Warframe Einsteiger-Guide

Im Gegensatz zu ähnlichen Spielen gibt es in Warframe viele verschiedene Mechaniken zu entdecken. Ingame wird das wenigste davon ausführlich erklärt. Für alle...

von Eronaile am: 22.08.2018

Warframe ist ein futuristischer MMO-Shooter von Digital Extremes, der nach der Veröffentlichung eine Weile recht unspektakuläre Spielerzahlen hatte, in den letzten Jahren aber massiv an Popularität gewonnen hat.

 

Das ungewöhnliche Spielprinzip mag daran einen Anteil haben. In Instanzen für 1-4 Spieler laufen actionreiche, zeitlich kurzgefasste Gefechte zwischen den „Tenno“, vom Spieler gesteuerten Kampfanzügen („Warframes“), und ihren Gegnern ab.
Dabei gibt es zahlreiche unterschiedliche Missions-Typen, von typischem „Töte alles“ über Spionage-Missionen bis hin zu Geiselbefreiungen.

 

Zusammengehalten wird das Spiel von einem persistenten MMO-Universum. Nach jeder Mission kann man die erbeuteten Ressourcen und Bauteile im eigenen Raumschiff zu neuen Waffen oder Warframes zusammensetzen.

 

Warframe ist auf PvE fokussiert, enthält aber auch einen vollumfänglichen PvP-Teil, in dem man gegen andere Spieler und deren Frames antritt.

 

 Im Gegensatz zu ähnlichen Spielen gibt es in Warframe viele verschiedene Mechaniken zu entdecken. Ingame wird das wenigste davon vernünftig erklärt, Spieler sind auf die Community oder die ausgezeichnete WIKI (http://warframe.wikia.com) angewiesen.
Ich stelle klar: es ist absolut normal, am Anfang von der schieren Fülle an Aktivitäten und Möglichkeiten in Warframe erschlagen zu sein. Lasst es langsam angehen, fangt klein an und arbeitet euch dann immer weiter in die Spielwelt hinein.

 

Für alle Einsteiger in dieses faszinierende Spiel habe ich daher diesen kleinen Guide geschrieben, der behutsam in das große Warframe-Universum einführt und einige der spannendsten Aktivitäten schildert.

Wichtiger Hinweis vorweg: im DE-Team sitzen einige exzellente Story-Meister und Künstler, die den Spieler ganz bewusst erst nach und nach an die „Wahrheiten“ im Warframe-Universum heranführen.
Es ist vollkommen normal und gewünscht, dass ihr am Anfang vor vielen Fragezeichen steht. Wer ist Lotus? Was ist der Hintergrund der Warframes? Was war dieser „alte Krieg“ (Old War)? Wo kommen die Grineer und Corpus her? Was hat es mit der „Void“ auf sich oder den „Infested“?
All das wird im Laufe des Spiels und während ihr immer weiter im „Mastery Rank“ aufsteigt durch ausgezeichnet entworfene Questreihen erläutert, die weit weit über dem Niveau vieler anderer Spiele im Genre liegen.
Deshalb verzichte ich im Guide natürlich auf Spoiler und würde euch sehr stark dazu raten, auch in der WIKI keine Artikel zu lesen, die als Spoiler markiert sind. Glaubt mir, die Story von Warframe ist absolut genial und sollte im natürlichen Fluss erlebt werden.

 

 

 

Was ist ein Warframe?

 

Das gesamte Spiel dreht sich hauptsächlich um die verschiedenen Warframes, deren Story, Fähigkeiten und das Zusammenspiel mit anderen.

 

Diese futuristischen Kampfanzüge werden vom Spieler direkt gesteuert und von einer geheimnisvollen und anfangs noch nicht weiter erklärten Kraft erfüllt, die euch erlaubt, an Magie erinnerende Spezialfähigkeiten zu nutzen. (keine Sorge, ihr dürft euch schon auf einige überraschende Erkenntnisse dazu im Laufe des Spiels freuen)

 

Dabei gibt es keine klassischen Unterscheidungen in Tank, DPS, Support. Jeder Warframe ist ein veritabler Einzelstreiter und durch unterschiedliche „Mods“ (Erweiterungen) lässt sich der Charakter eines Frames erheblich ändern.

 

Allerdings unterscheiden sich die mittlerweile über 55 Frames (eingeschlossen sind hier die erweiterten Prime-Varianten) schon in ihren Grundwerten voneinander.

Daneben hat jeder Frame 4 (manche sogar mehr) einzigartige Fähigkeiten, die durch Energie gespeist werden, die man in Missionen als Ressource einsammeln und begrenzt selbst generieren kann.

 

Rüstung: Je mehr Rüstungswert, desto weniger Schaden an den Trefferpunkten wird erlitten. Auf Schilde wirkt Rüstung nicht!

 

Schilde: Fast alle Frames verfügen über mehr oder weniger Energieschilde. Diese blocken Schaden komplett, bis sie zusammenbrechen. Nach einer kurzen Pause ohne erlittenen Schaden regenerieren sich Schilde wieder!

 

Trefferpunkte: Nachdem die Schilde entfernt sind nehmt ihr Schaden auf eure Trefferpunkte, der durch Rüstung mitigiert werden kann. Trefferpunkte regenerieren sich nicht automatisch, allerdings können sie durch verschiedene Quellen wiederhergestellt werden, am offensichtlichsten durch „Health Orbs“ von getöteten Gegnern.

 

Außerdem unterscheiden sich Frames auch in der Laufgeschwindigkeit (ein schwergepanzerter Rhino ist halt nicht so flott wie ein elektrisch aufgeladener Volt).

 

Die einzigartigen Skills jedes Frames umfassen alles Bekannte von Schaden austeilen über Crowd Control bis zu Buffs und Debuffs. Oft kombiniert.

Ein Blick auf die Fähigkeiten ist die beste Methode einzuschätzen, für welche Rolle sich der Frame besonders gut eignet. Es gibt ein paar Spezialisten und viele Frames, die mehrere Rollen gut ausfüllen. Rhino ist ein gutes Beispiel. Mit hoher Rüstung und einem „Superpanzer“ aus Ferrit ist er ein geborener Tank, dank einem starken Damage Buff aber auch ein potenter Einzelkämpfer und im Team immer gern gesehen. Zudem kann er Crowd Control in großem Maßstab über sein „Ultimate“ beisteuern.

 

Das Arsenal

 

Machen wir uns nichts vor: fast das gesamte Spiel werdet ihr in Gefechten verbringen.
Die Ausrüstung stellt den hauptsächlichen Sammel-Faktor dar, die typische Suchtspirale aus immer besser und umfangreicher werdenden Waffen und Frames ist die zweite große Säule für Fortschritt im Spiel (neben Mastery Rank, s. unten).

 

 

Jeder Warframe kann 3 Waffen gleichzeitig mit sich führen: eine Nahkampfwaffe, eine primäre und eine sekundäre Schusswaffe.

Dabei stehen euch teilweise völlig unterschiedliche Waffenarten zur Verfügung. Assault Rifles, Shotguns, Scharfschützen-Gewehre, Strahlenwaffen, Wurfsterne (Ninja-Power!!), Granaten, Raketenwerfer… euren Vorlieben sind keine Grenzen gesetzt.

Wer den Nahkampf vorzieht (Details dazu weiter unten) kann zwischen Schwertern, Dolchen, Peitschen, Kampfstäben, Speeren und mehr wählen.

 

Jede Waffe hat Basiseigenschaften wie Schaden, Reichweite, Schussmodus (Auto, Burst etc.), Magazingröße, Schussgeschwindigkeit.
Was sich beim Aufstieg der Waffenstufe ändert ist die Mod-Kapazität.

 

 

Nahkampf: Ab ins Getümmel!


Anders als in den meisten Shootern genießt der Nahkampf in Warframe eine gesonderte und gleichwertige Rolle zu Schießprügeln.

Das Nahkampf-System ist deutlich komplexer als Schießerei. Das fängt dabei an, dass alle Nahkampfwaffen über verschiedene "Stances" das Auslösen von an Beat-em-Up-Spiele erinnernden Kombos erlauben, die besonders mächtige Angriffsmuster darstellen.

Nahkämpfer profitieren außerdem von dem Nahkampf-Modifier, einem heftigen (!) Schadenboost, der nur im Nahkampf existiert und durch Treffer aufrecht erhalten werden will. Je länger ihr im "Melee" aktiv seid, desto mehr Schaden richtet ihr an. Diesen Bonus gibt es für Fernkampfwaffen nicht.

Außerdem gibt es mit Nahkampfwaffen noch Spezialmaneuver wie den Slam-Angriff von oben oder den Slide-Angriff, die verschiedene Effekte auslösen können.

 

Ebenfalls nur im Nahkampf: "channeln". Dabei strömt Energie in eure Waffe und verleiht euch einen (weiteren) großen Boost auf den angerichteten Schaden. Zudem lösen manche Mods beim channeln Effekte wie Lifeleech aus!

 

Wie ihr seht ist der Nahkampf weitaus komplexer aber dadurch für viele Spieler auch spaßiger und spannender als das shooter-übliche Rumgeballere. Man muss kein Fan davon sein, alles lässt sich auch aus der Ferne erledigen. Aber die Entwickler haben das Nahkampfsystem nicht umsonst so umfangreich gestaltet, also nutzt es. Der "Nachteil" mitten im Getümmel zu stecken mit allen Risiken wird mehr als ausgeglichen durch die spannenden Angriffskombos und extremen Schadenboosts.

 

 

Mods?

 

Warframes und Waffen sind in höchstem Maße anpassbar. Vor jeder Mission könnt ihr kostenlos euer „Loadout“ ändern: Frame, Waffen, Begleiter.

 

Mods verändern dabei die Eigenschaften der Ausrüstung. Natürlich dürft ihr nicht beliebig viele Mods in euer Equipment einbauen (max. 8 + Ausnahmen) und diese kosten euch Mod-Kapazität.
Überlegt also gut, was ihr wollt.

Am Beispiel Warframe: mehr Rüstung? Schilde? Trefferpunkte? Wollt ihr eure Fähigkeiten mit mehr Reichweite, Schaden oder reduzierten Kosten aufrüsten? Welche Aura darf es denn sein? (diese wirken auf alle Teammitglieder!)

Bei Waffen: wollt ihr die Waffe mit elementarem Schaden aufwerten? Den Grundschaden erhöhen? Die Reichweite, Schussgeschwindigkeit? Das Magazin vergrößern, einen Schalldämpfer anbringen? Oder doch lieber den Durchschlag ausbauen, damit Geschosse mehrere Gegner hintereinander durchschlagen? Darf es vielleicht mehr Crit-Chance sein oder bevorzugt ihr eine höhere Wahrscheinlich von Status-Procs? (Debuffs am Gegner durch Waffenschaden)

 

Ihr seht, die Auswahl ist riesig, aber nur 8 Mods passen normalerweise in eine Waffe. Und je mächtiger die Erweiterung, desto mehr von der kostbaren Mod-Kapazität müsst ihr opfern.

 

 

Die Gegner

 

An Feinden mangelt es im Warframe-Universum nicht. Warum diese alle so sauer auf euch sind: Geduld, ihr erfahrt es noch.

 

Der Spieler gehört zu den „Tenno“, einem uralten Orden von Kriegern, der von der mysteriösen Lotus geführt wird.

 

Den Tenno gegenüber stehen hauptsächlich 3 grundsätzlich unterschiedliche Fraktionen:

  • Die Corpus: dieses Mega-Konglomerat interessiert sich genau für eine Sache: Geld, Geld, Geld.
    Die hochtechnisierten Corpus greifen meist mit gefährlichen Strahlenwaffen an und führen außerdem als einzige Fraktion eine Armee von Hilfsrobotern ins Feld. Diese „MOAs“ kommen in diversen Varianten, vom schweren Angriffsroboter bis zur unterstützenden Flugeinheit.
    Defensiv setzen die Corpus auf Schilde, haben aber meist keine Rüstung. Die Schwierigkeit ist, die regenerierenden Schilde auszuschalten, danach wird der Kampf einfach.
  • Die Grineer: Eine riesige Masse von missgestalteten Humanoiden, die sich ausschließlich per Klonen vermehren und dabei im Laufe der Jahrhunderte viele genetische Fehler angesammelt haben. Diese versuchen sie über krude Nano-Implantate zu neutralisieren, die gleichzeitig ihre Kampfkraft, Ausdauer oder Intelligenz steigern.
    Dass ihre Heimaltwelt ausgerechnet der Planet Erde ist lässt nichts Gutes für unsere Zukunft erahnen…
    Die Grineer haben es nicht mit Hightech sondern vertrauen auf „archaische“ Schusswaffen, simple Ballistik, Raketenwerfer. Simpel, aber effektiv. Ihre oft durch „Hitscan“ gekennzeichneten Waffen sind für Spieler äußerst gefährlich, da man den Geschossen praktisch nicht ausweichen kann.
    Statt auf Schildtechnik vertrauen Grineer lieber auf die gute alte Körperrüstung. Die Rüstung macht es schwieriger, ihre Trefferpunkte zu reduzieren. Das Fehlen von Schilden wird durch die Rüstung kompensiert. Hilfreich gegen Grineer sind daher beispielsweise Angriffe mit rüstungszersetzendem Schaden.
  • Die Infested: Die Ursprünge der „Infestation“, einer bio-technischen viralen Krankheit liegen zunächst im Schatten. Befallene organische, aber auch mechanische Einheiten mutieren zu Infested-Versionen, die recht ekelhaft anzusehen sind.
    Die Infested sind größtenteils hirnlose Massen, die sich ohne Taktik auf den Spieler stürzen. Sie verfügen weder über Schilde noch Rüstung, machen das aber mit ihrer schieren Anzahl und gefährlichen Nahkampfangriffen wett. In der Tat gibt es unter den Infested fast keine Fernkämpfer und sie treten oft in großen Horden auf, gegen die Flächenschaden besonders wirksam ist.

 

 

Jeder Gegnertyp reagiert auf bestimmte Arten von Schaden empfindlich und ist gut geschützt gegen andere.
Schilde (Corpus) sind zum Beispiel sehr anfällig für magnetischen Schaden, nehmen aber weniger Schaden durch Radioaktivät.
Rüstung wie die der Grineer kann je nach Variante von korrosivem oder radioaktivem Schaden schwer geschädigt werden, schützt aber ausgezeichnet gegen magnetischen oder Explosionsschaden.

Vor jeder Mission lohnt es sich deshalb, die Waffen entsprechend zu konfigurieren. Keine Sorge, es gibt 3 Slots für jede Waffe, in denen ihr ein Setup abspeichern und wieder aufrufen könnt.

 

 

Die Reise beginnt

 

Euer Abenteuer beginnt auf dem Planeten Erde (Überraschung!) und führt euch später auf die anderen Planeten unseres Sonnensystems sowie in weitere, mysteriöse Gebiete.

 

Als „roter Faden“ sollt ihr alle Planeten freischalten. Auf jedem Planeten gibt es zahlreiche Missionen von unterschiedlicher Art. Wenn ihr diese geschafft habt müsst ihr noch ein paar besondere Ziele erreichen, bevor ihr die Reise zum nächsten Planeten antreten könnt.  Es lohnt sich, jede Mission mindestens einmal zu spielen denn wenn ihr alle Knoten auf dem Planeten gemeistert habt wird der Alptraum-Modus freigeschaltet. Künftig wird pro Tag 1 Mission auf dem Planeten mit „Nightmare“-Mods versehen, die sie deutlich schwieriger machen aber auch einzigartige Belohnungen in Aussicht stellen.

 

Jeder Planet hat eine „Assassination“-Mission, die im Kampf gegen einen Bossgegner endet. Dies sind besonders schwere Encounter, oft mit mehreren Phasen und gefährlichen Spezialangriffen durch den Boss. Nicht selten wird der Boss zeitweise auch komplett oder partiell immun gegen Schaden. Bosse sind teilweise auch Bestandteil von Questreihen. Sie lassen üblicherweise Loot fallen, der nur bei diesem Boss gefunden werden kann, beispielsweise kann nur der Raptor-Boss Blaupausen für den Nova-Warframe droppen. Es lohnt sich also, Bosse mehrfach zu besiegen bzw. zu „farmen“.

 

Neben den regulären Planeten warten später noch die geheimnisvollen Void und Derelict-Void-Regionen auf euch. Deren Geschichte ist Teil späterer Questreihen und (soviel sei verraten) nicht ganz unwichtig, um die Vergangenheit der Tenno zu erkunden.

 

 

Alles beginnt mit der Auswahl zwischen 3 Warframes, die jedem Anfänger angeboten werden: Volt, Rhino oder Excalibur.

Alle 3 Frames sind absolut gleichwertig, macht euch also nicht zu viele Gedanken.

 

  • Volt ist schnell aber fragil, kann Gegner schocken (Stun), ein Schild gegen Beschuss aufstellen und später ein Blitzfeuerwerk entfesseln, das Gegnermassen schnell grillt.
  • Rhino ist etwas langsamer aber sehr ausdauernd, kann sich einen speziellen Panzer anlegen, der Schaden völlig blockiert und seinen und den Schaden Verbündeter verbessern (eine sehr gern gesehen Fähigkeit auch in Teams). Später kann er außerdem nahe Gegner in die Luft schleudern und dabei schädigen.
  • Excalibur ist ein flinker Warframe, der Gegner blenden und mit seinem speziellen Schwert schnell zerlegen kann. Seine aus dem Boden schießenden Energielanzen sind ideal gegen Gegnergruppen.

 

 

 

 

Missionen

 

Den Großteil eurer Zeit in Warframe werdet ihr in Missionen verbringen.
Jede Mission ist eine Instanz für 1-4 Spieler. Über eine Einstellung bei eurem Profil (rechts daneben) könnt ihr festlegen, ob ihr solo spielen wollt oder ob andere Spieler eurer Session beitreten dürfen – bis die 4 voll sind.

In den meisten Fällen macht es viel Sinn, mit mehreren Spielern anzutreten. Es gibt dann z. B. mehr Gegner ( = mehr Erfahrung und Loot) oder Ziele lassen sich schneller erreichen. Gegner-Trefferpunkte/Schilde skalieren nicht mit der Zahl Spieler in der Instanz!

In einigen Fällen kann es aber auch gut sein, bewusst auf Solo zu stellen. Wenn ihr z. B. bestimmte Dinge in der Mission erledigen wollt, die üblicherweise nicht das Hauptziel sind und zufällige Mitstreiter würden wahrscheinlich nur die Hauptziele verfolgen und die Mission dann abschließen – während ihr noch nicht fertig seid!

Jede Mission beginnt mit eurem Raumschiff, das auch am Anfang der Instanz absetzt. Am Schluss, d. h. wenn ihr alle Ziele erfüllt habt holt es euch am Ausgang ab. Das heißt aber auch, dass ihr euch noch bis zum Ausgang durchkämpfen müsst.

 

Ein Auszug der Missionstypen verspricht jede Menge Abwechslung:

  • Exterminate
    Tötet alles. Ganz einfach. Sobald eine bestimmte Anzahl Gegner getötet wurde könnt ihr die Mission beenden.
  • Sabotage
    Behindert die Kriegsbemühungen, indem ihr wichtige Infrastruktur des Gegners sabotiert.
  • Mobile Defense
    Es müssen nacheinander 3 Kommunikationskonsolen verteidigt werden, während Lotus sie hackt.
  • Defense
    Eine der beiden Endlos-Missionen. Ihr müsst mehrere Wellen von Angreifern zurückschlagen, bevor euch die Option angeboten wird, euch mit dem bisherigen Loot aus dem Staub zu machen. Ihr dürft aber auch einfach weitermachen und nochmal dieselbe Zahl Wellen erledigen. Und das solange ihr wollt. Nach (normalerweise) 5 Wellen gibt es Sonder-Belohnungen zusätzlich zum normalen Loot. Allerdings werden auch die Gegner mit jeder neuen Welle stärker, übertreibt es also nicht!
  • Survival
    Die zweite Endlos-Mission verlangt, dass ihr … überlebt. Der Gegner hat die Luft verpestet und ihr müsst genügend Gegenmittel aufsammeln (als Loot) oder die limitierten Gegenmittel-Verteiler aktivieren, um nicht zu verlieren. Es geht bei Survival im Grunde darum, genügend Gegner schnell genug zu töten, um immer genug Gegenmittel zu haben. Auch hier werden die Feinde immer schwerer. Ihr könnt nach 5 Minuten beenden oder weitermachen, Sonder-Belohnungen gibt es nach je 5 Minuten. 
  • Assassination
    Tötet den Boss. Einfach. Oder doch nicht?
  • Spionage
    Diese Missionen unterscheiden sich gravierend vom Rest, denn es geht ausnahmsweise überhaupt nicht darum, Gegner zu erledigen!
    Stattdessen muss der Spieler möglichst unentdeckt 3 Hochsicherheits-Kammern infiltrieren und an eine gut gesicherte Konsole gelangen und diese hacken.
    Auf dem Weg müssen (sich teils bewegende!) Laserbarrieren, Geschütze, Sensordrohnen und schwierige Akrobatik-Kurse überwunden werden, um an die Konsole zu gelangen.
    Für den ganzen Aufwand belohnen Spionage-Missionen dann aber auch mit besonderen Modulen und Ausrüstung, die sonst in keiner anderen Mission vorkommen.
    Der Clou: wird man entdeckt (gesehen) werden die Verteidigungsmaßnahmen etwas schwerer. Wenn man allerdings einen Alarm auslöst, indem man z. B. in eine Laserbarriere läuft tauchen erstens Gegner aus dem Nichts auf und zweitens läuft ein gnadenloser Countdown runter, nachdem die Daten in der Konsole gelöscht werden. Nur wer alle 3 Konsolen erfolgreich infiltriert bekommt die besten Belohnungen und wer alle 3 ohne Alarm auszulösen hackt kriegt noch einen Bonus obendrauf. Wenn das keine Motivation ist, die Knarre mal stecken zu lassen und eine Schleicheinlage hinzulegen!
    Achja, die Layouts und Schwierigkeit von Hack-Vorgängen nimmt mit der Stufe der Mission zu… übt also erstmal an Lowlevel-Varianten!

 

Im Spielverlauf werden außerdem ein paar spezielle Varianten bestehender Missions-Typen eingeführt. Ihr dürft beispielsweise Ruf bei „neutralen“ Fraktionen sammeln, mit dem ihr dann einzigartige Belohnungen kaufen könnt. Dazu gibt es dann spezielle Missionen von der Fraktion, in denen ihr zusätzlich zum normalen Ziel auch ruf-steigernde Gegenstände finden könnt – diese sind aber oft etwas versteckt platziert also Augen auf!

 

 

Ressourcen und Crafting

 

Wenn ihr Gegner tötet oder Missionsziele erreicht regnet es Belohnungen.

Auf jedem Planeten droppen aber nur bestimmte Ressourcen, die anderen erhaltet ihr auf anderen Himmelskörpern.

In der Sonnensystem-Ansicht (Navigation) könnt ihr in der Detailansicht des Planeten sehen, welche das sind.

Manche Rohstoffe sind sehr häufig anzutreffen und andere sind selten.

 

Wozu braucht ihr die Rohstoffe? Um Warframes und Ausrüstung herzustellen.

 

Dies passiert in der „Foundry“ in eurem Raumgleiter. Dort könnt ihr jede Waffe und jeden Warframe im Spiel herstellen, es gibt keine Ausrüstung exklusiv für zahlende Spieler.

Der Prozess ist etwas gewöhnungsbedürftig:

Waffen benötigen eine Blaupause und zusätzlich die einzelnen Bestandteile, z. B. Lauf und Griff. Wenn ihr alles zusammenhabt könnt ihr die Blaupause zum Bau benutzen, sie wird dabei verbraucht. Wollt ihr dieselbe Waffe nochmal herstellen braucht ihr wieder eine neue Blaupause und die Bestandteile.

 

Bei Warframes ist etwas mehr Aufwand nötig: es gibt eine Blaupause für den Kampfanzug an sich aber noch 3 weitere Blaupausen für die Bestandteile: Chassis, Neuroptics und Systems. Ihr müsst also alle 4 Blaupausen sammeln, dann zunächst die Bestandteile zusammenbauen und schließlich dürft ihr mit der Haupt-Blaupause den Warframe herstellen.

 

Wo genau die Blaupausen für bestimmte Ausrüstung droppen oder gekauft werden können beantwortet euch am besten die Wiki.
Viele Blaupausen gibt es von Bossen oder als Belohnung am Abschluss von Missionen. Die Blaupausen für Bestandteile von „Ivara“ beispielsweise könnt ihr beim Beenden von Spionage-Missionen erbeuten – mit etwas Glück.

Andere stehen auf dem Markt für Ingame-Währung bereit, dies sind meist die Haupt-Blaupausen.

Einige Warframes werden im Clan Dojo erforscht und dort könnt ihr euch die Blaupausen für Credits kaufen sobald die Forschung abgeschlossen ist.

 

 

Prime: die Deluxe-Option

 

Viele Waffen und Frames gibt es in einer alternativen „Prime“-Version. Diese ist grundsätzlich so designt, dass sie mächtiger als das Original ist.
Zusätzlich hat Prime-Ausrüstung mehr anfängliche „Polaritäten“ (reduzieren Mod-Kosten).

 

Prime-Ausrüstung ist als Motivation für fortgeschrittene Spieler gedacht. Die Blaupausen für Prime Equipment und Warframes sind deutlich seltener und schwieriger zu erhalten als die normale Version.
Der primäre Weg, an diese zu gelangen sind die sogenannten „Void Fissure“-Missionen, für die ihr wiederum erstmal Relics sammeln müsst.

Dass euer Sammeltrieb in naher Zukunft befriedigt sein wird müsst ihr also nicht befürchten!

 

 

Vorfreude

 

Meine Empfehlung an neue Spieler ist, am Anfang erstmal Spaß in Missionen zu haben und sich später um die Detailfragen zu kümmern.

 

Einige der spannenden Dinge, auf die ihr euch schon mal freuen könnt:

  • Die ganze „Open World“ der Plains of Eidolon entdecken
  • Verschiedene elementare Schadenarten kombinieren und damit ganz neue Effekte auslösen
  • Stufe 30-Ausrüstung mit „Forma“ zurücksetzen und gleichzeitig eine neue Polarität hinzufügen, um Kapazität für mehr und bessere Mods zu schaffen -> kontinuierliche Verbesserung schon bestehender Ausrüstung!
  • Handeln mit anderen Spielern
  • Clan beitreten und viele spannende neue Blaupausen nutzen
  • PvP in der Conclave
  • Nightmare-Modus für Missionen freischalten
  • Und natürlich: die hochqualitative Story freischalten und erleben!

 

 

 

Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen dieses Guides. Fragen und Anregungen gern in den Kommentaren.

 

Eronaile

 

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