Gainward Geforce GTX 670 Phantom im Test
Phantom-Geforce oder Poltergeist?
Die Gainward Geforce GTX 670 Phantom hat über 1,0 GHz Chiptakt und einen rieisigen Kühler. Schafft es die High-End-Grafikkarte GTX 670 im Test in unsere Bestenliste?
Von
Hendrik Weins
|
Datum:
30.06.2012
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Laut Wikipedia bezeichnet ein Phantom (von gr.: Phantasma, Phantasie) ein Trugbild, eine unwirkliche Erscheinung, eine Einbildung oder ein Gespenst. Gainward benutzt seit einiger Zeit diesen Begriff, um die Grafikkarten aus eigenem Hause als besonders leise zu bewerben, als unhörbare Kraft im PC. Dabei verspricht der Hersteller auf der eigenen Webseite eine gegenüber dem Referenzmodell um 60 Prozent geringere Lautstärke und wirbt zudem mit einer um 6°C niedrigeren Temperatur.
Bei der
Gainward Geforce GTX 670 Phantom
belässt es der Hersteller aber nicht nur bei einem neuen Kühler, sondern steigert auch die Taktraten deutlich von 915/6.008 MHz auf 1.005/6.110 MHz. Per GPU Boost, der automatischen Übertaktung der neuen GTX-600-Grafikkarten, steigert die Phantom ihren maximalen Chiptakt zudem auf bis zu 1.137 MHz. Nichts geändert hat Gainward an der Platine. Wie beim Referenzmodell kommt eine mit 17,5 cm vergleichsweise kurze Leiterplatte zum Einsatz. Dass die Karte mit insgesamt 25 cm dennoch nicht zu den kürzesten zählt, liegt am ausladendem Kühler.
Im Test muss die derzeit 390 Euro teure Grafikkarte beweisen, ob sie den Namen eines unhörbaren Phantoms zurecht trägt oder doch eher den Poltergeist gibt. Dazu nehmen wir nicht nur die Lautstärke genau unter die Lupe, sondern kontrollieren auch den Stromverbrauch sowie die Spieleleistung in sieben aktuellen Top-Titeln.
Update: Gut ein Jahr nach Veröffentlichung der aktuellen Radeon- und Geforce-Generation haben wir das komplette Portfolio von AMD und Nvidia erneut getestet. Durch permanente Treiber-Optimierungen haben sich die Relationen der einzelnen Karten zueinander leicht verschoben, so dass die in diesem Artikel stehenden Benchmarks nicht mehr das aktuelle Leistungsgefüge abbilden. Ständig aktualisierte Benchmarks finden Sie im Artikel
Die besten Grafikkarten.
Schick sieht sie ja aus, die Gainward Geforce GTX 670 Phantom. Aber ist die Grafikkarte im Test auch so leise, wie der Name es vermuten lässt?
Testsystem
Wie gewohnt verwenden wir unsere Testplattform mit einem 3,4 GHz schnellen
Intel Core i7 2600K
, 8,0 GByte DDR3-RAM und dem P67-Mainboard Maximus IV Extreme von Asus. Für kurze Ladezeiten sorgt die 512 GByte große
Samsung SSD 830
. Unser Benchmark-Parcours setzt sich zusammen aus den DirectX-11-Titeln
Anno 2070
,
Battlefield 3
,
Crysis 2
,
Dirt 3
,
Max Payne 3
,
Metro 2033
sowie
The Elder Scrolls 5: Skyrim
. Alle Spiele testen wir mit maximalen Details sowohl mit als auch ohne Kantenglättung. Bei Crysis 2 haben wir zudem die per Patch nachgereichten, hochauflösenden Texturen und den DirectX-11-Modus installiert.
Benchmarks
Im Test ohne Kantenglättung liefert die Gainward Geforce GTX 670 Phantom rund vier Prozent mehr als eine
Geforce GTX 670
mit Standard-Taktraten und liegt mit durchschnittlich 73,7 fps auf Höhe einer etwa gleichteuren
Radeon HD 7970
(70,5 fps). Zudem kann die Grafikkarte mit ihrem Plus an Megahertz zu einer
Geforce GTX 680
aufschließen, die nun nur noch knapp neun Prozent in Front liegt (80,6 fps). In Spielen sind derlei minimale Leistungsunterschiede aber weitgehend irrelevant, da sich Abstände von zehn Prozent mehr oder weniger eh nie bemerkbar machen. Dementsprechend spielen Sie auch mit der Gainward Geforce GTX 670 Phantom alle getesteten Titel problemlos in Full HD und auch selbst in 2560x1440 meist noch ruckelfrei.
Anno 2070 maximale Details