Wegweisend, leider nur mäßig gealtert

Rezension: „Star Wars: Battlefront“ (2004) — Version 1.3.5 (4) — Plattform: Steam

von ModuGames am: 25.04.2020

Das Reboot der Battlefront-Reihe im Jahr 2015 und Battlefront 2 (2017) haben diese altehrwürdige First-Person/Third-Person-Shooterreihe wieder ins Rampenlicht gerückt. Dementsprechend wurde seitdem heiß diskutiert, welcher Ableger denn nun der beste der Reihe sei. Battlefront 2 (2005) wird hier oft genannt, das Original von 2004 wird jedoch nur noch selten angeführt. Meiner Meinung nach zurecht, denn das Spiel hat mit einigen Problemen zu kämpfen.

Battlefield mit Lichtschwertern

Battlefront ist im Star-Wars-Universum angesiedelt und umfasst die komplette Originaltrilogie sowie Episode I und Episode II. „Die Rache der Sith“ sollte erst im folgenden Jahr in den Kinos laufen und hat es deshalb nicht ins Spiel geschafft – mit Ausnahme des Planeten Kashyyyk. Der einzige Modus in Battlefront ist, was Battlefield-Spieler „Conquest“ nennen würden: Zwei Teams mit je bis zu 32 Spielern kämpfen darum, die gegnerischen Tickets (in der Regel besitzen beide Mannschaften 250, was manchmal allerdings variiert) auf null zu bringen. Alternativ kann man auch alle Kommandoposten, die als Spawnpunkte dienen, erobern und 20 Sekunden lang halten, was ebenfalls zum Sieg führt.

Die Klonkriege waren damals brandaktuell und sind entsprechend prominent vertreten. Dieses Kanonenboot wird sich nicht mehr lange in der Luft halten können.

Der Online-Aspekt des Original-Battlefront war damals einer der wichtigsten Kaufgründe. Wer noch über DVD spielt, muss heutzutage auf Third-Party-Programme wie GameRanger ausweichen, da der Mehrspieler ursprünglich auf GameSpy basierte, das 2013 abgeschaltet wurde. Bei besagtem Programm musste ich allerdings feststellen, dass der Nachfolger zwar noch rege gespielt wird, bei Battlefront 2004 aber ziemlich tote Hose herrscht. Die Steam- und GoG-Versionen besitzen wiederum integrierte Multiplayer-Unterstützung, volle Lobbys sollte man hier allerdings auch nicht erwarten. Das ist aber nur bedingt problematisch, da Bots die Plätze der fehlenden Spieler auffüllen. Ich selbst habe zwar meist im Einzelspieler gekämpft, aber dennoch gilt, dass der Mehrspieler natürlich sehr viel Spaß macht und einige Aspekte, wie etwa das Teamplay, hier erst wirklich zum Tragen kommen.

Kampagnen? Ein Euphemismus

Der Einzelspieler bietet vier Auswahlmöglichkeiten: eine Klonkriegskampagne (Episode I & II), eine Kampagne im Galaktischen Bürgerkrieg (Episode IV-VI), den Modus „Galaktische Eroberung“ und Soforteinsätze. In den Kampagnen kämpfen Sie sich nach und nach durch eine Reihe von Schlachten. Insgesamt besuchen Sie zehn Planeten mit 16 unterschiedlichen Karten. In der Kampagne können Sie die Karten allerdings nur mit einer zugewiesenen Fraktion spielen. Im Falle der Klonkriege gibt es sieben Einsätze, wobei Sie die ersten drei auf Seiten der Konföderation unabhängiger Systeme (Separatisten) schlagen und dann für die restlichen vier zur Republik wechseln. Im Galaktischen Bürgerkrieg sind es immerhin schon neun – in den ersten vier Schlachten kämpfen Sie für das Imperium, die späteren Einsätze bestreiten Sie für die Rebellion. Diese Wechsel zwischen den verfeindeten Fraktionen kommen sehr abrupt und machen spielerisch nur wenig Sinn. Viel besser wäre es gewesen, wenn man jeweils eine Kampagne für jede der vier Streitkräfte gehabt hätte. Dann hätte man alle Prequel-Maps sowohl als KUS als auch als Republik durchspielen können. Dasselbe dann auf den OT-Maps mit Rebellion und Imperium. Denn es wirkt reichlich verworren, wenn man am Ende der Kampagne als Republik/Rebellion den Sieg davon trägt, obwohl man die Hälfte der Zeit auf der Seite des Gegners verbracht hat.

Zu Beginn der Klonkriegs-Kampagne muss man die Separatisten zum Sieg über die einheimischen Gungans führen.

Zwischen den Kampagnen-Einsätzen werden Szenen aus den Filmen abgespielt, um den Spieler auf das Kampfgeschehen vorzubereiten. Das schreit geradezu nach niedrigem Budget – und zwar nicht nur wegen der schlechten Auflösung in besagten Sequenzen. Wenn die Konfrontation zwischen Gungans und Droiden aus Episode I gezeigt wird, um auf eben jene Schlacht hinzuleiten, dann funktioniert das. Wenn der Flug des Millennium Falken in die Wolkenstadt (Episode V) abgespielt wird, fragt man sich schon, wie das nun mit dem Kampf zwischen Sturmtruppen und Rebellensoldaten zusammenhängt, der nach dem Filmchen folgt. Wenn die Siegesfeier aus „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ am Ende der Original-Trilogie-Kampagne über den Bildschirm flackert, dann passt das sogar hervorragend. Wenn aber wiederum nach Beendigung der Klonkriege (eigentlich Episode II & III) die Feier auf Naboo (Episode I) auftaucht, ist die Verwirrung groß. Übrigens: Wenn man „Kampagne“ hört, denkt man automatisch an Dinge wie unterschiedliche Missionsziele, oder nicht? Battlefront scheint das anders zu sehen – hier muss einfach nur alle Gegner plätten. Als mir im Missionsbriefing für Endor aufgetragen wurde, den Schildgenerator zu sprengen, war ich erst positiv überrascht, bis sich herausgestellt hat, dass es auch hier reicht, einfach nur die imperiale Präsenz von der Karte zu vertreiben.

Zwei deutlich bessere Spielmodi

Die Versatzstücke, aus denen die Kampagne besteht, finden Sie im Modus „Soforteinsatz“. Hier kann der Spieler jede Map einzeln anwählen und sich nach Wunsch eine Kartenrotation zusammenstellen (zum Glück ohne die Szenen aus den Filmen). Ein Pluspunkt: die Karten lassen sich nun immer mit beiden Kontrahenten spielen – anstatt nur auf einer Seite, siehe Kampagne. Noch größerer Pluspunkt: Einige (nicht alle) Karten lassen sowohl Gefechte mit den Prequel-Fraktionen (Separatisten vs. Republik) als auch mit den OT-Widersachern (Rebellen vs. Imperium) zu, was in der Kampagne natürlich nicht der Fall ist. Bei den Soforteinsätzen findet sich sogar eine 17. Karte, die im restlichen Spiel nicht verwendet wird: Jabbas Palast auf Tatooine.

Die Karte „Bespin: Plattformen“ ist hervorragend für Kämpfe zwischen Sternenjägern.

Galaktische Eroberung, oder wie ich es nenne: „Die Kampagne, aber in gut“, ist insgesamt der interessanteste Modus des Spiels. Hierbei handelt es sich quasi um Tauziehen, nur eben auf einem galaktischen Level. Zwei Fraktionen kämpfen um insgesamt acht Planeten, wobei zwei davon als Heimatwelten zählen. Wer die restlichen sechs kontrolliert, kann die Heimatwelt des Gegners angreifen. Der Gewinner einer Schlacht darf entscheiden, welches Ziel er als nächstes angreift. Das heißt auch, dass man keine Gegenschläge zu erwarten braucht, solange man immer gewinnt. Jeder Planet besitzt einen eigenen Bonus – beginnt man eine Schlacht, aktiviert man einen dieser Boni. Wer Tatooine kontrolliert, darf etwa einen KI-gesteuerten Helden mit in die Schlacht nehmen. Durch diese Elemente kommt ein gewisser strategischer Anspruch ins Spiel. So sollte man besondes gefährliche Planeten (aufgrund der Boni) möglichst schnell einnehmen. Es gibt für jede Fraktion eine Galaktische Eroberung. Sobald man eine davon gewinnt, werden nochmals vier Szenarien freigeschaltet. Insgesamt reden wir hier über einen wirklich guten Spielmodus, der meines Erachtens das Gefühl eines tatsächlichen Krieges deutlich besser veranschaulicht als die Kampagnen.

16 Jahre haben der Mechanik nicht gutgetan

Doch widmen wir uns dem eigentlichen Gameplay. Battlefront kann sowohl in First-Person- als auch in Third-Person-Perspektive gespielt werden. Die Ego-Ansicht ist natürlich sehr atmosphärisch, allerdings ist es generell klüger, immer in Third Person zu spielen. Erstens hat man ein generell größeres Sichtfeld und zweitens kann man so ein Problem der Zoom-Mechanik aushebeln. Spielt man im First-Person-Modus und möchte man durch das Visier schauen (diese Funktion sollte man sich schnellstens auf die rechte Maustaste legen, denn da ist sie standardmäßig nicht), dann wechselt das Spiel in eine Ansicht, als wäre man im Visier, was die Sicht einfach viel zu stark einschränkt. Visiert man in der dritten Person an, zoomt man einfach über die Schulter näher ran – deutlich angenehmer.

Die Ego-Perspektive ist zwar atmosphärisch, aber weniger übersichtlich als die Sicht aus der dritten Person. Hier steht ein Wookiee vor den Trümmern eines imperialen Kampfläufers.

Nicht nur das Anvisieren ist nicht da, wo man es von modernen Shootern gewohnt ist (auf der rechten Maustaste liegen standardmäßig Granaten). Die ganze Mechanik ist veraltet. So kann man beispielsweise nicht sprinten, was das Spiel unheimlich langsam wirken lässt. Man kann sich aber hinlegen und hinlegen, was aufgrund der langen Animation allerdings nur für Camper zu empfehlen ist. Das Spiel hat außerdem ein Problem mit seiner Treffererfassung: Bäume und Steine haben etwa größere Hitboxen, als sie laut Modell besitzen dürften, und saugen deshalb Schüsse auf, die eigentlich deutlich vorbei fliegen müssten. Über einen Zaun hinweg oder durch diesen hindurch zu schießen, funktioniert nur mit viel Glück. Manchmal registriert das Spiel eindeutige Kopfschüsse nicht. Auch andere moderne Features wie automatische Heilung gibt es in Battlefront nicht – das ist hier allerdings ein Vorteil.

Gutes Teamwork & schlechtes Balancing

Denn das Spiel verwendet ein Klassensystem: man darf sich zwischen fünf Einheiten entscheiden. Zuallererst wäre da der reguläre Soldat, der mit Sturmgewehr und Granaten einen guten Allrounder darstellt. Die schwere Einheit hingegen eignet sich hervorragend zur Bekämpfung von Panzern. Der Pilot repariert Fahrzeuge, außerdem kann er seine Verbündeten heilen und ihnen Munition geben. Der Scharfschütze eignet sich für Gefechte auf lange Distanz. Durch diese Teilung der Aufgabenbereiche wird das Teamplay enorm gefordert – großartig! Dann gibt es pro Seite jeweils noch eine Spezialeinheit: den Jettruppler für die Republik, den Droideka für die Separatisten, den Dunklen Truppler fürs Imperium und den Wookiee für die Rebellen. Es ist zwar toll, dass Battlefront versucht, jeder Seite Individualität zu verleihen, allerdings leidet hier das Balancing. Die Droidekas mähen sich mit ihren Schildgeneratoren und Zwillingsblastern etwa geradezu durch die Klone. Der Jettruppler wirkt als vermeintlicher Ausgleich ziemlich schwach.

Jettruppler sind die Spezialeinheit der Republik – sehr beweglich, aber fragil.

Balancing ist generell keine Stärke des Spiels – einige Missionen sind extrem zugunsten einer Partei zugeschnitten. In der Kampagne müsste der Spieler auf Geonosis schon etwa 100 Gegner (von den besagten 250) alleine töten, damit das eigene Team gewinnt. Mag sein, dass es Spieler gibt, die so etwas können, aber ich gehöre nicht dazu. Endor hat dasselbe Problem, hier haben die Rebellen sogar nur 200 Tickets, obwohl das Imperium notorisch besser abschneidet. Wählt man den leichten Schwierigkeitsgrad, sind auch diese beiden Einsätze machbar, aber auf „normal“ (meinem bevorzugten Schwierigkeitsgrad) habe ich sie auf Teufel komm raus nicht geschafft – von „schwer“ will ich gar nicht erst anfangen. Auf anderen Karten kann man quasi tatenlos herumstehen und das eigene Team gewinnt, während es immer noch mehr als die Hälfte der eigenen Tickets hat. Bitte was? Ich verstehe, dass die unterschiedlichen Missionsparameter (indigene Bevölkerung, Fahrzeugauswahl, Terrain) das Balancing schwierig macht, aber so dramatisch sollten die Unterschiede dann doch nicht ausfallen.

Überzeugende Karten

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal den Maps zuwenden. Es gibt in Battlefront, wie bereits angesprochen, zehn Planeten und 17 Karten. Im Detail sind das: Endor, Geonosis, Hoth, Kamino (alle jeweils eine Karte), Bespin, Kashyyyk, Naboo, Rhen Var, Yavin 4 (jeweils zwei Karten) und Tatooine (drei Karten). Star-Wars-Fans wird auffallen, dass jeder dieser Planeten eine prominente Rolle in den Filmen spielt – bis auf Rhen Var. Hier handelt es sich um einen Planeten aus dem Erweiterten Universum, der vermutlich nur implementiert wurde, um dem Spiel etwas mehr Inhalt zu geben. Die beiden Rhen-Var-Karten sind zwar keineswegs schlecht, aber der Wiedererkennungseffekt der anderen Maps tritt hier natürlich nicht ein. Generell sind fast alle Karten grundsolide und einige sogar wirklich hervorragend (Hoth!).

Die Gefechte zwischen Schneegleitern und AT-AT-Läufern auf Hoth waren zur Mitte der 2000er wahre Augenöffner. Anmerkung: Die Screenshots sind in 800x600 Pixeln aufgelöst. Auf modernen Systemen sieht das Spiel deutlich sauberer und detaillierter aus.

Zusätzlich zu den Infanteriegefechten bringt Battlefront noch zwei zusätzliche Dimensionen ins Spiel: Fahrzeuge und Sternenjäger. Diese stehen oft am Startkommandoposten eines Teams herum und spawnen bei Zerstörung nach. Große Läufer wie der AT-TE oder der AT-AT sind nicht nur sehr stark, sondern dienen auch als mobile Spawnpunkte – eine tolle taktische Komponente. Viele Fahrzeuge bieten übrigens Platz für mehrere Spieler, so kann man mit dem republikanischen Kanonenboot Klonsoldaten transportieren, während gleichzeitig die Kanoniere den Feind unter Beschuss nehmen. Fantastisch! Brilliant! Und wenn sich X-Wings und TIE-Jäger Dogfights liefern und gleichzeitig am Boden ein erbitterter Kampf zwischen Rebellensoldaten und Sturmtruppen tobt, ist das Star Wars auf höchstem Niveau. Schade nur, dass die Maps etwas größer sein müssten, um Jäger wirklich effektiv einsetzen zu können, und auch die Geschwindigkeit der Laserstrahlen hätte ruhig etwas höher sein können.

Probleme mit den Helden

Im Spiel besitzt jede Seite einen Anführer: Mace Windu für die Republik, Count Dooku für die Separatisten, Luke Skywalker für die Rebellion und Darth Vader für das Imperium. Diese Typen lassen sich mit Handfeuerwaffen nicht töten – die beste Chance hat man, wenn man sie Abgründe hinunterwerfen kann. Wer dachte, dass Vader gar nicht mehr gruseliger sein könne als in seiner berühmten Szene aus „Rogue One“, war offenbar noch nie in der Situation, dass der unbesiegbare Sith-Lord auf der Map „Bespin: Platforms“ genau auf den Spieler zugelaufen kommt, während man sich in einem engen Gang befindet. Es ist zwar sinnvoll, dass die Helden stark sind, aber man sollte sie auch als Infanterie bezwingen können – siehe die Geonosis-Arena aus Episode II.

Es gibt Helden im Spiel, die allerdings nicht gesteuert werden können. Dafür sind Fahrzeuge wie dieser AT-ST auch sehr überzeugend!

Das eigentliche Problem ist aber, dass die Helden nicht spielbar sind. Man kann doch nicht solch ikonische Star-Wars-Figuren einbauen und dann erwarten, dass der Spieler nur zusieht, wie die KI sie kontrolliert! Die KI ist allgemein übrigens sehr durchwachsen: Gegner stehen entweder nur hirnlos in der Gegend herum oder bewegen sich wie Bälle in einem Flipperautomaten. Letzteres mag natürlich hilfreich sein, um nicht getroffen zu werden, sieht aber reichlich bescheuert aus.

(Einstmals) technisch faszinierend

Heutzutage schwierig vorstellbar: Battlefront war damals, im Jahr 2004, ein wirklich wegweisendes Spiel. Natürlich gab es schon andere Shooter, die ähnlich große Schlachten boten (darunter das offensichtliche Vorbild Battlefield), aber im Star-Wars-Universum war das ein Novum. Nie zuvor konnte man den Krieg der Sterne in einem solchen Maßstab, aber gleichzeitig auch so detailliert erleben. Anderthalb Jahrzehnte später ist nicht mehr viel von der technischen Faszination übrig, nicht zuletzt wegen den grafisch und soundtechnisch höchst beeindruckenden EA-Reboots. Dennoch kann ich Battlefront 2004 etwas abgewinnen. Die Modelle für die Fahrzeuge und Soldaten sind verhältnismäßig ordentlich gealtert. Auch finde ich die Renderdistanz durchaus beeindruckend, man kann Gegner auch noch auf gut 200 Meter sehen. Das gilt allerdings nur für meine DVD-Version – auf Steam ist die Renderdistanz unverständlicherweise extrem niedrig. Dort blendet das Gelände viel zu früh aus und einzelne Strukturen „schweben“ quasi nur noch in der Ferne.

Die Fahrzeugmodelle sind mitunter am besten gealtert. Hier sehen Sie, wie zwei AT-TEs einen Hailfire-Droiden angreifen.

Apropos Steam: Im Original unterstützt das Spiel nur Auflösungen bis 1280 x 1024 Pixel, kauft man es heutzutage in Valves Onlineladen oder etwa auf GoG.com, sind bis zu 4k drin. Das ist zwar toll, allerdings kommt das Spiel mit dem neuen 16:9-Format nicht immer gut klar, was zu hässlichen schwarzen Streifen an den Bildschirmrändern führt. Die Steam-Version fährt jedoch leider auch einige Soundbugs auf, friert manchmal beim Betreten des Mehrspielers ein und stürzt gelegentlich ab, vor allem auf Geonosis. Allerdings sind die digitalisierten Versionen mit deutschen Texten ausgestattet. Die generellen technischen Unzulänglichkeiten sind jedoch immer noch vorhanden, etwa die Hintergründe, die viel zu sehr danach aussehen, als hätte jemand eine Bilddatei an den Rand der Map geklebt, und die abrupten Animationen. Dafür ist der Star-Wars-Soundtrack natürlich über jeden Zweifel erhaben.

Fazit

Wenn man einmal von Knights of the Old Republic absieht, gibt es kein Star-Wars-Spiel, das so einflussreich ist wie Battlefront. Die Community hat diesem Spiel sehr  viel zu verdanken – hier wurde der Traum von gewaltigen Schlachten in der weit, weit entfernten Galaxis erstmals realisiert. Im Detail ist das Klassensystem sinnvoll, der Kampf mit Infanterie, Fahrzeugen und Raumschiffen gleichzeitig ist super und auch die Maps können überzeugen. Aber die Schwächen liegen auf der Hand: Im Einzelspieler wird nicht viel geboten – und das Gebotene ist auch nicht gerade von höchster Qualität. Der Mehrspieler macht zwar Spaß, ist aber nur noch wenig frequentiert. Die Shootermechanik ist schlicht und ergreifend veraltet, mäßige KI und schlechtes Balancing tragen nicht zum positiven Eindruck bei. Daher muss sich Battlefront 2004 qualitätsmäßig in der unteren Hälfte der Battlefront-Hauptteile einordnen – ob es besser oder schlechter ist als der durchwachsene Reboot von 2015 werde ich dann erläutern, sobald meine Rezension zu eben jenem erscheint.

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Wertung
Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 40, weniger als 100 Stunden



Kommentare(6)

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