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Die Feder ist mächtiger als das Schwert: Im Rollenspiel Esoteric Ebb kämpfen wir mit Wörtern gegen Tentakel
Was passiert, wenn ein Solo-Entwickler Orks und Elfen mit Politik mixt? Esoteric Ebb ist ein erzählerisches Schwergewicht, das die Lücke von Disco Elysium füllt. Für Fans tiefgründiger Dialoge ist es das Highlight des Jahres. Selbst die rundenbasierten Kämpfe sind hier textbasiert, wie das Gameplay-Video belegt.
Anfangs wirkt alles noch vertraut mit Magie und klassischen Attributen. Doch Christoffer Bodegård bricht Konventionen. Eure Fähigkeiten sprechen zu euch und kommentieren das Geschehen. Mit 700.000 Wörtern auf Englisch ist das Spiel ein gigantisches Buch zum Mitmachen. Kämpfe und Zauber finden fast ausschließlich in den brillant geschriebenen Dialogfenstern statt. Das begeistert auch unseren Tester, die Wertung fällt entsprechend hoch aus.
Die Story ist ungewöhnlich: Fünf Tage vor einer Wahl müsst ihr einen Anschlag aufklären. An eurer Seite stolpert der Goblin Snell durch politische Diskurse. Ob ihr mit Wassermännern debattiert oder an Proben scheitert: Scheitern ist Teil des Konzepts. Wer sich auf die Textmassen einlässt, erlebt ein kluges Rollenspiel, das weit über das Genre-Einerlei hinausragt.
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