XCOM: Enemy Unknown - einen Kauf wert?

In XCOM ist es unsere Aufgabe die Menschheit vor der Invasion von Aliens zu beschützen. Dazu wurden wir zum Leiter einer internationalen Organisation...

von Prenatori am: 09.12.2017

In XCOM ist es unsere Aufgabe die Menschheit vor der Invasion von Aliens zu beschützen. Dazu wurden wir zum Leiter einer internationalen Organisation ernannt, namens XCOM.

Grafik

Grafisch setzt es keine neuen Maßstäbe, aber das muss es mit seiner comicartigen Grafik auch nicht. Anschaulich ist es auf alle Fälle und das auch noch für einige Jahre. Die Systemanforderungen sind dementsprechend auch niedrig.

Gameplay

Das Hauptelement des Spiels sind rundenbasierende Kämpfe. Unsere Einheiten lassen sich einfach und gut steuern. Dabei sollte jeder Schritt gut überlegt sein, denn, vorallem auf den höheren Schwierigkeitsgraden, bestraft das Spiel einen gnadenlos. Unsere Taktiken müssen wir an die verschiedenen Karten und Szenarien anpassen. Denn Höhe und Art der Deckung spielen eine wichtige Rolle und das variiert je nach Karte sehr stark. Persönlich hätte ich mir trotzdem eine größere Vielfalt  an Karten, sowohl gameplaytechnisch, als auch optisch, gewünscht. Die Gemetzel gegen die Aliens sind aufjedenfall ein riesen Spaß, wenn auch nicht perfekt, denn, wenn auch selten, treten ab und zu Probleme mit der Kamera auf, oder die Sichtfelder der Soldaten sind nicht nachvollziehbar. Auch die "Terroreinsätze" stellten sich als unfaires Szenario dar. Denn es ist nicht möglich alle Zivilisten zu retten, da fühlt es sich trotz erfolgreichen Einsatzes, am Ende an als hätte man versagt. Die restlichen Aufträge sind altbekannt töte alle Ziele, entschärfe die Bombe oder rette eine Geisel. Wir erhalten aber auch noch Nebenaufträge mit denen wir in der Story vorankommen. Die verschiedenen Aufträge und die Vielfalt der Alienarten sorgen aber für genug Abwechslung.

Außerhalb der Kämpfe befindet man sich in einer Basis, den Standort inklusive der dort erhaltenen Boni bestimmt man am Anfang des Spiels selbst. Selbst in der Basis kommt keine Langeweile auf, denn man ist ständig mit Forschungen, Erbauen von neuen Gebäuden, Verteilen von Fähigkeitspunkten und der vorhandenen Waffen, Starten von Satelliten und der Erweiterung des Waffenarsenals beschäftigt. Ein großes Plus im Gegensatz zum Original ist die Individualisierung der Soldaten, diese sorgt dafür, dass sie uns viel mehr ans Herz wachsen und um jeden Preis verhindern wollen, dass jemand stirbt.

Sound

Am Sound gibt es nicht viel auszusetzen, auf dem Schlachtfeld sorgen Rufe von Soldaten und die Hintergrundmusik für eine tiefe Atmosphäre. Für einen vollständigen Genuss der Atmosphäre rate ich allerdings zur englischen Version, da die deutsche Vertonung keine Gefühle zulässt.

Wiederspielbarkeitswert

Dank der verschiedenen Schwierigkeitsstufen, Forschungen, Skill-Trees und dem "Iron-Man"-Modus, ist es das Spiel Wert noch ein zweites oder sogar drittes Mal durchzuspielen. Wer aber hofft die Kampagne immer wieder neu zu erleben, der wir enttäuscht.

 

Fazit

Allem in allem ist XCOM ein sehr gutes Spiel und ist dank unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade für Neuanfänger als auch für Veteranen interessant und taktisch herausfordernd, trotz der "Casualisierung".


Wertung
Pro und Kontra
  • - Wiederspielbarkeitswert dank unterschiedlicher Boni bei der Auswahl des Standortes, unterschiedlicher
  • Zusammenstellung des Teams, der Basis und der Zuweisung von Fähigkeiten
  • - einfache und klare Steuerung
  • - Schwierigkeitsgrade für jeden Spielertyp
  • - gute Immersion in das Szenario
  • - Soundtechnisch keine Patzer
  • - ausreichende Anzahl an unterschiedlichen Einsatzaufträgen
  • - Probleme mit Kamera (selten)
  • - nicht nachvollziehbare Sichtfelder der eigenen Soldaten (selten)
  • - Terroreinsatz ist ein unfaires Szenario
  • - fehlende Vielfalt der Maps

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

genau richtig

Bugs:

Nur sehr wenige

Spielzeit:

Mehr als 20, weniger als 40 Stunden



Kommentare(5)

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