AMD Radeon HD 5870

Grafikkarten   |   Datum: 23.09.2009
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Radeon HD 5870 mit DirectX 11 im Test

Test: Neue High-End-Grafikkarte

AMD hat die erste Grafikkarte mit DirectX 11 parat. Im Test glänzt die Radeon HD 5870 mit 30 Prozent mehr Leistung als eine Geforce GTX 285.

Von Daniel Visarius |

Datum: 23.09.2009


Als DirectX 10 und Windows Vista im Januar 2007 auf den Markt kamen, dauerte es Monate, bevor die Grafikkarten-Treiber von AMD und Nvidia ansatzweise die Spieleleistung von Windows XP erreichten. Die ersten DirectX-10-Titel ließen noch länger auf sich warten. Bei DirectX 11, das zeitgleich mit Windows 7 an den Start geht, scheint sich dieses Desaster nicht zu wiederholen: DirectX 11 nutzt ein gegenüber DirectX 10 eher behutsam weiter entwickeltes Treibermodell, während der Schritt von DirectX 9 auf DirectX 10 für Treiberentwickler und Spieleprogrammierer eine gewaltige Umstellung bedeutete.

So rechnet das neue Betriebssystem in Spielen bereits jetzt genauso schnell wie Vista und XP, obwohl es erst in einem Monat erscheint. Und mit Colin McRae Dirt 2 (15. Dezember 2009) sowie Alien vs. Predator (Anfang 2010) sind die ersten DirectX-11-Spiele greifbar nah. Zeit für die erste Grafikkarte mit DirectX-11-Unterstützung also. Wie schon bei DirectX 10.1 prescht AMD auch hier vorneweg. Die knapp 350 Euro teure Radeon HD 5870 hat 320 Shader-Prozessoren sowie 1,0 GByte GDDR5-Videospeicher und schlägt damit eine Geforce GTX 285 in der Spieleleistung um 30 bis 50 Prozent. Gleichzeitig arbeitet die neue Grafikkarte vergleichsweise leise, perfektioniert die Qualität des anisotropen Texturfilters und optimiert die Leistung bei achtfacher Kantenglättung. Wer möchte, kann mit der Radeon HD 5870 außerdem bis zu drei Monitore per Eyefinity zu einem großen Spiele-Display zusammenfassen.

Achtung: Dieser Test wurde auf unser neues Grafikkarten-Wertungssystem umgestellt und ist deshalb nicht ohne Weiteres mit vorhergehenden Tests vergleichbar. Alle wichtigen Tests gleichen wir sukzessive an das neue Wertungssystem an.

Radeon HD 5870 mit DirectX 11 : Die Radeon HD 5870 ist die weltweit erste DirectX-11-Grafikkarte. Die Radeon HD 5870 ist die weltweit erste DirectX-11-Grafikkarte.

Spieleleistung

Mangels DirectX-11-Spielen müssen wir unseren Test auf DirectX 9 und DirectX 10 beschränken. Daher setzt sich unser Test-Parcours zusammen aus Battleforge, Crysis, Call of Duty 4, Far Cry 2 und H.A.W.X. Obgleich die Radeon HD 5870 ihre technologischen Vorteile hier kaum ausspielen kann, deklassiert sie fast den gesamten Nvidia-Clan, aber auch ihre eigenen Familienmitglieder. In 1680x1050 berechnet die neue Grafikkarte im Schnitt 98,1 Bilder pro Sekunde (fps) und ist damit praktisch genauso schnell wie die Doppel-Chip-Modelle teure Geforce GTX 295 (101,5 fps; 400 Euro) und Radeon HD 4870 X2 (100,2 fps; 300 Euro). Das gleiche gilt für die Auflösungen 1920x1200 und 2560x1600. Der eigentliche Gegner, die Single-Chip-Karte Geforce GTX 285 für 300 Euro, ist vollkommen chancenlos: Über alle Benchmark-Durchläufe ohne Kantenglättung gewinnt die Radeon HD 5870 überdeutlich mit 83,4 gegen 64,1 fps - ein Vorsprung von 30 Prozent!

Mit aktivierter vierfacher Kantenglättung und achtfachem anisotropen Texturfilter arbeitet die Radeon HD 5870 mit 61,1 fps, die Geforce GTX 285 kommt auf 50,7 fps (20 Prozent Differenz). AMDs bisheriges Topmodell mit einem Grafikprozessor, die mittlerweile 180 Euro günstige Radeon HD 4890, rangiert abgeschlagen auf dem dritten Platz (58,8 fps ohne Kantenglättung und 44,3 fps mit Kantenglättung). Wer besonders viel Wert auf die Bildqualität legt, kann sich bei der Radeon HD 5870 zudem über die stark verbesserte Performance der achtfachen Kantenglättung freuen. In Far Cry 2 absolviert die Radeon HD 5870 den Extremtest in der 30-Zoll-Auflösung 2560x1600 bei achtfacher Kantenglättung und 16fachem anisotropen Texturfilter mit 30,7 fps. Die Geforce GTX 285 erreicht noch 26,7 fps, die Radeon HD 4890 nur magere 9,9 fps. In diesen Einstellungen liegt die teurere Geforce GTX 295 jedoch weiter an der Spitze (38,3 fps). Die Radeon HD 4870 X2 hingegen krebst bei 15,2 fps herum. Die neue Radeon HD 5870 ist mit großem Abstand die schnellste Grafikkarte mit einem Grafikprozessor! Crysis läuft mit maximalen Details flüssig, und viele Spiele lassen sich sogar mit der wunderbar feinen achtfachen Kantenglättung gut spielen. Den Vorgänger Radeon HD 4890 schlägt die Radeon HD 5870 nebenbei mit gut 40 Prozent Vorsprung.

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Radeon HD 5000 01

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Avatar andiroch
andiroch
#1 | 23. Sep 2009, 06:16
Klingt gut. Besonders die 3 Monitore. Wenn man sich mal an 2 gewöhnt hat, möchte man das nichtmehr missen. Zumal das Multimonitorverhalten bei meiner ATI 4850 wesentlich unzickiger und flexibler ist, als bei der GF8 davor. Hoffe das bleibt so. Spiele im Vollbild+Video oder TVKarte usw sind kein Problem.
Vielleicht als 3. nochnen Beamer dranhängen? :)
Mal sehn, wie die kleinere Version abschneidet. 350 sind mir trotz allem erstmal zuviel.
Ob das Ding jetzt 50 oder 44 FPS bringt ist mir gar nicht so wichtig.
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Avatar Skipan
Skipan
#2 | 23. Sep 2009, 06:34
die 5870 kommt ja in den benches teilweise sogar an die gtx295 für 400€ rann.
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vybz
#3 | 23. Sep 2009, 06:53
endlich ein benchmark! nun noch 2-3 andere benchmarks abwarten und dann hat man endlich ein bild aus der praxis, super
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McBeth
#4 | 23. Sep 2009, 07:03
Wieso gibts denn für 1GB VRam Pluspunkte?
Ist ja nicht so, dass 1GB bei so einer Karte herausragend wären.
Ich würde dafür sogar eher abwerten.
Für die Zukunft sind 2GB einfach notwendig. Gerade in Hinsicht auf die erhöhte Leistung bei 4xAA/8xAA.

Habe letztens mal wieder Stalker mit dem Complete Texture Mod 2009 installiert. Schon da werden über 1GB VRam benötigt. Mit Kantenglättung und hoher Auflösung (gerade in Hinsicht auf Eyefinity) brauchts natürlich noch mal n gutes Stück mehr. Will gar nicht wissen, wie es in Crysis mit diversen Texturenmods aussieht.
Also... schnell 2GB Version rausbringen!
Vorher wäre die Karte keine persönliche Kaufempfehlung.

Obwohl sie ansonsten so schön rund und durchdacht wirkt.
Leistungsaufnahme und Lautstärke scheinen ja mehr als perfekt zu sein. 40nm sei Dank.
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Avatar GS-Insider
GS-Insider
#5 | 23. Sep 2009, 08:00
- anisotroper Texturfilter flimmert gelegentlich
- hoher Stromverbrauch
- kein PhysX

Damit hat sich die Karte und der Rest was noch so vom Grafikkarten-Aldi kommt, disqualifiziert.

Die Konkurrenz mit dem N wird eh wieder besser sein - hat man ja schon bei den DX10-Karten gesehen ;)
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White Saturn
#6 | 23. Sep 2009, 08:11
Erfreulich ist der vergleichsweise geringe Stromverbrauch (zumindest bei Windows, unter Last ist der Hunger schon größer) und die kleine Geräuschkulisse. Eher verzichte ich auf etwas Leistung, als dass ich mir einen hungrigen und lauten Grafik-Godzilla in den PC stopfe.
Dass die Karte kein PhysX kann find ich schade. Dabei bietet nVidia die Technik quasi auf dem Präsentierteller an. Wie sieht's mit Havok aus?

Frag mich manchmal wie man an 2560x1600-Auflösungen den ran kommt... Gibts so viele Spieler mit 30"-Monitoren? Müsste ja mit meinen 19" ziemlich alt aussehen... :]

Crossfire o.ä. interessiert mich null.
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Avatar Metallapopoulos
Metallapopoulos
#7 | 23. Sep 2009, 08:26
Alle Achtung, ich war ja optimistisch was die Leistung dieser Karte anging aber nach den Benchmarks hier sind meine Vorstellung nocheinmal knapp übertroffen worden. Fast so schnell wie 'ne GTX295 und das ohne Mikroruckeln, alzuhohem Stromverbrauch und noch dazu schön leise....das ist schon ne mordleistung, da ist dann wohl auch bestimmt noch enorm viel Luft nach oben für diverse OC-Versionen!

Ich kann bloß hoffen dass dieser Physik-Irsinn mit DX11 endlich mal ein Ende hat und die Möglichkeiten der API seitens der Entwickler wahrgenommen werden (mit den Compute Shadern könnte man ja eigentlich auf JEDER DX11 GPU physik berechnen lassen ohne irgendwelche PhysX- und Havok- Restriktionen einhalten zu müssen).
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Avatar Muku-Muku
Muku-Muku
#8 | 23. Sep 2009, 08:33
Zitat von GS-Insider:

Damit hat sich die Karte und der Rest was noch so vom Grafikkarten-Aldi kommt, disqualifiziert.


Damit hast du dich disqualifiziert.


Zitat von White Saturn:

Dass die Karte kein PhysX kann find ich schade. Dabei bietet nVidia die Technik quasi auf dem Präsentierteller an.


Mit gierigen Händen dahinter...

Zitat von White Saturn:
Wie sieht's mit Havok aus?


Gut.

Zitat von Metallapopoulos:

Ich kann bloß hoffen dass dieser Physik-Irsinn mit DX11 endlich mal ein Ende hat und die Möglichkeiten der API seitens der Entwickler wahrgenommen werden (mit den Compute Shadern könnte man ja eigentlich auf JEDER DX11 GPU physik berechnen lassen ohne irgendwelche PhysX- und Havok- Restriktionen einhalten zu müssen).


Ja, darauf kann man nur hoffen, das wäre das beste für den Konsumenten (obwohl ich da eher auf OpenCL setzen würde, als auf DX11CS).
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Avatar Mig29User
Mig29User
#9 | 23. Sep 2009, 08:35
Gekauft!
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Avatar Mr. Schneepflug
Mr. Schneepflug
#10 | 23. Sep 2009, 08:40
Tolle Karte, das Teil würde dann meine Geforce 8800 Ultra ablösen, doch die fehlende PhysX Unterstützung ist leider ein absolutes KO Kriterium. Manche Leute legen nicht viel Wert darauf, ich seit Mirrors Edge und Batman Arkham Asylum schon.

Schade, ich hätte mir gerne mal wieder eine Ati Karte gekauft. Ich war damals mit meiner Radeon 9800 echt zufrieden.
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