Asus Radeon HD 7770 DirectCU im Test
120 Euro günstig und unhörbar
Im Test will die Asus Radeon HD 7770 DirectCU beweisen, dass sich ein unhörbarer Kühler, eine gute Leistung und ein günstiger Preis nicht ausschließen.
Von
Hendrik Weins
|
Datum:
14.05.2012
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Der Hersteller bewirbt die
Asus Radeon HD 7770 DirectCU
auf der Verpackung mit zwei Schlagworten: »cooler« und »overclocked«. Dieser Prämisse folgend verpasst der Hersteller der Karte einen überarbeiteten Lüfter und hebt die Taktraten für Grafikchip und –speicher an. Zumindest das Mehr an Megahertz fällt aber vergleichsweise bescheiden aus. Die Steigerung von 1.000/4.500 auf nun 1.020/4.600 MHz sind kaum der Rede wert und sollten die Spieleleistung nur minimal beeinflussen. Umso gespannter sind wir, ob der neue Kühler die ohnehin guten Werte der Referenzkarte nochmals verbessert.
Im Test der
Radeon HD 7770
schrieben wir noch: »die HD 7770 ist gemessen an den Benchmark-Ergebnissen aber viel zu teuer«. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hat AMD für die HD 7770 noch 160 Euro veranschlagt, mittlerweile sind die Preise deutlich gesunken und so kostet die Asus Radeon HD 7770 DirectCU nur mehr knapp 120 Euro. Ob sie ihr Geld wert ist und wie sie sich im Vergleich zur Konkurrenz schlägt, zeigt unser Test.
Update: Gut ein Jahr nach Veröffentlichung der aktuellen Radeon- und Geforce-Generation haben wir das komplette Portfolio von AMD und Nvidia erneut getestet. Durch permanente Treiber-Optimierungen haben sich die Relationen der einzelnen Karten zueinander leicht verschoben, so dass die in diesem Artikel stehenden Benchmarks nicht mehr das aktuelle Leistungsgefüge abbilden. Ständig aktualisierte Benchmarks finden Sie im Artikel
Die besten Grafikkarten.
Die Asus Radeon HD 7770 DirectCU beeindruckt vor allem mit einem sehr niedrigen Stromverbrauch sowie unhörbar leiser Kühlung. An Leistung mangelt es der 120-Euro-Karte aber.
Testsystem
Unser Grafikkarten-Testsystem besteht aus einem 3,4 GHz schnellen
Intel Core i7 2600K
, 8,0 GByte DDR3-RAM und dem P67-Mainboard Maximus IV Extreme von Asus. Für kurze Ladezeiten sorgt die 512 GByte große
Samsung SSD 830
. Unser Benchmark-Parcours setzt sich zusammen aus den DirectX-11-Titeln
Anno 2070
,
Battlefield 3
,
Crysis 2
,
Dirt 3
,
Metro 2033
sowie
The Elder Scrolls 5: Skyrim
. Alle Spiele testen wir mit maximalen Details sowohl mit als auch ohne Kantenglättung. Bei Crysis 2 haben wir zudem die per Patch nachgereichten, hochauflösenden Texturen und den DirectX-11-Modus installiert.
Benchmarks
Die ersten Benchmarks zeigen bereits, dass die minimale Taktsteigerung so gut wie keinen Einfluss auf die Leistung hat. Im Klartext: Die Asus Radeon HD 7770 DirectCU ist zwar knapp zwei Prozent schneller als eine HD 7770 mit Standardtakt, das ist aber in keiner Situation spürbar. Unseren Benchmark-Parcours ohne Kantenglättung durchläuft die Karte mit durchschnittlich 36,2 Bildern pro Sekunde, eine
Geforce GTX 560
für etwa 140 Euro liefert mit 39,4 fps rund acht Prozent mehr Leistung. Metro 2033 sowie Crysis 2 überfordern die Karte in 1920x1080 bereits, Battlefield 3 läuft zumindest in der Einzelspielerkampage ruckelfrei. In hektischen Mehrspielergefechten sollten Sie aber die Detailstufe verringern, sonst kann so mancher Ruckler den Bildschirmtod bedeuten.
Anno 2070 maximale Details, Post-Processing: Hoch