Zeitlich unbregenzte Emotionen...

Life is Strange. Der Name sagt eigentlich überhaupt nichts aus. Keine Verbindung zu epischen Geschichten oder drolligen Charakteren. Was soll dieser Titel...

von - Gast - am: 23.10.2015

Life is Strange Episode 1

Life is Strange. Der Name sagt eigentlich überhaupt nichts aus. Keine Verbindung zu epischen Geschichten oder drolligen Charakteren. Was soll dieser Titel eigentlich? Life is Strange? Nun das ist ganz einfach zu beantworten: Das Leben von Maxine Caulfield, der Protagonistin die uns noch weiter in dieser Rezension begleiten wird, ist tatsächlich höchst seltsam und hat mich in den letzten Wochen sehr begeistert! Schaut Square Enix am Ende aber doch noch in die Röhre, oder ist LIS wirklich ein so grandioses Spiel wie ich sage? Lest und wählt selbst:


Story

Die Story von LIS ist das Herzstück des Spiels und erfährt daher auch die größte Beachtung. Das Spiel ist mittlerweile komplett erwerblich, aber in einzelne Episoden unterteilt, stark bekannt aus den Telltale Spielen. Der Sinn hinter der Entwicklung in 5 Episoden ist recht einfach. Zum Einen wurden dadurch noch in der Entwicklung Gelder für Kommendes herrangekarrt, andererseits werden durch die Epsioden Cliffhanger und Storywendungen möglich, die sonst schwer mit der gleichen Wirkung zu erzeugen gewesen wären.

In LIS dreht sich alles um Maxine Caufield, deren Rolle der Spieler auch übernimmt. Das 18 jährige Mädchen. Ist gerade aus Seattle zurück nach Oregon gezogen wenn unsere Geschichte ihren Lauf beginnt. Max, wie sie nur gennant wird, zieht wieder zurück in ihr Heimatstädtchen an der rauen  Pazifikküste Oregons, Arcadia Bay, um an der heimischen Blackwell Academy zu lernen und ihre Kenntnisse in Fotografie zu verbessern. Max ist leidenschaftliche Fotografin und Blackkwell ist bekannt als Künstlerschule, wo sie dann fleißig mit ihrer alten Polaroid-Kamera Bilder schießt und dem Fotografie Lehrer, Mr. Jefferson, schmachtend bei seinen Vorträgen lauscht. 

Doch wir beginnen ganz anders... Es ist Nacht, ein Sturm tobt, ein ferner Lichtschein, wir wissen nur Eins: Wir müssen zum Leuchturm! (Wake up Alan! Wer verstehts?)
Wir taumeln den Weg nach oben, immer Richtung Leuchturm. Oben angekommen, schauen wir hinunter auf eine Küstenstadt, Arcadia Bay?, die von einem riesigen Tornado bedroht wird! Wir können grad noch, erschrocken nach Luft japsen, als wir auch schon im Klassenraum aufwachen...doch nur ein Albtraum!

LIS: Sturm; Sequenz 1

Aber was hat das zu bedeuten?

 

Gameplay

Gehen, laufen, klicken, reden, antworten. Das wars mehr oder weniger. Das Gameplay beschränkt sich auf die simpelsten Action-Adventure Eigenschaften. Zweimal im Spiel tauchen noch einmal kleinere Schleichpassagen auf, die wirklich keine große Änderung am Gameplay vornehmen, jedoch teils sehr spannend sind.

Jetzt aber, kommt das was LIS ganz besonders macht. Max kann, warum auch immer, die Zeit zurückspulen. Zumindest in einem kleinen Rahmen, sodass wir das eben gesagte in Gesprächen quasi, wieder rückgängig machen, oder fehlgeschlagene Aktionen wieder korrigieren können. Das macht erst einmal sehr viel Spaß und wir im Laufe des Spiels vom Werkzeug zu Spielereien mit Freunden und Feinden sogar zum Lebensretter und Gefahrenentschärfer. Die Idee und die Möglichkeiten die Dontnod Entertaiment mit diesem Spielzeug in die Hände des Spielers legt eröffnen dem erfahrenen Spieler, neue Gedankengänge und völlig neue Aktionen. Einen Tür ist von innen verschlossen? Kein Problem, wir jagen das Türschloss in die Luft, gehen in den Raum und drehen die Zeit zurück. Voilá: Das Schloss ist ganz und wir schließen von innen auf.

Das Tool ermöglicht keine Sackgassen in Entscheidungen und hilft aus, wenn wir einem Gesprächspartner auf den virtuellen Schlips treten. Aber wie alles, hat das gante natürlich auch einen Gameplay-Haken. Das Spiel wird einfach. Sehr einfach. Wir machen in einem Gespräch etwas falsch? Wir spulen einfach kurz zurück und machens dann eben anders. Knifflig wird das Spiel absulut nie und die "Rätsel" sind auch sehr schnell gelöst. Doch wenn wir einmal eine Entscheidung getroffen haben, nehmen wir an wir verschweigen etwas, oder sagen die Wahrheit. Dann können wir so oft wie man will, eine andere Entscheidung fällen, aber am Ende muss man sich für etwas entscheiden und man weiß nicht was es mit sich bringt. Das und die geniale Story gleichen den nicht vorhandenen Schwierigkeitsgrad wieder mehr als aus.

 

Grafik

Die Grafik von "Das Leben ist seltsam" kann man mögen oder eben nicht. Der Aquarell Grakifstil passt aber hervorragend zur Atmosphäre und trägt nicht selten deutlich dazu bei. Deutlich weicher, als in de Borderlands Spielen zum Beispiel, aber dennoch stimmig und perfekt angepasst. Auf dem PC bietet LIS FULL-HD Auflösung und bis zu 16-fache Kantenglättung. Durch das Erscheinen auf der alten Konsolengeneration, sind die Texturen hier und da aber dennoch recht mau aufgelöst und leichte andere Grafikfehler gibt es auch. Gibt es, aber sie müssen nicht auftauchen und sind sehr, sehr selten. Nichts hindert das Spiel daran, aber auch einfach mal wirklich schön auszusehen:

LIS Episode 5 Endscene

 Dennoch sind einige Charakter Model, doch sehr mies anzuschauen und irgendiwe fehlt den Menschen in Arcadia Bay, der hang zu Bewegung. Alle können nämlich nur die gleichen Bewegungen, wenn man mit ihnen spricht. Recht steif sind sie auch, abe darüber kann man hinwegsehen.

 

Atmosphäre

Atmosphäre ist der Schlüssel zum Erfolg dieses Spiels. Was nützt die beste Story, die schönste emotionale Rede, wenn sie in der komplett falschen Umgebung passiert!? Deswegen hat LIS eine der stimmigsten Atmosphären in den Spielen der letzten Jahre. Auf der emotionalen Ebene mit The Walking Dead, wenn nicht sogar darüber.  Die Bilder in LIS sagen oft mehr als tausend Worte und der Spieler hat oft genug das Gefühl gerade an der Pazifik Küste zu stehen, in einem Klassenraum zu sitzen, im Zimmer zu tanzen oder Nachforschungen anzustellen.

Life is Strange Episode 2 Endscene

 


Umfang

Meine Spielzeit beläuft sich auf knapp 22 Stunden. Verfälscht durch erneutes Spielen von gewissen Passagen, kann ich keinen genauen Wert angeben, ich würde die Spielzeit, aber auf 12-15 Stunden mindestens ansetzten. Wie lange der einzelne braucht lässt sich natürlich nicht sagen.

 

Fazit

Life is Strange hat mich gepackt. Ich habe mitgefiebert, fast geweint, freudig geschrien, schwere Entscheidungen getroffen und stimmige Busfahrten genossen.
Das Spiel hat einen Emotionalen Fußabdruck wie sonst kaum ein Film, Buch oder Spiel. Ein echter Geheimtipp für jeden der ein entspanntes, spannendes und och rasantes Abenteuer mit Thriller Faktor erlebn möchte! Sonst sind meine Rezensionen länger, aber hier sage ich euch nur: Kaufen, spielen und abfeiern!

(Kleiner Tipp noch: Schauts euch vorher noch einmal an, vielen ist es ein wenig zu langsam.)

 

Danke an alle die es bis hier durchgehalten haben, ihr seid spitze! Kommentare zur Verbesserung sind ausdrücklich erwünscht und Lob ist auch immer gern gesehen.

Wenn ihr noch mehr Reviews von mir lesen wollt, dann schaut doch bei meiner Kurator Gruppe auf Steam "TotallyGaming" vorbei.

 

 

 

 

 

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Wertung
Pro und Kontra
  • Großartige Geschichte
  • Stimmige Atmosphäre
  • Tolles Charakterdesign
  • Spürbare tragweite der Entscheidungen
  • Hübscher Grafikstil
  • Fotosammlung
  • Wenige verwaschene Texturen
  • Steife Charakteranimationen
  • Recycling von Umgebung
  • Wenig sinnvolle kleinere Entscheidungen

Zusätzliche Angaben

Schwierigkeitsgrad:

eher leicht

Bugs:

Nein

Spielzeit:

Mehr als 20, weniger als 40 Stunden



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