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Report: Krieg spielen | Seite 3

Können Spieler am PC das Töten lernen?

Töten lernen

Krieg spielen : Der erste Microsoft Flight Simulator ist bereits 25 Jahre alt. Der erste Microsoft Flight Simulator ist bereits 25 Jahre alt. Der Psychologie-Dozent und ehemalige US-Army-Offizier Dave Grossman sieht diese Verknüpfungen zwischen Spielen und Armee nicht so gelassen. In seinem Buch Wer hat unseren Kindern das Töten beigebracht schreibt er, »die verbesserte Technologie erlaubt Soldaten inzwischen, mit Computersimulatoren zu üben – zu lernen, wie und wohin sie schießen sollten, wie sie sich in möglicherweise tödlichen Kampfsituationen bewegen müssen, wie sie Feinde von Kameraden unterscheiden können, und – am wichtigsten – sie lernen zu töten.«

Diese Simulatoren seien nun in Form von Video- und Computerspielen in den Haushalten. Als Beispiel nennt er den so genannten »Multipurpose Arcade Combat Simulator«, der die Hardware eines C64 oder SNES verwendet und im Grunde auf einem simplen Lightgun-Shooter für das Super- Nintendo basiert. Dabei zielen Rekruten mit einem nachgebauten M16-Gewehr auf einen Bildschirm und müssen wie auf einer Schießbahn auf Ziele feuern. Schon allein diese Konstellation entfernt sich weitgehend vom Spielerlebnis vorm Monitor oder Fernseher, wo sich Maus und Gamepad als starke Abstraktionsebene zwischen Spieler und virtuelles Geschehen schieben.

Krieg spielen : Die aktuelle Version des MS Flight Simulators wirkt sehr viel realistischer als das Ur-Modell. Die aktuelle Version des MS Flight Simulators wirkt sehr viel realistischer als das Ur-Modell. Einem internen Bericht der Army zufolge diente der Simulator zudem nur als Trainingshilfsmittel für Anfänger, um deren Ergebnisse auf dem echten Schießstand zu verbessern. Das Schießen mit scharfer Munition (»live fire«) könne der Simulator ausdrücklich nicht ersetzen, heißt es in dem Papier, genausowenig wie einen ausgebildeten Lehrer. Solche Einwände lässt Grossman nicht gelten. Für ihn sind alle Ego-Shooter »killing simulators «: »Die wichtigste Funktion von Doom besteht darin, den Willen zum Töten auszubilden, indem der Tötungsakt so oft wiederholt wird, bis er ganz natürlich wirkt.«

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Avatar Testuser
Testuser
#1 | 18. Mrz 2008, 18:09
Dies hat mich weitergebracht
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Avatar Silverhawk170485
Silverhawk170485
#2 | 13. Apr 2008, 13:00
Ich finde die Argumentation, dass jemand aus Computerspieln das Zielen lernen kann sowieso als totalen Murks. Ich spiel Egoshooter und und hatte auch schon mal eine richtige Waffe in der Hand. Das ist volkommen etwas Anderes. Wer es nicht glaubt, kann das ja mal selbst an einer Schießbude ausprobieren. Außerdem ging es bei den Amokläufen um Hinrichtungen bestimmter Personen, welche aus nächster Nähe erschossen wurden. Dazu muss man nicht zielen können. In den Spielen geht es hauptsächlich um die taktischen Elemente. Da sollen "was wäre wenn" Situationen simuliert werden. Die Spiele ersetzen kein Schießtraining. Es ist aber klar, dass viele die Spiele für Amokläufe verantwortlich machen wollen, weil das leichter ist, als alle andere Aspekte wie z.B. das soziale Umfeld zu analysieren. Außerdem: Wie können Politiker, die noch nie ein Spiel gespielt haben das beurteilen? Aber es weiß ja jeder: Was der Bauer nicht kennt...
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Avatar Hellhound32
Hellhound32
#3 | 24. Nov 2008, 15:09
ich stimme Silverhawk170485 vollkommen zu.
spiele sind eher einmittel um frust abzubauen. wer egoshooter spielt, lernt nicht den umgang mit waffen und schon garnicht das zielen. ich bin soldat und kann dies recht gut beurteilen. mir ist bisher kein spiel untergekommen, das einem das zielen beibringt. dazu muss man schon an einer echten waffe hantieren. wer also glaubt das spiele das töten antrainieren, der sollte wohl zuerst alle sportschützen vereine, die bundeswehr und die polizei verbieden. denn nur dort kann man dies in der theorie erlernen. ob man praktisch zu diesem erleben kommen wird, ist ein ganz andere sache. und die simulatoren die das militär verwendet hab ich auch schon nutzen dürfen. die haben mit einem computer wirklich nichts gemein. außer daß man auf pixel schießt. vllt, sollte man politiker zwingen egoshooter zuspielen und hinterher eine waffe geben, um das "erlernte" auszuprobieren. Ich glaub da haben wir viel zulachen. ^^
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Avatar skp
skp
#4 | 13. Mrz 2009, 19:02
Ich finde es eine Interresante Ausführung da ich auch selbst aktiver Gamer bin und gerne spiele!

Ich bin tief betroffen über die jüngsten Ereignisse in Deutschland! Mein mitgefühl gilt den Opfern und den Angehörigen der Opfer!

Ich kann nur sagen das ich in keiner Form glaube das Spiele beim "zielen lernen " oder "bedienen einer Waffe" förderlich sind!
Ich habe selbst meinen Wehrdienst hier in Österreich absolviert und wurde an der Waffe ausgebildet und ich wüsste nicht was mir dabei ein Computerspiel geholfen hätte.
So dumm das jetz klingen mag aber das es Bum macht wenn man den Abzug betätigt weiß ja leider dank anderer Medien nahezu jedes Kind!

Taktisches Vorgehn ist auch unrealistisch den wer glaubt in echt so agieren zu können wie in einem Computerspiel wird sehr schnell eines bessern belehrt werden!
Ob Paintball so etwas kann sehe ich auch differenziert weil ich selbst aktiv in einem Bundesligateam spiele!
Aber man braucht Monate wenn nicht Jahre um trainiert oder besser zu werden als der Otto Normalverbraucher!!

Jeder Politiker oder Mensch der das also behauptet Computerspiele helfen bei Zieübungen oder Taktiktraining soll es selbst ausprobiern!

mfg Stefan Königstorfer aus Österreich
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Avatar Mischa87
Mischa87
#5 | 16. Mrz 2009, 22:28
Ich bin selber seit vielen Jahren Computerspiel-spieler und habe auch viele "Ballerspiele" gespielt. Natürlich stimme ich auch darin überein, dass man durch das Spielen nicht das schießen lernen kann (ich war 2 Jahre beim Bund und muss es wissen).
Was man allerdings durchaus solchen Spielen vorwerfen kann ist, dass sie die Hemmschwelle gegenüber Gewalt senken.
Ich will damit nicht behaupten, dass jeder Spieler automatisch gewalttätig wird, denn die meisten Menschen können durchaus zwischen Spiel und realität unterscheiden, aber ein Mensch der bereits ein geschwächtes soziales Umfeld hat (keine Freunde, wenig Bestätigung etc.) kann so ein Spiel zwar als Puffer dienen, aber nicht wenn sich diese Zustände nicht ändern.
Das Thema "Killerspiel" (ich verwende absichtlich die extreme Bezeichnung) gehört meiner Meinung nach mehr in den Bereich "Symptom" und nicht "Auslöser".
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Avatar skelett
skelett
#6 | 17. Mrz 2009, 21:57
Der Amoklauf auf den Babara Supp sich zurückruft war nicht in Bad Reichenhall sondern zum damals gerade aktuellen in Erfurt.
Die andere Sache ist das man verstärkt erwähnen muss, dass dies eine
"spezielle" Form des Suizid ist.
Der Schütze begeht dabei immer Selbstmord und will sich dabei noch ander Gesellschaft rächen.
Der Hass ist nachvollziehbar wenn man Betrachtet das die ersten beiden Gewalten so einen Schwachsinn erzählen und damit durchkommen und die vierte Gewalt (die Medien) das auch noch aufpuchen.
Und das dumme Volk womit ich auch die Akademiker mit einbeziehe das schlicht glauben.
In diesem Land muss man lernen das man sich nicht auf die Medien verlassen kann. Sein Wissen muss man sich von der Quelle holen.
Am meisten entaüchen mich dabei die Medien die vorgeben seriös zu sein wie die öffentlich rechtlichen und Zeitungen und Zeitschriften wie "Welt" oder "Spiegel".
Dies ist nicht nur bei diesem leidigen Thema der Fall sondern auch bei anderen.
So stand in der Welt einmal das in einem Kernkraftwerk mit kontrollierten Atombombenexplosionen erzeuge dabei ist ein KW eine überdimensionierte Dampfmachine die zum erhitzen die Brennstäbe benutzt.
Sry das es vom Theama abgekommen ist.
Alleine ist der Mensch schlau in der Gruppe dumm.
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