Ende, was ich eigentlich doof finden würde, mir aber egal ist, weil die Geschichte so unfassbar belanglos ist.
 
 
 

Multiplayer

 
Hat das Spiel auch. Wer glaubt, dass er so Revolutionäres wie in den UrDOOMs erwarten kann, der liegt falsch, er erlebt ein schlechteres Quake Live mit einigen Extras wie Dämonen, für ein zwei Stunden ganz unterhaltsam, dann aber langweilig und belanglos. Die Kombination von Schrotflinte und Nahkampfangriff ist etwas zu stark, die Waffen wurden eher für den Singleplayer designt und sind im Multiplayer etwas unausgewogen. Zumindest meiner Einschätzung nach, ich habe aber auch nur drei Stunden im Multiplayer verbracht.
 
 

Grafik und Sound

 
Sind ein Brett, das Spiel sieht wunderbar aus, hört sich großartig an und läuft dafür enorm flüssig, was bei dieser Spielgeschwindigkeit auch bitter nötig ist. Wer visuelle Gewalt liebt wird die Grafische Darstellung dieses Spiels mögen. Grade die Finishingmoves sind ultra brutal und sehr gut dargestellt.
 
 

Fazit

 
Empfehle ich also das Spiel zu kaufen? Ich denke schon, für 20€ ist es für Shooter Fans ein sehr gutes Spiel, für alle anderen würde ich empfehlen es für 10€ zu kaufen, mehr kann ich aus genannten Gründen nicht empfehlen. Es ist ein etwas anderer Shooter mit dem man etwas 12 Stunden Spaß haben kann.
 
Der Test läst sich mit zusätzlichen Links und Infos auch auf meinem Blog lesen.
Jetzt eigenen Artikel veröffentlichen

Schreib Deinen eigenen Artikel auf GameStar und tausche Dich mit anderen Lesern aus.

Eigenen Artikel schreiben

Wertung
Pro und Kontra
  • - Grafisch beeindruckend
  • - Abwechslungsreich
  • - sicherlich kein klassisches DOOM
  • - sicherlich kein klassisches DOOM

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

eher leicht

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 10, weniger als 20 Stunden



Kommentare(3)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.