Dante's Inferno - Marketing-Gag: Christliche Demonstration war inszeniert

Electronic Arts gesteht Marketingaktion auf der E3 ein. Fundamentalistische Demo war Teil der Kampagne für Dante's Inferno.

von Daniel Feith,
10.06.2009 10:30 Uhr

Wir hatten ja bereits auf der E3 einen leichten Verdacht, dass die christliche Demonstration auf der E3 (zu sehen in unserem E3-Videotagebuch) eine von Electronic Arts inszenierte Marketingaktion war. Wie EA nun eingestand, war unser Verdacht nicht unbegründet.

Die mit witzigen Plakaten - etwa "EA - Electronic AntiChrist" oder "Cheatcodes werden deine Seele nicht retten!" - ausgestatteten Demonstranten protestierten gegen das vermeintliche Höllenspiel Dante's Inferno.

Die Demo diente dazu, den Medienrummel um Electronic Arts Actionspiel anzuheizen - offenbar mit Erfolg. Ob das Spiel ohne die Aktion bei branchenfremden Onlineportalen wie Spiegel Online Erwähnung gefunden hätte, ist jedenfalls fraglich.

Auch die Homepage der Demonstrantengruppe unter dem Titel S.A.V.E.D. (Salvationists. Against. Virtual. and Eternal. Damnation) wirkte so dilettantisch, dass wir bereits auf der E3 virales Marketing vermuteten. (Videotagebuch ab 4:38 - Zitat: »Das ist zu sch****, als dass es echte Irre sind«).

5:17

Ob die Aktion ein juristisches Nachspiel haben wird bleibt abzuwarten. Echte christliche Verbände dürften sich in Zukunft jedoch deutlich schwerer tun, mit Protesten gegen das Spiel um Dante Alighieris Abstieg in die Hölle ernst genommen zu werden.

Dante's Inferno - Screenshots ansehen


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