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F.E.A.R. Online im Test - Oh welch Horror!

Der Ego-Shooter F.E.A.R. Online zeigt im Test, wie ein liebloser Free2Play-Ableger eine bereits wankende Spiele-Serie zu Grunde richten kann.

von Patrick Mittler,
01.12.2014 11:30 Uhr

F.E.A.R. Online - Ankündigungs-Trailer zum Free2Play-Shooter 0:55 F.E.A.R. Online - Ankündigungs-Trailer zum Free2Play-Shooter

Es ist in der Spiele-Community schon eine richtige Reflexhandlung - die Sorgenfalten wenn eine bekannte und beliebte Spieleserie plötzlich einen F2P-Ableger bekommt. Auch bei Ankündigungen und News zu F.E.A.R. Online war das so. Nicht immer ist das berechtigt. F2P ist legitim, das zeigen zahlreiche gute Modelle, eingebettet in ebenso gute Spiele (Warframe, Hawken). Aber wie die einst herausragende Horror-Shooter-Serie (F.E.A.R. 1 und F.E.A.R. 2), die sowieso schon am Boden liegt (F.E.A.R. 3), mit F.E.A.R. Online möglicherweise endgültig richtig in die Tonne getreten wird, das hat schon eine besondere Qualität.

Lasset alle Hoffnung fahren

Sie haben sicher schon gemerkt: Dieser Test ist ein Verriss. Die können zwar ab und an auch ganz unterhaltsam sein (siehe das mittlerweile klassische Beispiel Ride to Hell: Retribution), aber im Fall von F.E.A.R. Online liegt dermaßen viel Grundlegendes im Argen, dass wir erstens nervlich sowieso nur einen kurzen Test durchstehen (jede Lust am Texten hat ihre Grenzen) und zweitens sowieso nicht weit in die Tiefe gehen müssen, damit sich jeder Interessierte ein Bild dieses Totalschadens machen kann.

F.E.A.R. Online - Screenshots ansehen

Am Beginn des Tests zocken wir erstmal gemütlich eine Runde F.E.A.R. 1. Dafür bleibt genügend Zeit, denn abseits der Steam-Installation (knapp 5 Minuten) benötigt F.E.A.R. Online einen Patch (der eine geschlagene halbe Stunde extra verschlingt) im grauenhaften externen F.E.A.R. Online Launcher (immerhin Version 20141030_0058!). Ist das Ding endlich bereit, können wir uns endlich in eine der drei Koop-Missionen stürzen.

F.E.A.R. Moorhuhn Edition

Darin ist eine ganz besonders elegante Form von Teamplay gefragt: Alle Spieler stürmen in Richtung eines Checkpoints (weil zum Beispiel von hinten eine Flammenwand droht) und mähen alles um, was in Sichtweite kommt. Und weil F.E.A.R. ja aus dem Horroreck kommt, kann es schon mal passieren, dass feindliche Soldaten oder Monster unerwartet aus dem Nichts auftauchen!

Aber Scherz beiseite: Die Koop-Aufträge sind Dauerballereien in stupider Reinform, bei denen einem dutzende Gegner einfach aus heiterem Himmel direkt vor die Nase gespawnt werden, nicht wegen des Jump-Scares, sondern weil das Ding einfach schlampig entwickelt wurde. Gerade in Kombination mit einem fiesen Zeitlimit macht das in etwa so viel Spaß, wie mit einem Sack Euros verprügelt zu werden. Oh und die werden Sie brauchen, denn Ihre Versuche sind begrenzt! Wollen Sie eine Mission öfter angehen, müssen Sie entweder warten, oder bezahlen. Super, für uns wäre das Thema somit also abgehakt, weiter zum PvP.

Neues Subgenre: Der generische Lizenz-F2P-Online-Shooter

Vier Modi stehen darin zur Auswahl, das klassische Deathmatch, Domination (Punkte auf den Maps erobern), Knife Fight (selbsterklärend) und Bloodlust (Spieler können sich unter bestimmten Voraussetzungen in Monster verwandeln). Es gibt ein Level-Up-System, eine kleine Crafting-Ecke für Ausrüstung und wir verdienen uns Ingame-Währung mit denen wir besseres Equipment kaufen können und statten unseren Soldaten mit Perks aus, die ihn beispielsweise nach drei Toden etwas widerstandsfähiger machen oder ihn mit der Primärwaffe schneller laufen lassen.

F.E.A.R. Online - Screenshots der Multiplayer-Maps ansehen

F2P-typisch können wir uns den Kram auch gleich kaufen, ansonsten müssen wir unsere Ausrüstung auf Zeit leasen. Nach einiger Zeit muss also nochmal investiert werden, wollen wir den guten Gear behalten. Das Problem an der Sache: All das klingt nicht nur wie jeder x-beliebige F2P-Shooter, es ist auch schlicht und ergreifend ein x-beliebiger F2P-Shooter, dem einfach die Marke F.E.A.R. auf die Stirn gepappt wurde. Und das ist unterm Strich wohl das Einzige was zählt.

Jeder, der schon einmal irgendwann einen Standard-Online-Shooter gespielt hat, kennt F.E.A.R.-Online, ohne es je gestartet zu haben. Weder die Maps, noch der Spielfluss, noch die Spielmechaniken stechen in irgendeiner Weise aus der Masse hervor. Ja schlimmer noch: Es fehlt der F.E.A.R.-typische Horror-Aspekt zur Gänze, das Setting wird in drögen (und noch dazu grammatikalisch grauslichen) Textfeldern erzählt und wenn man sich in Online-Shootern in puncto taktischem Anspruch nicht mehr erwartet, als das jeweils andere Team möglichst schnell am Spawn-Punkt einzukesseln, der kann diese fragwürdige Leidenschaft in zig anderen, noch dazu schöneren F2P-Shootern ausleben.

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