Star Wars: Battlefront 2 - Blizzard macht sich über Freischaltmechaniken lustig

Die Konkurrenz zu veräppeln, ist in amerikanischer Werbung erlaubt. Blizzard reiht die Spitzen gegen EA und Dice allerdings ganz schön aneinander.

von Dimitry Halley,
15.11.2017 10:34 Uhr

Star Wars: Battlefront 2 steht aktuell heftig in der Kritik.Star Wars: Battlefront 2 steht aktuell heftig in der Kritik.

Sich über andere Firmen lustig zu machen, hat in der amerikanischen Spielebranche Tradition. Man denke nur an den alten Konsolenkrieg zwischen Nintendo und Sega, der in der US-Werbung recht aggressiv ausgetragen wurde. Dass Blizzard jetzt via Social Media gegen EA und Dice stichelt, ist allerdings trotzdem ein Ding.

Mit drei Tweets und einem kleinen TV-Spot wirbt der Publisher für die jüngste Free2Play-Umstellung von Starcraft 2 - und wettert gleichzeitig gegen die Praktiken von Battlefront 2: »Anzahl der Stunden, die man braucht, um irgendeinen Koop-Commander in Starcraft 2 freizuschalten? 0!« Klar, Battlefront wird nicht namentlich ausgerufen, allerdings spielt der Post klar auf die virale Meldung an, dass man fürs Freischalten von Luke Skywalker oder Darth Vader ursprünglich 40 Stunden hätte grinden müssen.

Der Community-Aufschrei über dieses Freischaltsystem hat Dice gerade erst zum Handeln gezwungen: Die Unlock-Kosten der Star-Wars-Helden wurden um 75 Prozent reduziert. Doch der Schaden ist angerichtet: Die Reaktion von Dice entwickelte sich zum unbeliebtesten Reddit-Post aller Zeiten.

Das hindert Blizzard aber nicht an der Stichelei. Der TV-Spot kritisiert außerdem ganz allgemein moderne Freischaltmechaniken. Man sieht einen Jungen, der ingame auf die Mütze bekommt und sich stärkere Einheiten kaufen will. Der Vater hält ihm daraufhin eine Standpauke, dass der Großpapa nicht sein Leben an der Starcraft-Front geopfert habe, damit die Kids von heute sich Erfolg einfach kaufen.

An der Stelle muss man allerdings einwerfen: Activision Blizzard ist bei dieser ganzen Freischalt- und Mikrotransaktionswelle nicht ganz unschuldig. Für viele Analysten gilt Overwatch sogar maßgeblich als das Spiel, das die ganze Lootbox-Epidemie losgetreten hat (unabhängig davon, ob das System in Overwatch fair oder unfair ist). Auch Hearthstone und Heroes of the Storm geben Spielern die Möglichkeit, sich mit echtem Geld Freischaltbrücken zu bauen. Und erinnert sich noch jemand an das Diablo-Auktionshaus?

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