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Brigade 7.62: High Calibre im Test - Gute Taktik-Gefechte, langatmiges Drumherum.

Brigade 7.62 spielt sich grundsätzlich wie der Taktik-Klassiker Jagged Alliance. Nur sehr viel schlechter.

von Martin Deppe,
04.03.2009 18:19 Uhr

Fiktive Länder müssen immer herhalten, wenn Chuck Norris, Jean-Claude van Damme oder der junge Arnie durch den Dschungel robben, um irgendwelche Bösewichte zu terminieren. Fiktive Länder sind als Kulisse für Söldnerabenteuer nämlich ganz prima, weil ihre Regierungen Spiele-Entwickler nicht juristisch belangen können, falls ihr Land schlecht dargestellt wird. Brigade 7.62 wäre ein Paradekandidat für eine solche Klage. Nicht nur, weil hier Söldner eine südamerikanische Bananenrepublik auf den Kopf stellen, sondern auch, weil dieser Staat schrecklich langweilig ist.

Wir greifen Plünderer an. Die Farbkreise zeigen die Waffenreichweite an, die Zielansicht rechts ist abschaltbar.Wir greifen Plünderer an. Die Farbkreise zeigen die Waffenreichweite an, die Zielansicht rechts ist abschaltbar.

Aggressiver Barhocker

Warum über der Söldnerin »Wüste« steht? Ihr Deckname »Dessert« ist falsch übersetzt ...Warum über der Söldnerin »Wüste« steht? Ihr Deckname »Dessert« ist falsch übersetzt ...

Brigade 7.62 macht ziemlich genau das nach, was die großartige Jagged Alliance-Reihe vorgemacht hat. Nur schlechter, und in 3D. Wir reisen durch einen fiktiven Kleinstaat, heuern Söldner an, erledigen Aufträge, liefern uns (in Echtzeit ablaufende, aber bis auf Runden-Niveau drosselbare) Gefechte mit anderen Söldnern, Soldaten, Rebellen. Steigern unsere Charakterwerte, kaufen Waffen, bringen Sektoren unter unsere Kontrolle. Es steckt wahnsinnig viel drin im Spiel, aber nichts funktioniert richtig gut, vieles mäßig, einiges nur mit jeder Menge Geduld. Beispiele? Wir stapfen mit unserem Hauptcharakter in eine Bar und wollen einen Söldner anheuern. Der beschimpft uns als Nazi und greift an, wir können entweder selber sterben oder ihn umbringen. Sterben wir, ist das Spiel vorbei, bringen wir ihn um, sprechen wichtige Leute nicht mehr mit uns. Warum der Kerl uns angreift, bleibt schleierhaft – bis wir genauer in »unsere« Biografie schauen und herausfinden, dass wir in Dresden geboren sind. Und der tote Söldner entpuppt sich post mortem als Jude. Aha. Wir laden den Spielstand vor dem Barbesuch – diesmal steht dort ein anderer Söldner, den wir uns aber nicht leisten können. Überhaupt sind die Finanzen völlig unausgewogen, Gegenstände exorbitant teuer, Belohnungen viel zu niedrig. Unausgewogen auch die Kämpfe, vor allem am Anfang haben wir mit Pistole und T-Shirt-Panzerung keine Schnitte gegen Banditen mit Gewehren.

Dschungelcamper

Dabei sind die Gefechte im Echtzeit-Rundenmix eigentlich die Stärke des Spiels, gut zu steuern und spannend. Tipp: Im Optionsmenü die Todesschüsse deaktivieren, sonst kommt schnell Frust auf. Doch die Kämpfe machen nur einen überraschend geringen Teil des Spiels aus. Viel zu lang sind wir mit Botengängen, langweiligen Textfenstern und dem Aufstöbern von Leuten beschäftigt. Und mit Dauerlaufen durch hässliche Amtsgebäude. Sowas ist doch schon im echten Leben furchtbar!

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Brigade 7.62 - Screenshots ansehen

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Größe: 436,6 KByte
Sprache: Deutsch


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